Handball

Bei einigen droht ein Mammutprogramm

Die HGR – hier Dominik Hertz – ist zuletzt mit zu wenig Vollgas an die Aufgaben herangegangen. Foto: Michael Sieber
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Die HGR – hier Dominik Hertz – ist zuletzt mit zu wenig Vollgas an die Aufgaben herangegangen.
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Analyse: Handballer sind zurück aus der Osterpause. Bis Ende Mai muss die Saison über die Bühne gebracht sein.

Von Peter Kuhlendahl

Auch wenn es manche Teams gerne anders gesehen hätten: In den zurückliegenden Osterferien war bei den meisten Handballern eine Pause angesagt. Viele Hallen konnten weder für Trainingseinheiten noch für die zahlreichen Nachholspiele genutzt werden, die in dieser coronabedingt ziemlich durcheinangewirbelten Saison noch auf dem Programm stehen. Wir geben eine Übersicht, was für die Teams in den unterschiedlichen Ligen noch ansteht und um was es für sie geht.

Bis wann dauert die Saison in den verschiedenen Ligen?

Die letzten Spieltage waren für den 14. und 15. Mai angesetzt. Doch angesichts der Flut von Nachholspielen hat der Handball-Verband Niederrhein bereits allen Teams die Möglichkeit eingeräumt, bis zum 29. Mai weiter zu spielen. Die Relegationspartien um den Aufstieg werden ab dem 4. Juni ausgetragen. Die Aufstiegsrunde in der Bezirksliga ist bis zum 29. Mai verlängert worden.

Eine Mannschaft ist aber schon seit Wochen in der Sommerpause.

In der 3. Liga ist bereits Schluss. Die Bergischen Panther hatten sich entschieden, nicht an der deutschlandweiten Pokalrunde teilzunehmen. Dass sie den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft hatten und nicht in die Abstiegsrunde mussten, ist aller Ehren wert.

Wie sieht es für die HG Remscheid in der Regionalliga aus?

Da zählt man mittlerweile die Spiele, die noch ausstehen, runter. Vier Partien in eigener Halle müssen noch ausgetragen werden. In dieser Woche ist am Mittwoch (19.45 Uhr, Neuenkamp) der OSC Rheinhausen zu Gast. Für die HGR geht es seit Wochen nur noch um die Goldene Ananas. Das hat man in den letzten Spielen bereits gemerkt. Fünf Pleiten in Folge mussten hingenommen werden. Eine Wende scheint nicht in Sicht. Es droht eine am Ende unter dem Strich enttäuschende Saison zu werden.

Für ein anderes Team ist der Traum vom Aufstieg endgültig geplatzt, oder?

Die 2. Mannschaft der Bergischen Panther musste sich Anfang April im Spitzenspiel beim Tabellenführer in Lintorf knapp geschlagen geben. Damit war die Chance auf den Titel und den direkten Aufstieg dahin. Es blieb allerdings noch die Möglichkeit auf die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Nach der Pleite im Nachholspiel beim Solinger TB in der vergangenen Woche dürfte auch dieser Zug abgefahren sein. Sechs Partien, davon sind zwei Nachholspiele, müssen in den kommenden vier Wochen jetzt noch absolviert werden. Freude kommt da keine auf.

Was ist von unseren Landesligisten noch zu erwarten?

Da muss man zu allererst den ATV Hückeswagen erwähnen. Der rangierte lange hoffnungslos abgeschlagen am Tabellenende. Doch dann startete das Team eine tolle Aufholjagd und hat nun sogar noch die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Allerdings muss der ATV vom 1. bis zum 29. Mai nun acht (!) Spiele austragen. Eine Mammutbelastung. Ebenfalls noch acht Partien muss in diesem Zeitraum die 3. Mannschaft der Bergischen Panther absolvieren. Allerdings rangiert das Team jenseits von Gut und Böse. Wie auch der Wermelskirchener TV. Der muss an diesem Dienstag (20.15 Uhr, Halle Neuenkamp) bei der 2. Mannschaft der HG Remscheid im Nachholspiel ran. Der WTV musste in der jüngsten Vergangenheit immer wieder mit personellen Problemen kämpfen. Man ist aber im ruhigen Fahrwasser und wird die Saison ohne Probleme zu Ende bringen. Wie auch die HGR II, die zwischenzeitlich zwar mal nach ganz oben schielte, aber in ihren Leistungen nicht konstant war. Derweil konzentriert man sich bei der HSG Radevormwald/Herbeck mittlerweile wohl eher auf die neue Saison. Das Ziel Aufstieg in die Verbandsliga ist längst zu den Akten gelegt. Ob der neue Trainer Volker Radermacher auch über das Saisonende hinaus bleibt, ist noch unklar. Auf alle Fälle wird ein personeller Umbruch stattfinden. Den restlichen fünf Saisonspielen kann man relativ gelassen entgegensehen. Allerdings gab es lange für die HGR II, Rade/Herbeck, die Panther III und auch den WTV noch ein kleines Hintertürchen. Inzwischen ist aber klar: Der zweite Tabellenplatz führt nicht zur Teilnahme an einer Aufstiegsrelegation.

Gibt es in der kommenden Saison einen weiteren Landesligisten aus dem Verbreitungsgebiet?

Der Remscheider Club HC BSdL hat es in der Aufstiegsrunde zur Landesliga selbst in der Hand. Zehn Partien hat das Team aktuell gewonnen. Vier stehen noch aus. Darunter das Spitzenspiel gegen den einzigen Konkurrenten HSV Gräfrath, der im Hinspiel in Solingen bezwungen werden konnte. Für das Rückspiel gibt es noch keinen Termin, da es eine Nachholbegegnung ist.

Was ist von den Frauenteams in der Ober- und Verbandsliga noch zu erwarten?

Da kommt auf die Bergischen Panther in der Oberliga noch ein ordentliches Programm zu. Sieben Spiele stehen aufgrund der vielen Ausfälle noch an. Die gilt es in den kommenden vier Wochen unter einen Hut zu bekommen. Nach sehr wechselhaften Auftritten scheint ansonsten der Abstand auf die Abstiegsplätze groß genug zu sein. Da sollte trotz der anstehenden Belastung nichts mehr anbrennen. Dann könnte es in der neuen Saison auch ein echtes Derby geben. Die Frauen der HSG Radevormwald/Herbeck wollen in den sechs noch ausstehenden Spielen ihren Platz an der Sonne verteidigen. Allerdings hat das Team von den Minuspunkten her nur zwei Zähler Vorsprung auf den ärgsten Konkurrenten Niederbergischer HC. Am vorletzten Spieltag treffen beide aufeinander. Derweil kam dem Wermelskirchener TV nicht ganz ungelegen, dass der Neusser HV sein Team zurückgezogen hat und als erster Absteiger feststeht. Dennoch muss man in den auch noch ausstehenden acht Partien den einen oder anderen Sieg holen, um endgültig sicher zu sein. Damit könnte man gleich an diesem Dienstag anfangen. Dann iszt der WTV um 20 Uhr beim SV Heißen im Nachholspiel zu Gast. Im Einsatz sind auch die Raderinnen. Die HSG empfängt um 20.15 Uhr (Halle Hermannstraße) den TV Ratingen.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, welche unbeantwortet geblieben sind? Oder Dinge, die eingeordnet werden müssen? Dem nehmen wir uns an. In der aktuellen Analyse beschäftigen wir uns mit den Handballern. Die müssen nach der Osterpause nun in den kommenden Wochen noch einmal richtig Vollgas geben.

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