Handball-Bundesliga

Bergische Fans bekommen Sonderlob

BHC-Rückraumspieler Fabian Gutbrod kam im Derby gegen den VfL Gummersbach vor einer tollen Kulisse auf vier Treffer.
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BHC-Rückraumspieler Fabian Gutbrod kam im Derby gegen den VfL Gummersbach vor einer tollen Kulisse auf vier Treffer.
  • Peter Kuhlendahl
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Handball-Bundesliga: Im Derby trennen sich der Bergische HC und der VfL Gummersbach 30:30.

Fast dreieinhalb Jahre haben die bergischen Handballfans darauf warten müssen. Dementsprechend sorgte das Derby in der Bundesliga zwischen dem Bergischen HC und dem VfL Gummersbach am Sonntagnachmittag für eine ausverkaufte Klingenhalle in Solingen, in die 2683 Zuschauer den Weg gefunden hatten. Bereuen mussten sie ihren Besuch nicht. Im Gegenteil: In der Schlussphase hielt es keinen mehr auf seinen Sitzen.

In der wurde es richtig dramatisch. Aber am Ende reichte es beim 30:30 (14:15)-Remis für kein Team zum Sieg. Und das, obwohl die BHC-Fans die Halle in einem Hexenkessel verwandelt hatten. „Das war schon richtig geil in der Halle“, schwärmte BHC-Coach Jamal Naji, dessen Team auch dank seiner Anhänger in der zweiten Halbzeit aus einem 17:20-Rückstand (39.) eine 22:20-Führung (45.) gemacht hatte. Dies erkannte auch VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson an: „Die Halle war überragend. Das hat großen Spaß gemacht.“

Einig waren sich beide Cheftrainer, wie die Punkteteilung einzuordnen sei. „Das ist ein gerechtes Ergebnis“, sagte Sigurdsson, „und ich bin zufrieden, wie meine Jungs gekämpft haben.“ „Das Remis ist gerecht. Aber es ärgert mich schon, weil wir unglaublich viel investiert haben, doch durch die eine oder andere Aktion den Sieg verschenkt haben“, sagte Naji.

Ärgern konnten sich aber auch die Oberbergischen, die von einer großen, stimmungsvollen Fangemeinde unterstützt wurden. Die Gäste führten nach einem Treffer von Tom Jansen in der 58. Minute mit 30:29. BHC-Linksaußen Noah Beyer glich eine Minute vor dem Ende per Tempogegenstoß aus. Die Gummersbacher hatten Ballbesitz und es in der Hand, wieder in Führung zu gehen. Aber dann warf sich BHC-Rechtsaußen Arnor Thor Gunnarsson in einen Pass von Julian Köster, eroberte den Ball, verletzte sich dabei aber und musste nach einer längeren Behandlung von der Platte geführt werden. Kapital aus dem letzten Angriff konnten die Gastgeber dann nicht mehr schlagen.

Es war zunächst eine ausgeglichene, aber auch zerfahrene Anfangsphase. Für die Tore aufseiten der Gastgeber war vor allem Djibril M´Bengue verantwortlich und für den VfL Nationalspieler Julian Köster. Im weiteren Verlauf sorgte VfL-Keeper Tibor Ivanisevic dafür, dass sich die Gäste nach 22 Minuten zum ersten Mal auf zwei Treffer absetzen konnten (10:8). Bis zur 26. Minute wurde diese Führung dann auf 14:10 ausgebaut. Auch weil der BHC sich in der Offensive immer wieder Fehler leistete und zudem zwei Siebenmeter vergab.

Doch in der Schlussphase schmolz der Vorsprung dann dahin. Und mit der Pausensirene schaffte Noah Beyer per Tempogegenstoß den Anschlusstreffer und eröffnete damit seinem Team die Chance auf eine spannende zweite Hälfte, die schließlich in eine dramatische Schlussphase mündete.

Tore

BHC: Arnesson (7/4), Beyer, Ladefoged, Gutbrod, Nikolaisen, M´Bengue (je 4), Babak (2), Persson (1).

VfL: Mappes (9/4), Köster (6), Styrmisson (4), Schluroff, Jansen (je 3), Blohme (2), Vidarsson, Kiesler, Zeman (je 1).

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