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Diese Bergischen haben Tickets fürs NFL-Spektakel ergattert

Bergische Football-Begeisterung in München: Christopher „Ebbing“ Hübner, Markus Sierant, Giancarlo Paasch und Jan-Niklas Köhler (v.l.).
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Bergische Football-Begeisterung in München: Christopher „Ebbing“ Hübner, Markus Sierant, Giancarlo Paasch und Jan-Niklas Köhler (v.l.).
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Drei Millionen Menschen wollten das Spiel Tampa Bay gegen Seattle in München sehen. 69.000 Tickets gab es - auch einige Bergische haben welche ergattert.

Von Fabian Herzog

Wer live vor Ort dabei war, wird davon noch lange schwärmen und vermutlich seinen Ur-Enkeln erzählen. Wem es nicht vergönnt war, das erste NFL-Meisterschaftsspiel auf deutschem Boden im Stadion mitzuerleben, hat ein großes Spektakel verpasst, befand sich aber zumindest klar in der Überzahl. Drei Millionen Ticketanfragen soll es für das geschichtsträchtige Duell der Tampa Bay Buccaneers gegen die Seattle Seahawks am vergangenen Sonntag in München gegeben haben. 69.000 Zuschauer waren schließlich dabei. Darunter auch einige Remscheider und Radevormwalder, die ihren Augen zum Teil kaum trauen konnten.

Markus Sierant zum Beispiel hatte sich mit seinen Kumpels Giancarlo Paasch und Christopher „Ebbing“ Hübner einfach mal auf Verdacht auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt gemacht. „Meine Freundin Maja meinte, ich soll es definitiv machen, weil es ein geiles Wochenende wird“, erzählt der langjährige Fußballer (Hasten, FCR, DTV, Born, WFB 76), der mittlerweile Golf spielt. Seine bessere Hälfte sollte, so viel vorab, recht behalten. „Ohne Witz“, fasst Sierant die Erlebnisse zusammen, „das war ein brutales Wochenende.“

Superstar Tom Brady und seine Tampa Bay Buccaneers entschieden das erste deutsche NFL-Spiel für sich.

Schon am Freitag waren die Radevormwalder in München angekommen, wo sie sich sofort ins Getümmel stürzten. Schließlich war die ganze Stadt schon Tage vor dem Kick-off im NFL-Fieber. „Ich war schon oft in München, aber das war absolut krank. Eine richtig geile Stimmung und alle total euphorisch.“

Als die drei Footballfans im Wirtshaus „Hacker Pschorr“ am Viktualienmarkt saßen, um sich mit einer Schweinshaxe zu stärken, bekam Markus Sierant eine Nachricht von Benjamin Hetterich, besser bekannt unter dem Namen Optigriller. Den Instagram-Influencer hatte er im Oktober in London beim NFL-Spiel zwischen Minnesota und New Orleans kennengelernt. Und der bot ihm zwei Karten für das Spiel am Sonntag an. „Ich konnte es gar nicht glauben“, erzählt der 34-Jährige.

Endlich war in der Arena in München mal geile Stimmung.

Markus Sierant, NFL-Fan

So durften er und Paasch – Hübner verzichtete freiwillig (Sierant: „Ich liebe ihn dafür“) – tatsächlich beim Spektakel live dabei sein. Der 21:16-Sieg der Buccaneers wurde zur Randnotiz. „Es war ein super Spiel“, schwärmte Sierant, der sich als Fußball-Fan von Borussia Mönchengladbach einen Seitenhieb nicht verkneifen kann: „Und ausnahmsweise war in der Arena mal eine geile Stimmung.“

Auch ein Trio aus Remscheid gehörte zum elitären Kreis, der die NFL-Premiere vor Ort miterleben durfte. Jan-Niklas Köhler, ehemaliger Spieler des Amboss, war mit Markus und Jessica Haug in einer insgesamt zwölfköpfigen Gruppe von Footballverrückten am Start. Sie hatten die Tickets über den regulären Vorverkauf, der komplett über das Internet abgewickelt worden war, ergattern können.

Gemeinsam machten sie sich schon am Sonntagmorgen um 10 Uhr und damit gut fünfeinhalb Stunden vor dem Kick-off auf den Weg zur Arena, was sich als relativ mühsam herausstellen sollte. „Es war unglaublich viel los“, berichtet Köhler, „die Bahn war komplett überfüllt.“ Im Pulk von zigtausend Menschen kamen sie schließlich vor dem Stadion an, wo neben einer Leinwand für die, die keine Karte hatten, ein riesiges Rahmenprogramm aufgebaut war.

Dann ging´s rein in die Arena, wo Superstar Tom Brady und Co. das Publikum bestens unterhielten. „Es hat richtig Spaß gemacht zuzugucken, die Stimmung war bombastisch“, sagt Köhler. Das „krasse Gefühl“ sollte die Bergischen noch länger auskosten. Erst eine Stunde nach dem Abpfiff machten sie sich auf den Rückweg – und werden das Erlebte so schnell nicht vergessen.

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