Fußball

Beim FCR folgt nun der nächste Schritt

Francesco Di Donato (Mitte) erhält von RGA-Sportmitarbeiter Peter Brinkmann (r.) den Goldenen Schuh und vom 2. Vorsitzenden des RSV, Dennis Bonna, einen Gutschein fürs Ambiente.
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Francesco Di Donato (Mitte) erhält von RGA-Sportmitarbeiter Peter Brinkmann (r.) den Goldenen Schuh und vom 2. Vorsitzenden des RSV, Dennis Bonna, einen Gutschein fürs Ambiente.

Francesco Di Donato gewinnt den Goldenen Schuh mit 27 Treffern.

Von Peter Brinkmann

Endlich konnte wieder die begehrte RGA-Torjägertrophäe an den besten Schützen des Fußballkreises Remscheid verliehen werden. Da die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 wegen der Corona-Krise vorzeitig abgebrochen werden mussten, wurde auch die Wertung um den Goldenen Schuh ausgesetzt. In der vor wenigen Wochen abgelaufenen Saison konnte bis zum Ende gespielt werden, und so darf sich Francesco Leonardo Di Donato, so sein vollständiger Name, über die traditionelle Auszeichnung des Remscheider General-Anzeigers freuen.

Im Gegensatz zu den letzten Wettbewerben war es diesmal sogar sehr deutlich. Mit 27 Treffern für den SSV Bergisch Born in der Bezirksliga setzte sich der Remscheider klar vor seinem Vereinskameraden Nick Salpetro durch, der insgesamt 17 Mal eingenetzt hatte. Dadurch wurde Di Donato zum Nachfolger von Eduard Repp, der 2019 die Trophäe in Empfang nehmen durfte.

Die RGA-Sportredaktion richtet einen herzlichen Glückwunsch an den Torjäger, den alle in Born nur „Leo“ gerufen haben. Die Übergabe des Goldenen Schuhs fand diesmal in den Räumlichkeiten des Remscheider Sportvereins am Fürberg statt. Dort durfte der Sieger als zusätzliche Anerkennung einen Verzehrgutschein für das vereinseigene Restaurant „Ambiente“ aus den Händen von RSV-Vorstand Dennis Bonna in Empfang nehmen.

„Wir hatten in Born eine tolle Kameradschaft!“

Francesco Di Donato, Gewinner des Goldenen Schuhs

Allerdings muss sich der 21-Jährige ab sofort an eine neue fußballerische Umgebung gewöhnen. Di Donato ist nach der gerade abgelaufenen Saison zum Landesligisten FC Remscheid gewechselt. Vergangenen Mittwoch hatte der Stürmer schon seinen ersten Auftritt im neuen Dress im Röntgen-Stadion. Gerade wenige Stunden zuvor von seinem Sardinien-Urlaub zurückgekehrt, wurde er in der Freundschaftspartie des FCR gegen Viktoria Köln im Laufe der zweiten Hälfte eingewechselt. Und danach hallte sein zweiter Spitzname „France“ durch die Arena in Lennep.

Der Urlaub auf Sardinien war übrigens einem höchst erfreulichen Anlass geschuldet. „Meine Schwester Gioconda hat dort am 25. Juni geheiratet“, verrät der stolze Bruder, der sich ansonsten auch noch auf seine Freundin Mona und seine Eltern Marion und Martino verlassen kann. „Mona hat mich immer in den schwierigen Zeiten unterstützt“, macht Di Donato keinen Hehl daraus, wer an seinem sportlichen Aufschwung ebenfalls einen großen Anteil hatte. Und die große Fußballbegeisterung ist ihm sicherlich durch Vater Martino, der aus der Nähe von Neapel stammt, in die Wiege gelegt worden: „Der Herzensverein von mir und meinem Vater ist natürlich der SSC Neapel.“

Bitter nur für den 21-jährigen Kicker, dass die italienische Nationalmannschaft nicht die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar gepackt hat. Bei den Tifosi, die positive Überraschung der Europameisterschaft im Vorjahr, wurden einfach zu viele Torchancen vergeben. Di Donato geizte dagegen nicht mit Toren. Und spätestens nach dem Fünferpack Anfang Mai gegen den SC Sonnborn war klar, dass beim Wettstreit um den Goldenen Schuh kein Weg an ihm vorbeiführt. Logisch, dass er dadurch auch beim FC Remscheid in den Fokus geriet. Mitte Juni wurde dann der Wechsel zum Landesligisten unter Dach und Fach gebracht: „Ich bin froh, dass man beim SSV Verständnis für meinen Wechselwunsch aufgebracht hat.“

Francesco Di Donato, der beruflich eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Hanza GmbH in Lennep absolviert, hat die neue Herausforderung mit Respekt angenommen. „Ich möchte mich langfristig als Mittelstürmer beim FC Remscheid durchsetzen“, sagt er. Neben Fußball, Ausbildung und Freundin Mona verbringt der 21-Jährige die restliche Freizeit gerne mit seinen Freunden. Und hier wird auch schon mal mit einem deutlich größeren Ball gespielt. „Basketball ist ein großes Hobby von mir“, verrät der Remscheider.

Historie

Die RGA-Sportredaktion verleiht seit 1994 dem erfolgreichsten Torschützen des Kreises nach der Spielzeit die attraktive Torjägertrophäe. Erstmalig gewann Leo Di Donato vom SSV Bergisch Born den Goldenen Schuh (mit 27 Treffern) vor seinem Vereinskollegen Nick Salpetro (17) und Luca Lenz vom SC Ayyildiz (14).

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