Fußball

Bilanz nach einem Jahr fällt positiv aus

Ihm macht die Arbeit mit jungen Spielern beim SC 08 Radevormwald sichtlich Spaß: Schirm-Herr Zdenko Kosanovic. Foto: Michael Sieber
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Ihm macht die Arbeit mit jungen Spielern beim SC 08 Radevormwald sichtlich Spaß: Schirm-Herr Zdenko Kosanovic.
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Bezirksliga: Kosanovic und der SC 08.

Von Fabian Herzog

Zdenko Kosanovic ist Fußballer durch und durch. Dem früheren Zweitligaspieler und heutigen Trainer des Bezirksligisten SC 08 Radevormwald ergeht es daher so, wie vielen anderen auch. „Es fehlt halt vieles“, sagt er, „und der Sport ganz besonders.“

Mit seiner Mannschaft hält er zumindest sporadisch Kontakt. Mit Beginn des Jahres haben die Spieler die (Haus-)Aufgabe bekommen, zweimal pro Woche selbstständig zu laufen. Voraussetzung dabei: mindestens 45 Minuten lang. Wobei Kosanovic dabei großen Wert darauf legt, dass in gewissen Intervallen das Tempo verschärft wird. „Alles andere bringt nichts“, findet der Coach, dessen Team zudem einmal pro Woche per Videokonferenz etwas für die Stabilität macht.

Fast auf den Tag genau ein Jahr ist der 56-Jährige jetzt in der Bergstadt im Amt. „Es macht mir Spaß“, bilanziert der frühere FCR- und Ayyildiz-Trainer. Ihm war von Beginn an klar, dass es keine einfache Aufgabe werden würde und er mit verhältnismäßig wenig Mitteln viel herausholen muss. Aber gerade das reizt ihn. „Für mich ist wichtig, dass wir uns spielerisch entwickeln“, erklärt Kosanovic. Dies war in der weiterhin unterbrochenen Bezirksligasaison klar erkennbar. Dies deutete sich schon im Kreispokal der letzten Spielzeit an, als der SC 08 sensationell Landesligist FC Remscheid im Halbfinale ausschaltete.

Weil man sich im Sommer aber nur fast ausschließlich aus der eigenen Jugend verstärken konnte, traute den Radern kaum einer etwas zu. Doch die Kosanovic-Truppe reifte, setzte die Ideen des Trainers immer besser um und holte in den letzten Wochen vor dem Lockdown noch Siege in Heiligenhaus (3:2) und gegen Union Velbert (5:3). „Ich bin stolz auf meine Jungs“, sagt der Coach. Als diese gerade Schwung aufgenommen zu haben schienen, kam die Unterbrechung. „Das hat wehgetan.“

Corona und seine Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Wie viele andere auch ist Kosanovic extrem gespannt, wie es weitergeht. „Wir werden mit Corona leben müssen“, glaubt er nicht an ein baldiges Pandemie-Ende. Was das auch für seine Mannschaft bedeuten könnte, hat sich schon in der ersten Saisonhälfte gezeigt. Als die Infektionszahlen stiegen, stand ihm manch ein Spieler aus reiner Vorsicht nicht mehr zur Verfügung. „Der Beruf geht vor“, äußert „Kosa“ aber jegliches Verständnis für sportliche Auszeiten seiner Schützlinge.

Noch nicht geklärt ist auch, wie und ob es überhaupt für ihn am Kollenberg weitergeht. „Mein Vertrag läuft im Sommer aus“, erzählt Zdenko Kosanovic. Gespräche über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit scheiterten bislang einzig am Kontaktverbot. Er sagt: „Wir werden uns zusammensetzen, sobald das wieder problemlos möglich ist.“

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