Fußball

Borner schnuppern weiter am Titel

Carmelo Salpetro erzielte beim 1:0-Sieg der Borner beim TSV Solingen Anfang Dezember den letzten Treffer in 2022.
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Carmelo Salpetro erzielte beim 1:0-Sieg der Borner beim TSV Solingen Anfang Dezember den letzten Treffer in 2022.
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Analyse: Die Fußball-Bezirksliga ist in der Winterpause – fünf Team aus dem Kreis Remscheid sind im Einsatz

Von Peter Kuhlendahl

Auch in der Fußball-Bezirksliga, die sich seit einer Woche in der Winterpause befindet, sind im Jahr 2022 bereits zwei Spieltage der Rückrunde absolviert worden. Entsprechend hat sich die Spreu vom Weizen längst getrennt. Gleich fünf Teams aus dem Fußballkreis Remscheid sind in dieser Saison in der 16er-Liga im Einsatz. Wir analysieren, wie sie bisher abgeschnitten haben und wagen einen Blick auf den Rest der Saison.

Welche Teams sind auf welchen Plätzen ins Ziel des Jahres 2022 gekommen?

Mit diesen Platzierungen geht es in die Winterpause: 3. SSV Bergisch Born (35 Punkte), 8. SC 08 Radevormwald (23), 11. SC Ayyildiz Remscheid (18), 13. Dabringhauser TV (14), 16. BV Burscheid (7). Da das Derby zwischen Born und Ayyildiz vor einer Woche ausgefallen ist, haben beide Teams ein Spiel weniger ausgetragen.

Welcher Club hat die Erwartungen übertroffen?

Obwohl die Borner in der Tabelle am besten dastehen, sind die Radevormwalder das Team der Saison, das bisher die Erwartungen übertroffen hat. In den vergangenen Jahren hatten sie sich immer erst den Klassenerhalt auf den letzten Drücker gesichert. Allerdings schwächelten die Schützlinge von Trainer Zdenko Kosanovic zuletzt ein wenig. Aus diesem Grund können sie sich noch nicht zurücklehnen.

Welches Team ist voll im Soll?

Hier muss man die Borner nennen. Die kippten vor Kurzem zwar von der Tabellenspitze, sind aber weiter auf Tuchfühlung. Wenn man einen möglichen Sieg im Derby gegen Ayyildiz dazu rechnen würde, hätten sie auf den aktuellen Primus ASV Mettmann nur zwei Zähler Rückstand und wären punktgleich mit dem Zweitplatzierten TSV Ronsdorf. Die personellen Verstärkungen – unter anderem durch die Postic-Brüder vom Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen – haben sich bezahlt gemacht.

Bleiben noch die drei aktuellen Sorgenkinder aus dem Kreis in der Liga. Da blicken wir zunächst auf den SC Ayyildiz.

André Springob musste als Trainer beim SCA aus gesundheitlichen Gründe aufhören.

Das Team, das in Honsberg seine Heimstätte hat, mischte vor der Coronazeit immer an der Spitze der Liga mit und hatte ehrgeizige Ziele. Aber bereits in der vergangenen Saison lief es alles andere als ruhig, und der damalige Trainer Erdal Demir warf vorzeitig das Handtuch. Mit seinem Nachfolger André Springob sollte es auch mit neuem Personal besser werden. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste Springob sein Amt aufgeben. Jetzt ist der erfahrene Coach Axel Kilz an Bord, dessen einzige Aufgabe es ist, die Klasse zu halten.

Der Dabringhauser TV überwintert auf einem Abstiegsplatz.

Bis kurz vor Toresschluss um den Klassenerhalt zu zittern, ist auch in Dabringhausen nichts Neues. Allerdings stecken sie aktuell ordentlich im Schlamassel. Sowohl Bayer Wuppertal als auch Ayyildiz, die einen beziehungsweise zwei Plätze vor dem DTV rangieren, haben noch ein Nachholspiel. Wenn es dumm läuft, könnte der Abstand zum rettenden Ufer auf sechs beziehungsweise sieben Punkte anwachsen. Das Hauptproblem war bisher die personelle Situation. Selbst Trainer Patrick Grün musste im einen oder anderen Spiel ran. In der Winterpause hofft man nun auf Verstärkungen und setzt auf den tollen Teamgeist, der am Höferhof herrscht.

Der BV Burscheid war einige Male bereits die Schießbude der Liga.

Yakub Karakus warf als Coach des BV Burscheid schweren Herzens das Handtuch.

Der Aufsteiger musste einige zweistellige Niederlagen hinnehmen, hat zuletzt aber durch einen Sieg gegen Rade ein Lebenszeichen gesendet. Der Tabellenletzte plant allerdings schon für die Kreisliga und ist aktuell auf der Suche nach einem neuen Coach. Der langjährige Coach Yakup Karakus hatte schweren Herzens das Handtuch geworfen. Nach dem Aufstieg hatten wichtige Spieler den BVB verlassen. Adäquaten Ersatz gab es nicht. Im Gegenteil. Erfahrene Spieler des Vereins und Nachwuchskräfte wollen die Saison nun halbwegs ordentlich zu Ende bringen.

Wie sieht die Auf- und Abstiegsregel in der 16er-Liga aus?

Die ist ganz einfach: Der Meister steigt in die Landesliga auf. Und gleich vier Teams müssen den Gang in ihre jeweiligen Kreisligen antreten.

Was ist von den Clubs aus dem Kreis noch zu erwarten?

Beginnen wir hier mit den Bornern. Die werden bis zum Ende vorne mitspielen. Ob es aber zum ersehnten Triumph reicht, muss man abwarten. Gleich zwei starke Teams aus Solingen sitzen dem SSV zudem im Nacken. Die Rader sollten bald am rettenden Ufer sein. Zumindest dann, wenn sie sich an die mahnenden Worte ihres Trainers halten. Dessen Ansprachen sind einige Male scheinbar verpufft. Von dem Trio, das sich in Abstiegsgefahr befindet, werden zwei ins Gras beißen. Bei den Burscheidern muss man kein Prophet sein, um zu sehen, dass es nicht reicht. Bei Ayyildiz und beim DTV dürfte entscheidend sein, was aus personeller Sicht in den nächsten Wochen passiert. Der SCA hat mit der Verpflichtung von Alessio Bisignano und Haci Köseoglu vom Landesligisten FC Remscheid, die dort zuletzt keine Rolle mehr spielten, aufmerksam gemacht. Beide Clubs werden aber bis zum Schluss kämpfen müssen.

Wann geht es im neuen Jahr weiter?

Am Sonntag, 26. Februar, steht der 18. Spieltag auf dem Programm. Allerdings dürfte das ausgefallene Derby zwischen Born und Ayyildiz ein oder zwei Wochen zuvor ausgetragen werden.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, die noch unbeantwortet sind? Oder Dinge, die dringend eingeordnet werden müssen? Dem gehen wir ausführlich nach. In dieser Analyse geht es um die Fußball-Bezirksliga und die fünf Mannschaften, die aus dem Fußballkreis Remscheid in der Meisterschaftsrunde 2022/23 im Einsatz sind.

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