Röntgenlauf

Tiberius Jeck will den Firmenpokal beim Röntgenlauf gewinnen

Die Lenneper Melanie und Tiberius Jeck sind ein sehr sportliches Ehepaar. Foto: Jeck
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Die Lenneper Melanie und Tiberius Jeck sind ein sehr sportliches Ehepaar.
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GESPRÄCH Tiberius Jeck will den Firmenpokal beim Röntgenlauf gewinnen. Auch beim Handball ist er aktiv.

Von Peter Kuhlendahl

Sie blicken auf eine erfolgreiche Karriere als Handball-Torhüter zurück und haben in der 2. Bundesliga gespielt. Gemeinhin wird Keepern nachgesagt, dass sie zwischen den Pfosten gestanden haben, weil sie nicht gerne laufen. Und jetzt haben Sie den Laufsport für sich entdeckt. Wie kam das?

Tiberius Jeck (lacht): Ich bin schon immer gerne und viel gelaufen. Als ich damals bei der Bundeswehr in einer Sportförderkompanie war, hatte ich zum Beispiel eine Bestzeit von 37 Minuten über 10 000 Meter.

Dennoch haben erst Sie im Sommer des letzten Jahres das Laufen wieder intensiviert. Gab es einen Anlass?

Jeck: Ich habe mich im wahrsten Sinne des Wortes in meiner Haut nicht mehr wohlgefühlt. Ich hatte im Vorfeld einen Bruch des Sprunggelenks, und viel zu viele Kilos auf den Rippen, die runter mussten. 13 Kilogramm sind bereits weg.

Alleine durch Ihre sportlichen Aktivitäten?

Jeck: Oh nein. Ich habe seit über einem Jahr zum Beispiel keine Süßigkeiten und keine Schokolade mehr gegessen. Und Alkohol trinke ich zudem sehr selten oder fast gar nicht mehr. Außerdem generell die Ernährung umgestellt. Und da hatte ich in meiner Ehefrau Melanie, die Ernährungsberaterin ist, genau die richtige Fachfrau an meiner Seite.

Ihre Ehefrau hat auch erfolgreich Handball gespielt, ist dann schon vor einiger Zeit zum Laufen gewechselt. Hat Sie das angespornt?

Jeck: Ich bin immer ehrgeizig. Aber noch meilenweit von der Leistung meiner Frau entfernt. Wenn ich mit Melanie laufe, bin ich schon fix und fertig, wenn sie meint, sie hätte erst das Aufwärmen hinter sich.

Dennoch sind Sie vor wenigen Tagen beim Köln-Marathon den Halbmarathon gelaufen und haben mit einer Superzeit gefinisht...

Jeck: Die Zeit ist immer relativ. Für mich war sie super. Ich hatte mir eine Zeit unter 1 Stunde 40 Minuten vorgenommen. Bei 1:39 Stunden bin ich schließlich ins Ziel gelaufen.

Köln war ihr erster Wettkampf. Gab es einen Grund, warum Sie sich für die Domstadt als Premiere entschieden haben?

Jeck (lacht): Weil Melanie mich, beziehungsweise uns einfach angemeldet hat. Wir sollten dann beide Bestzeiten aufstellen. Sie im Marathon, ich im Halbmarathon. Meine Frau konnte dann aber nicht starten, weil Sie am Wettkampftag eine dicke Erkältung hatte. Ansonsten war eine Premiere in Köln genau die richtige Entscheidung. Die Stimmung an der Strecke ist unglaublich. Das hat natürlich einen riesigen Spaß gemacht.

Bei Ihrer nächsten großen Herausforderung geht es am Rande der Strecke zeitweise ein wenig ruhiger zu.

Jeck: Sie meinen den Röntgenlauf am 28. Oktober. Doch auch darauf freue ich mich unglaublich. Aber nicht nur auf meinen Lauf.

Worauf noch?

ZUR PERSON

TIBERIUS JECK Der Lenneper wurde am 17. Mai 1970 in Rumänien geboren. Mit seinen Eltern kam der Donauschwabe im Alter von drei Jahren nach Remscheid und lebt dort. Jeck ist verheiratet, hat mit seiner Ehefrau Melanie drei Kinder und arbeitet seit vielen Jahren als DVAG-Direktionsleiter. Seine sportlichen Wurzeln lagen bei der TG Lennep. Für Bayer Leverkusen hat der Handball-Torhüter zwei Jahre in der 2. Bundesliga gespielt. Mit dem Wermelskirchener TV in der Regionalliga und der LTG in der Oberliga. Seine lange Karriere hat er beim damaligen Verbandsligisten HSG Radevormwald/Herbeck ausklingen lassen.

Jeck: Als Direktionsleiter der Deutschen Vermögensberatung habe ich ein Team zusammengetrommelt. 45 Läuferinnen und Läufer sind bereits gemeldet. Wir werden in einheitlichen T-Shirts laufen. Und unser Ziel ist es, den Firmenpokal zu gewinnen, der zuletzt an „Oerlikon Barmag“ und davor zweimal an Bayer Wuppertal gegangen ist. Und für das nächste Jahr schwebt mir vor, ein DVAG-Team aus ganz Deutschland auf die Beine zu stellen.

Welche Distanz laufen Sie beim Röntgenlauf?

Jeck: Wieder den Halbmarathon.

Bei Ihrem Ehrgeiz haben Sie sich sicher ein Ziel gesetzt.

Jeck: Aufgrund der Topgraphie muss man im Vergleich zu den flachen Strecken wie in Köln fünf Minuten aufschlagen. Eine Zeit unter 1.45 Stunden ist also mein Ziel.

Wollen Sie in Zukunft beim Halbmarathon bleiben, oder wollen Sie auch den Marathon angehen?

Jeck: Natürlich peile ich den Marathon an. Dafür müssen aber noch zehn bis zwölf Kilo runter. Ich trainiere drei bis viermal in der Woche. Und bei jedem Kilo weniger fällt es im wahrsten Wortsinn leichter. Außerdem ist das Training ein toller Ausgleich und ein Stressabbau für mich.

Sie können aber auch von Ihrem alten Sport nicht lassen und hätten fast beim Auftakt der HG Remscheid in der Handball-Oberliga bei Borussia Mönchengladbach zwischen den Pfosten gestanden, als Keeper Tobias Geske privat verhindert war. Wie kam es dazu?

Jeck: Ich war damals ja Gründungsmitglied bei der HGR. Habe hinter den Kulissen immer mal mehr mal weniger gemacht. Zuletzt habe ich Neuzugang Mateusz Dobrolowicz, der bei mir arbeitet, nach Remscheid gelotst. HGR-Boss Ralf Hesse meinte dann, mich mal bei den Jungs vorzustellen. Und ich kam auf die Idee, einfach mitzutrainieren. Ich war erstaunt, wie gut das geklappt hat und bin bei einigen Einheiten dabei gewesen. Aber zum Einsatz beim Spiel kam es dann doch nicht, weil ich beruflich verhindert war.

Ihr Herz schlägt aber weiter für die HGR, oder?

Jeck: Natürlich. Und ich hoffe, dass sie in dieser Saison den Aufstieg in die Regionalliga schafft.

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