Handball

Bei diesem Derby geht es immer hoch her

Einen emotionalen Trainer Marcel Mutz wird man an diesem Samstag auch beim Auftritt seines Teams in Burscheid erleben. Foto: Doro Siewert
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Einen emotionalen Trainer Marcel Mutz wird man an diesem Samstag auch beim Auftritt seines Teams in Burscheid erleben.
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Drittligist Bergische Panther gastiert am Samstagabend in Burscheid und trifft auf Leichlinger TV.

Von Peter Kuhlendahl

Der frühere Wermelskirchener Spieler und Trainer Lars Hepp hat auf der Bank der Leichlinger das sportliche Sagen.

Wenn die Panther auf die Piraten trafen, ging es in der Vergangenheit in den Hallen meist hoch her. Mittlerweile haben die Handballer aus Leichlingen den Zusatz „Pirates“ längst abgelegt, als sie sich aus finanzellen Gründen völlig neu orientieren und aufstellen mussten. Deshalb werden längst auch sportliche kleinere Brötchen gebacken. Und auch die personellen Querverweise beider Teams halten sich in Grenzen. Wenn man mal davon absieht, dass Panther-Manager Frank Lorenzet eine jahrzehntelange Vergangenheit in Leichlingen hat, während LTV-Trainer Lars Hepp auch seine Spuren als Spieler und Coach in Wermelskirchen hinterlassen hat.

Dies alles spielt für Marcel Mutz, den Trainer der Bergischen Panther, natürlich nur eine sehr untergeordnete Rolle. Er sieht das Derby in der 3. Liga, das in diesem Samstag um 19 Uhr in der Schulberg-Halle in Burscheid auf dem Programm steht, als ein Spiel wie jedes andere. „Wobei es natürlich für beide Mannschaften sehr richtungweisend ist“, erklärt Mutz.

„Das Spiel ist für beide Mannschaften richtungweisend.“

Marcel Mutz, Panther-Trainer

Richtungweisend deshalb, weil beide Kontrahenten natürlich ein großes Ziel haben: Sie wollen mindestes den sechsten Tabellenplatz erreichen, um nicht in die unwägbare Abstiegsrunde zu müssen. Die Panther stehen nach ihren starken Saisonstart aktuell noch über dem Strich. Allerdings haben sie zuletzt einige Federn gelassen und mussten sich auch beim letzten Auftritt im Derby in Opladen geschlagen geben.

Die Gründe, warum dies so war, liegen für Mutz auf der Hand: „Ohne Training keine Siege und keine Punkte.“ Damit spielt er auf die großen personellen Probleme an, die sein Team in der vergangenen Wochen immer wieder begleitet hatten. Bei einer Grippe- und Erkältungswelle hatte es – inklusive des Trainers – so gut wie jeden im Kader erwischt. In dieser Woche liegt beispielsweise noch Justus Ueberholz flach.

Da die Panther am vergangenen Wochenende durch die Verlegung der Partie gegen die HSG Schalksmühle/Halver spielfrei waren, hatte Mutz auch reagiert: „Ich habe den Jungs ein paar Tage freigegeben und ihnen mit auf den Weg gegeben, sich mal richtig auszukurieren.“

Aus diesem Grund hofft er nun auch, in Bestbesetzung – einzige der langzeitverletzte Jan Blum fehlt – in die Partie gehen zu können. Die findet übrigens zwar in Burscheid statt, ist aber doch ein Heimspiel für die Leichlinger. Deren Heimstätte ist im Sommer bei der Flutkatastrophe arg in Mitleidenschaft gezogen worden und steht weiter nicht zu Verfügung. Von einem verkappten Heimvorteil will der Panther-Coach indes nicht sprechen. „Natürlich bestreiten wir auch selbst einige Heimspiele dort. Aber für mich ist die Max-Siebold-Halle in Hilgen unsere Heimspielhalle.“

Derweil treten die Leichlinger mit der Bürde der 20:40-Pleite vom letzten Wochenende in Krefeld an. Allerdings verloren sie im Laufe der Partie gleich fünf Spieler durch Verletzungen. Darunter auch Spielmacher Valdas Novickis, der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des LTV ist. „Auf ihn müssen wir besonders achten“, sagt Mutz, der davon ausgeht, dass die Leichlinger am Samstag weitestgehend in Bestbesetzung auflaufen werden.

Nachholspiel

In der 3. Liga ruht am ersten November-Wochenende der Spielbetrieb. Wie in der 1. und 2. Liga sind die Länderspiele der Nationalmannschaften der Grund dafür. Somit kann am kommenden Freitag, 5. November, das Nachholspiel der Panther gegen die HSG Schalksmühle/Halver stattfinden. Die Partie beginnt um 20 Uhr in der Max-Siebold-Halle in Hilgen.

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