Handball

Auf solche Rekorde verzichtet man sehr gerne

Handballer Tobias Radermacher muss noch einige Wochen eine Armschiene tragen.
+
Handballer Tobias Radermacher muss noch einige Wochen eine Armschiene tragen.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
    schließen

Für Tobias Radermacher von der 2. Mannschaft der Bergischen Panther ist die Saison beendet.

Von Peter Kuhlendahl

Auf diesen Rekord hätte Tobias Radermacher gerne verzichtet. „Die Ärzte meinten, so eine Verletzung wäre typisch für 50- oder 60-Jährige. In meinem Alter sei das rekordverdächtig“, berichtet der 22-jährige Handballer der 2. Mannschaft der Bergischen Panther. Riss der Supraspinatussehne in der linken Schulter. So lautete die bittere Diagnose, die er vor einigen Wochen bekam. Bei der Operation am 16. Dezember mussten dann noch weitere Sehnen geflickt werden. Mit einer großen Schiene wird der Arm nun einige Wochen ruhiggestellt. Die aktuelle Meisterschaftsrunde ist für den Rückraumspieler damit natürlich beendet.

Allerdings nicht seine sportliche Karriere. „Ich hoffe, dass ich in der Vorbereitung auf die neue Saison dann wieder richtig einsteigen kann“, sagt Radermacher, der in den vergangenen Tagen aber auch die Frage gestellt bekam, ob er sich das aus beruflichen Gründen überhaupt leisten könne. „Daran habe ich aber keinen Gedanken verschwendet“, betont der Remscheider, der an der Uni in Wuppertal Mathematik und Sport auf Lehramt studiert und im Jahr 2024 seine Referendar-Zeit beginnen möchte.

Doch das ist Zukunftsmusik. Bleibt zunächst die Frage, wie es überhaupt zu einer solchen schweren Verletzung gekommen ist. „Ich bin im August bei einem Spiel auf die Schulter gefallen. In der Folge hatte ich mal mehr und mal weniger Schmerzen.“ Anfang Dezember ging schließlich nichts mehr.

Zukunftsmusik ist zudem auch, bei welchem Verein Radermacher seine Karriere fortsetzt. Oder doch nicht? Bevor er die Diagnose bekam, hatte er sich Gedanken über eine Veränderung gemacht. „Aber mit einer solchen Verletzung macht ein Vereinswechsel wenig Sinn“, gibt er ehrlich zu und kann sich vorstellen, dass es für ihn bei den Panthern weitergeht.

Los ging es bei ihm im Alter von zehn Jahren beim Lüttringhauser TV. Sehr bald wechselte er zur HG Remscheid. Mit 15 dann der nächste Schritt. Radermacher spielte als B-Jugendlicher beim Bergischen HC und zwei Jahre später mit der BHC-A-Jugend in der Bundesliga.

Am Ende seiner Nachwuchskarriere hatte es ihn auch bereits an der Schulter erwischt. „Am anderen Arm. Da war aber nur eine Sehne durch“, erzählt Radermacher, der dann zur 2. Mannschaft der Panther wechselte. Es gab zwar auch das Angebot eines höherklassigen Clubs. Radermacher: „Da hätte ich wahrscheinlich nur sehr viel auf der Bank gesessen. Ich wollte Spielpraxis sammeln.“ Im Hinterkopf hatte er damals wohl zudem die 1. Mannschaft der Panther. Zu zwei Einsätzen in der 3. Liga kam es dann auch.

Den nötigen Ehrgeiz braucht er außerdem in den kommenden Wochen. Er hat zwar bereits mit einer leichten Reha begonnen. Aber richtig los geht es, wenn er die große Armschiene los ist. „Und die ist übrigens auch rekordverdächtig“, sagt Tobias Radermacher mit einem Lachen.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sie möchte nur nicht Letzte werden
Sie möchte nur nicht Letzte werden
Sie möchte nur nicht Letzte werden
Keine Spur mehr vom November-Blues
Keine Spur mehr vom November-Blues
Keine Spur mehr vom November-Blues
Jan Delkeskamp glänzt als Organisator
Jan Delkeskamp glänzt als Organisator
Jan Delkeskamp glänzt als Organisator
Leichtathletik: Lara Christiansen
Leichtathletik: Lara Christiansen
Leichtathletik: Lara Christiansen

Kommentare