Türchen 6

August im Dezember: Die Nummer 6 ist immer da

Erik August und seine Nummer 6. Beim VfB Marathon trägt er diese voller Stolz. Foto: EA
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Erik August und seine Nummer 6. Beim VfB Marathon trägt er diese voller Stolz.
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Nächstes Türchen im Rückennummer-Adventskalender des RGA-Sports mit dem Fußballer des VfB Marathon.

Von Fabian Herzog

O Captain, my Captain: Erik August vor dem Derby gegen Born bei der Seitenwahl.

Ein August im Dezember? In unserem Rückennummer-Adventskalender scheint nichts unmöglich. Die Monats-Verwirrung hat aber einen guten Grund – und der gehört beim VfB Marathon zu den verlässlichsten Größen. Erik August ist Kapitän des Fußball-Bezirksligisten, trägt seit Jahren die Nummer sechs und kann sich gar keine andere mehr vorstellen. „Die hatte ich im Seniorenbereich immer“, erzählt der 27-Jährige. „Und das ist doch wie mit dem Lieblingsverein. Den wechselt man nicht.“ Außerdem passe die 6 perfekt zu seinem Spiel, wie August findet: „Für mich steht die Nummer im Fußball für eine Mischung aus Kampf und Technik.“ Ein Beispiel hat der Lenneper mit einem Grinsen auch parat: „Xavi.“

Den Wert, den der frühere Weltklasse-Spieler und heutige Trainer des FC Barcelona für die spanische Fußball-Großmacht auf dem Spielfeld hatte, den hat auch August bei Marathon. Kategorie: unverzichtbar. „Er ist ein positiv Verrückter. Ein guter Mensch“, schwärmt sein Trainer Dominik Müller. Er weiß um die Qualitäten des Linksfuß auf und neben dem Platz. „Auf ihn ist immer Verlass. Den kannst du nachts um 3 anrufen und um Hilfe fragen“, sagt Müller, schränkt aber direkt auch ein: „Wenn er denn einen Führerschein hätte . . .“

Als gebürtiger Russe erfüllt er das Klischee

Dass dieser immer noch auf Augusts To-Do-Liste steht, liegt möglicherweise auch in seiner Herkunft begründet. Als gebürtiger Russe, der im sibierischen Omsk geboren wurde und mit zwei Jahren nach Deutschland kam, bringt er durchaus typische Eigenschaften mit. Trinkfest zum Beispiel. „Das Klischee passt“, sagt August lachend, der Russland zwar als „meine Heimat“ bezeichnet, aber auch sagt: „Ich bin mehr Deutscher als Russe.“

Vor allem ist Erik August auch ein gut ausgebildeter Fußballer. Über die Nachwuchsstationen BV 10, TS Struck, FC Remscheid und SG Hackenberg kam er in der A-Jugend zu Union Solingen, mit der er fast in die Jugend-Bundesliga aufgestiegen wäre. Für eine Saison ging´s dann noch zu den A-Junioren des VfB Hilden, wo er für die Vorbereitung auch bei der 1. Mannschaft mitmachte. Inklusive eines Testspiels gegen Fortuna Düsseldorf. „Ich habe eine Minute gegen Lumpi Lambertz gespielt“, erinnert sich August schmunzelnd.

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Statt beim Oberligisten weiter an der sportlichen Karriere zu arbeiten, entschloss sich der Lenneper, den Fokus auf den Job zu richten. So kam der Großhändler für Pferdefutter, der bei Axels Futterkarre arbeitet, zum VfB Marathon. „Wir sind wie eine große Familie“, genießt der 27-Jährige den Zusammenhalt in Reinshagen. Der ist ihm wichtig. Der macht für ihn viel aus. August, dessen knapp drei Jahre älterer Bruder Willi in der bergischen Handballszene Spuren hinterlassen hat, ist ein Familienmensch durch und durch. Aus seiner Jugendliebe Olga, mit der er in Lennep lebt, ist mittlerweile seine Verlobte geworden. Nächstes Jahr soll standesamtlich geheiratet, eine große Sause dann schnellstmöglich nachgeholt werden. Auch Kinder möchten die beiden irgendwann haben. „Aber erst einmal muss Olga als angehende Lehrerin ihr Referendariat fertig machen“, sagt der Schwager von Alex Kelm (SV 09/35).

Mindestens so lange will der nach Fabian Heinrich und Pierre Fragola dienstälteste Marathon-Spieler mit dem VfB weiter für Furore sorgen. „Ist doch geil, dass uns vor der Saison keiner etwas zugetraut hatte“, findet er und richtet ein „riesengroßes Lob“ an seinen Trainer: „Mülli hat alle zusammengehalten. Er brennt für den VfB.“ Allerdings stellt dieser ihn nicht auf seiner Wunschposition auf. „Auf der Sechs fühle ich mich am wohlsten“, sagt August. Es würde zur Rückennummer passen.

Serie

In unserem Rückennummer-Adventskalender stellen wir bis zum 24. Dezember jeden Tag eine Sportlerin oder einen Sportler vor, die/der die entsprechende Zahl auf dem Trikot trägt. Die Nummer 1 war Sebastian Weber von Fußball-Landesligist SV 09/35, die 2 Yusuf Kaya von Fußball-Bezirksligist Dabringhauser TV, die 3 Antonio Angelov von Fußball-Landesligist FC Remscheid und die 4 Jens Reinarz von Handball-Drittligist Bergische Panther. Heute geht´s mit Erik August weiter.

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