Fußball

Borner Mini-Goretzkas greifen ein

Sie wollen es wissen: (hinten, v.l.) Julian Steuer, Francesco Santacroce, Tamas Kosztolanyi, Leon Ahmeti, Linus Rämsch, Luca Förder, Leonit Gashai, (Mitte, v.l.) Max Hassenpflug, Abdulkadir Coban, Mert Kaya, Max Gregoriev, Fynn Schlamm, Alex Finner, Leo Wuttke, Lennart Hoffmeister, (vorne, v.l.) Arthur Emmerling, Clara Fröhlich, Lias Kulessa, Lukas Schwaba, Saif Al-Hammeed, Florian Hasenclever und Mika Özlap. Es fehlt: Eman Garanovic. Foto: FK
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Sie wollen es wissen: (hinten, v.l.) Julian Steuer, Francesco Santacroce, Tamas Kosztolanyi, Leon Ahmeti, Linus Rämsch, Luca Förder, Leonit Gashai, (Mitte, v.l.) Max Hassenpflug, Abdulkadir Coban, Mert Kaya, Max Gregoriev, Fynn Schlamm, Alex Finner, Leo Wuttke, Lennart Hoffmeister, (vorne, v.l.) Arthur Emmerling, Clara Fröhlich, Lias Kulessa, Lukas Schwaba, Saif Al-Hammeed, Florian Hasenclever und Mika Özlap. Es fehlt: Eman Garanovic.
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B-Junioren des SSV starten am Sonntag in das Abenteuer Niederrheinliga.

Von Fabian Herzog

Das Abenteuer Niederrheinliga beginnt so, wie es knackiger gar nicht hätte losgehen können. Am Samstag (17 Uhr, Born) empfangen die B-Junioren des SSV Bergisch Born am ersten Spieltag Fortuna Düsseldorf, eine Woche später folgt das Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach. Jeweils geht´s gegen die U16, aber auch die Borner schicken fast ausschließlich den 2005er-, sprich den jüngeren Jahrgang ins Rennen.

Als der Spielplan veröffentlicht wurde und kurz darauf in der Whatsapp-Gruppe der Mannschaft die Runde machte, ließ die Reaktion der Spieler nicht lange auf sich warten. „Die Jungs sind ausgeflippt“, berichtet Freddy Keller, der das Team zusammen mit Marvin Plott trainiert. Wobei dies auch für ein Mädel galt: Clara Fröhlich, die Borner Jugend-Nationalspielerin, darf aufgrund ihres DFB-Status weiterhin bei den Jungen kicken. Erneut auf höchster Verbandsebene, wie schon mit den C-Junioren in der Saison 2018/19.

„Wir haben uns in der Qualifikation in einen Flow gespielt.“ 

Freddy Keller, B-Jugend-Trainer

Dass es der SSV in die Niederrheinliga schafft, damit war vor einem halben Jahr nicht zwingend zu rechnen. Dann aber kam die Corona-Zwangspause. „Da haben alle einen Riesensprung gemacht“, stellte Keller fest. „Technisch waren wir immer schon gut. Aber durch das Heimtraining hat sich auch die Athletik extrem verbessert.“ Wie also bei Nationalspieler Leon Goretzka, der nach der Wiederaufnahme der Bundesligasaison mit seiner körperlichen Verfassung für so viel Aufsehen gesorgt hat.

Dies gelang auch den Borner Mini-Goretzkas. Das Team um Kapitän Max Hassenpflug wurde sinnvoll verstärkt und startete in der Quali voll durch. „Wir haben uns in einen Flow gespielt“, blickt Freddy Keller zurück, der zugibt, vor ein paar Monaten noch skeptisch gewesen zu sein. „Ich dachte, es würde mit dem jüngeren Jahrgang keinen Sinn machen.“ Tat es aber. Und wie!

Mittlerweile ist sich der Trainer sogar sicher: „Wenn wir uns so weiterentwickeln, bleiben wir sicher drin.“ Nicht abzusteigen, das ist das große Ziel.

Freddy Keller (l.) und Marvin Plott fiebern dem Start in der Niederrheinliga mit ihrem Team entgegen.

Zwei der neun Kontrahenten gilt es dafür hinter sich zu lassen. Das Potenzial dazu habe die Mannschaft allemal. „Die Spieler sind extrem ehrgeizig“, stellt Keller eine der ganz großen Qualitäten heraus. Was sich in der Corona-Pause schon zeigte, setzte sich auch im normalen Trainingsbetrieb fort. Plötzlich kamen Fragen nach der richtigen Ernährung auf. Aus der Mannschaft, wohlgemerkt. „Einige haben sich sogar vorgekochten Reis mitgebracht, um den nach dem Training zu essen“, staunte der Coach nicht schlecht.

Beinahe logisch, dass sich die Entwicklung der Borner B-Junioren rumgesprochen hat und Begehrlichkeiten geweckt hat. Ein Angebot nach dem anderen von umliegenden Vereinen landete auf Kellers Schreibtisch. „Inklusive der Neuverpflichtungen haben wir vor der Saison 70 Einzelgespräche geführt.“ Mit Erfolg. Alle blieben an Bord.

Offensives 3-4-3-System auch gegen die Top-Mannschaften

So geht der SSV die Niederrheinligaspielzeit mit einem Kader von 23 Spielern an, der im eingespielten 3-4-3-System offensiv ausgerichtet ist. Und er geht die beiden ersten Partien mit besonderer Motivation an. „Wir wissen“, sagt Freddy Keller, „dass wir da keine sechs Punkte einplanen können. Aber wir wissen auch, dass wir eine Chance haben werden, die Top-Mannschaften zu ärgern.“

Nachwuchsarbeit

Seit Jahren ragt der SSV Bergisch Born im Fußballkreis Remscheid heraus und stellt einmal mehr die einzige Mannschaft, die sich in der Niederrheinliga beweisen darf. „Im besten Fall sind es nächste Saison drei Teams“, sagt Tim Janowski, bei dem in der Borner Jugend viele Fäden zusammenlaufen. A- und C-Junioren starten in dieser Saison in der Bergischen Leistungsklasse. Letztgenannte verpasste den Sprung auf Verbandsebene denkbar knapp. Am letzten Quali-Spieltag waren die C-Junioren durch ein 3:0 gegen den SC Kapellen-Erft auf Kurs, ehe Konkurrent SG Essen-Schönebeck im Parallelspiel in der Nachspielzeit per Strafstoß traf.

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