Handball

Panther ziehen wieder die Zügel an

Daumen hoch! Auch Panther-Trainer Marcel Mutz freut sich, dass es so langsam wieder richtig losgeht. Foto: Doro Siewert
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Daumen hoch! Auch Panther-Trainer Marcel Mutz freut sich, dass es so langsam wieder richtig losgeht.
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Handball: Die aktuelle Situation des Drittligisten aus Hilgen und die Zukunft der Liga

Von Peter Kuhlendahl

Bergisches Land. Die Handball-Drittligisten in Deutschland sind bekanntlich als Profiteams eingestuft worden. Dies bedeutete, dass sie theoretisch trotz des sportlichen Lockdowns ins Training zurückkehren durften. Damit wurde sichergestellt, dass zum einen die Aufstiegsrunden zur 2. Bundesliga stattfinden konnten. Zum anderen wurde auch eine Qualifikationsrunde für den DHB-Pokal ausgespielt. Die Bergischen Panther hatten – wie die meisten Drittligisten – auf die Teilnahme an den Wettbewerben verzichtet. Im Folgenden werfen wir ein Blick auf die Panther und die neue Saison.

Haben die Panther in den vergangenen Monaten trainiert?

Ja. Sie haben sich in aller Ruhe mit der Stadt Burscheid abgestimmt und dann unter Einhaltung bestimmter Regeln in der Max-Siebold-Halle in Hilgen trainiert. „Dabei bedanken wir uns bei der Stadt Burscheid, wie unbürokratisch alles über die Bühne gegangen ist“, betont Panther-Trainer Marcel Mutz.

An normale Einheiten war aber nicht zu denken, oder?

Der Drittligist hat es locker angehen lassen. Es ging in den gemeinsamen Einheiten um Bewegung. „Wir haben zum Beispiel auch viel Fußball gespielt“, berichtet der Panther- Coach. Ansonsten haben sich alle schnell mit den Umständen angefreundet. So durften zum Beispiel nie mehr als zwei Spieler gleichzeitig in einer Umkleidekabine sein.

Wie geht es nun beim Drittligisten weiter?

Ab diesen Dienstag werden die Zügel wieder angezogen. Dann beginnt die erste richtige Vorbereitungsphase auf die neue Saison.

Waren beziehungsweise sind alle Spieler während der ganzen Zeit dabei gewesen?

Aus den unterschiedlichsten Gründen war der eine oder andere Akteur nicht bei allen Einheiten in der Halle. „Allerdings gibt es und gab es keine verletzungs- oder krankheitsbedingte Absagen. Da hatten wir zum Glück überhaupt keine Probleme“, sagt Mutz, der zudem betont, dass die personelle Planung für die neue Saison längst abgeschlossen sei.

Gibt es seitens des Deutschen Handball-Bundes schon einen Fahrplan, was die Saison 2021/22 betrifft?

Alle Beteiligten gehen nach jetzigem Stand der Dinge davon aus, dass der Saisonstart Mitte August erfolgt. Aus diesem Grund beginnt bei den Panthern auch ab Anfang Juli die heiße Phase der Vorbereitung. Dafür hat der Coach natürlich auch das eine oder andere Testspiel festgemacht.

Vor der abgebrochenen Spielzeit 2020/21 hatte es eine völlig neue Staffeleinteilung gegeben.

Die wird aller Voraussicht nach auch wieder völlig über den Haufen geworfen. In der abgebrochenen Spielzeit hätten die Panther bis ins Saarland, nach Hessen und auch nach Nordbayern reisen müssen. Mannschaften aus Hagen oder Westfalen mussten sich nach Niedersachsen orientieren. Jetzt soll es wieder regionaler werden.

Wie sehen die Panther eine erneute Veränderung?

Sehr positiv. „Das könnte eine tolle Meisterschaftsrunde werden, die wieder sehr viele echte Derbys hat. Wenn dann auch wieder die Zuschauer zugelassen werden, können wir uns auf volle Hallen freuen“, erklärt Mutz. Neben den Gegnern wie Longerich, Leichlingen, Gummersbach, Opladen und Krefeld wären dann auch wieder Volmetal, Schalksmühle-Halver, Spenge oder Menden dabei. Eintracht Hagen kämpft noch um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Die regionalen Änderungen werden aber nicht die einzigen Neuerungen werden.

Die Staffeln sollen möglichst klein gehalten werden. Aufgrund der Erfahrungen der Pandemie will man gerüstet sein. Wenn alles glatt über die Bühne geht, wird zunächst eine Runde mit Hin- und Rückspielen absolviert. Dann könnte es in Play-offs beziehungsweise -downs um Auf- und Abstieg gehen.

Unklar ist noch, wie die Aufsteiger aus der Regionalliga in die 3. Liga ermittelt werden.

Die Regionalligisten SG Ratingen, TuSEM Essen II und OSC Rheinhausen hoffen weiter darauf, in einem Miniturnier einen Aufsteiger auszuspielen. Allerdings ist der erste Termin eines Turniers in Rath zwischen dem 11. und 13. Juni von der Stadt Düsseldorf wieder untersagt worden. Jetzt hoffen alle auf weiter sinkende Inzidenzzahlen und einen neuen Termin Ende Juni. In Westfalen ist eine Entscheidung bereits gefallen. Dort ist eine Koeffizientenregelung, die die letzten drei Saisons berücksichtigt, herangezogen worden. Die TSG Altenhagen-Heepen aus Bielefeld wurde so vor wenigen Tagen zum Aufsteiger in die 3. Liga gekürt.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, welche unbeantwortet sind? Oder Dinge, die unbedingt eingeordnet werden müssen? Dem nehmen wir uns gerne an. Heute geht es um die 3. Liga der Handballer. Wir beleuchten die aktuelle Situation bei den Bergischen Panthern und werfen einen ersten Blick auf das, was sich in der neuen Saison ändern könnte.

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