Radsport

Bergische Jungs kennen sich mit Bergen aus

Alle Mann auf einen Blick: Die Bergischen Jungs brachten das Abenteuer Bayerischer Wald mit Freude und sturzfrei hinter sich. Foto: CH
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Alle Mann auf einen Blick: Die Bergischen Jungs brachten das Abenteuer Bayerischer Wald mit Freude und sturzfrei hinter sich.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Mountainbiker absolvieren bereits ihre 26. Jahrestour – diesmal im Bayerischen Wald.

-ad- Die Jubiläumstour liegt schon ein Jahr zurück. Damals gönnten sich die „Bergischen Jungs“, wie sie sich nennen, zu ihrer ihrer 25. Fahrt eine spektakuläre Alpenüberquerung. Darauf ausruhen? Nein, das ist nicht das Ding von Dieter Kopp, Hans Etterer, Jürgen Kuhlmann, Thomas Merten, Thomas Schad, Torsten Meißner und Carsten Hausmann. Die begeisterten Mountainbiker begingen auch den 26. Tour-Geburtstag sehr sportlich. Diesmal machten sie in der Nähe von St. Englmar den Bayerischen Wald unsicher, kamen innerhalb einer Woche bei sechseinhalb Einheiten auf 360 Kilometer bei 8100 Höhenmeter. Respekt!

Was man bei der Betrachtung dieser Leistung nicht außer Acht lassen darf: Die Altersspanne der Freunde liegt zwischen 56 und 73 Jahren – der Schnitt beträgt 67. Zudem sitzt Merten als Folge einer Krebserkrankung nur einbeinig im Sattel.

Wer sein Fahrrad liebt . . . Bei einigen Passagen ging es nur im Gänsemarsch vorwärts.

Die langjährige Erfahrung kam dem Septett im Landkreis Straubing-Bogen sehr zu Gute. Wies der Bayerische Wald für ein Mittelgebirge doch relativ viele steile und lange Bergauf-Passagen auf. Eigentlich gehören solche Abschnitte zu den Vorlieben der Bergischen Jungs. Zwei unwetterartige Gewitter mit Sturzregen – gottlob nachts runtergekommen – verwandelten das Gelände in ein sehr schwieriges Geläuf. Zum Teil mussten längere Schiebephasen akzeptiert werden, die selbst per Pedes nicht leicht zu händeln war. Nur der gehandicapte Thomas Merten fuhr wieder wie auf Schienen, ließ sich von den schwierigen Bedingungen nicht aus dem Rhythmus bringen. Selbst seine langjährigen Radsportkumpels staunen Jahr für Jahr aufs Neue über seine Leistungsfähigkeit.

Die Königsetappe nahmen die Mountainbiker am dritten Tag ihrer Tour in Angriff. Es ging hinauf auf den Großen Arber – und damit auf eine Höhe von 1450 Metern. Nebenbei bemerkt: Es galt 95 Strecken- und 2350 Höhenmeter zu bewältigen. Dies alles bei sommerlich heißen 30 Grad. Die Bergischen Jungs fahren mit reiner Muskelkraft – dies vielleicht als nicht unwesentliche Info am Rande. Um solche Leistungen abliefern zu können, trainieren sie das komplette Jahr. Zudem nutzen sie stets die Entspannungsmöglichkeiten in ihren jeweiligen Wellnesshotels. Auch diesmal hatte man einen Glücksgriff getätigt.

Und wie geht es weiter? Möglicherweise wird man 2022 im Riesengebirge in Tschechien in die Pedale treten. Das hatte man in diesem Jahr schon auf der Agenda gehabt, sich dann aber wegen der Corona-Einschränkungen für den Bayerischen Wald entschieden. Dort blieb die komplette Truppe von Stürzen verschont. „Ein kleines Novum“, wie Carsten Hausmann herausstellte. ad

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