Handball

Basti Schön kämpft sich so ganz langsam zurück

Ob sich Basti Schön noch mal so ins Getümmel werfen will und wird? Erst einmal muss der HGR-Kreisläufer fit werden.
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Ob sich Basti Schön noch mal so ins Getümmel werfen will und wird? Erst einmal muss der HGR-Kreisläufer fit werden.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Der Kreisläufer der HGR blickt nach seinem „Totalschaden“ im Knie nach vorne.

Er war Kämpfer, ist Kämpfer, bleibt Kämpfer. Ein Basti Schön gibt nicht auf. Niemals. Gleichwohl: Die Verletzung, die sich der Kreisläufer der HG Remscheid Ende November zugezogen hat, ist ein erheblicher Schlag ins Kontor. Der 23-Jährige spricht von einem „Knie-Komplextrauma“. Kreuzband, die Bänder drumherum, die Menisken – alles ist kaputt. Das Pokalspiel des Handball-Regionalligisten in Ratingen wird nicht in seiner besten Erinnerung bleiben. Zwei Minuten vor dem Abpfiff wurde er bei einem Gegenstoß von den Beinen geholt. Der Rest? Siehe oben.

Es ist schwierig für ihn, das zu verarbeiten. Zumal die HGR zu dem Zeitpunkt mit sieben Toren im Hintertreffen war. Die Partie war längst entschieden. Sein Gegenspieler war später in der Kabine, hat sich nach seinem Befinden erkundigt. Auch tags drauf noch einmal telefonisch. „Da“, sagt Schön nun, „war ich noch unter Schock.“ Inzwischen hat er sich das Video mit der für ihn prägnanten Szene mehrfach angesehen. „Ich hatte auch eine harte Spielweise“, gibt er zu. „Aber was da abgelaufen ist, stimmt mich nicht positiv. Das musste nicht sein.“

Schön ist längst operiert. Nach einer Komplikation (Nachblutung) erfolgte sogar noch ein zweiter Eingriff. Bittere Tage für den angehenden Physiotherapeuten, der sich im zweiten Ausbildungsjahr befindet und derzeit „hüpfend“ die Akademie für Gesundheitsberufe besucht. Dabei bekommt er jegliche Unterstützung. Unter anderem von seinem Physio-Klassenkameraden Linus Mathes. Er ist HGR-Torhüter.

„Die Mannschaft ist top“. spricht Basti Schön ein großes Kompliment an das gesamte Team aus. Kreisläuferkollege Philip Rath hat ihn beispielsweise zur Operation nach Duisburg gebracht. Ja, das Schicksal Schöns (auch das andere Kreuzband war schon einmal gerissen) berührt alle. Gut dass, die Mutter Krankenschwester ist und die Tante Physiotherapeutin. Da ist er in besten Händen.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass in Kürze ein Umzug von Düsseldorf nach Hilden ansteht. „Dabei bin ich dann nur Zuschauer“, sagt er schulterzuckend. Und bezüglich seiner weiteren Ausbildung hofft Basti Schön auf einen Ausbildungsplatz in der Praxis von Timo Meier: „Das könnte ich dann direkt mit meiner Reha verbinden.“ Meier ist nicht nur Tausendsassa in Sachen bergischer Sport (derzeit Sportlicher Leiter der IGR), sondern auch Dozent. Schön sagt: „Ich möchte 2024 mein Examen machen.“ Für die Zeit danach hat er schon eine Festanstellung in Urdenbach fix.

Und der Handball? Steht derzeit hinten an. Weit sogar. Doch wie wir anfangs sagten: Er war, ist, bleibt Kämpfer.

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