Wer erkennt wen?

Auch in Barcelona gibt es was zu feiern

Die A-Junioren mit Emre Circir (der Kopf ist eingekreist) waren einst ein bärenstarkes Team. Foto: RGA-Archiv
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Die A-Junioren mit Emre Circir (der Kopf ist eingekreist) waren einst ein bärenstarkes Team.
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Wer erkennt wen: Fußballer Emre Circir steht im Mittelpunkt der beliebten Serie.

Von Peter Kuhlendahl

Die SG Hackenberg und ihre exzellente Nachwuchsarbeit. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Verein, der in Lennep beheimatet ist, immer wieder starke Juniorenteams zutage gebracht. Und natürlich auch sehr oft prima Fußballer, die dann im Seniorenbereich in höherklassigen Teams für Furore gesorgt haben. Was übrigens die Hackenberger in all den Jahren mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu Kenntnis nehmen mussten.

Wie auch bei Emre Circir. Der stand in dieser Woche in unserer beliebten sporthistorischen Serie „Wer erkennt wen“ im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den A-Junioren der SGH vor mehr als zwölf Jahren.

In den letzten Jahren war Emre Circir (r.) für den FC Remscheid in der Landesliga aktiv.

Einer der ersten, der sich in dieser Woche gemeldet hatte, war Carlos Dantas. Der Abteilungsleiter des Fußball-Bezirksligisten SSV Bergisch Born betonte dabei genau das, was viele Nachwuchskicker der SGH betrifft. Hintergrund ist, dass Cicir in der neuen Saison für die Borner im Einsatz sein wird. „Emre ist ein ganz feiner Kerl. Wir bemühen uns schon seit vielen Jahren um ihn. Jetzt sind wir sehr glücklich, dass es geklappt hat. Er wird uns sportlich wie menschlich bereichern.“

Beim FCR hat es nicht mehr gepasst

Emre Circir war nach Abbruch der aktuellen Saison vom Landesligisten FC Remscheid nach Born gewechselt. „Da hat es schließlich nicht mehr gepasst“, wusste Gerardo Franciosi zu berichten. Bei seinem ehemaligen Jugendcoach, der damals zum SGH-Trainerstab gehörte und ebenfalls auf dem Mannschaftsfoto abgelichtet ist, holt sich Circir auch heute nicht nur in sportlichen Dingen Rat.

„Ich war damals so etwas wie der Ziehvater von Emre“, berichtete Franciosi, der durch seine Tätigkeit als Produktionsleiter bei der Firma Oerlikon Barmag ihn auch beruflich auf den richtigen Weg gebracht hatte. „Emre hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter gebildet und hat mittlerweile auch eine leitende Funktion inne“, erklärte Franciosi nicht ohne Stolz.

„Emre hat sich in den vergangenen Jahren auch beruflich immer weiter gebildet.“

Gerardo Franciosi

Mit einem großen Augenzwinkern denkt der damalige Jugendtrainer auch an die Zeit, als das Bild entstanden ist. „Das war damals bei einem internationalen Turnier in Spanien. Wir haben im Urlaubsort Lloret de Mar gewohnt.“ Und wer weiß, was im Küstenort an der Costa Brava los ist, kann sich vorstellen, dass die Jungs da nicht nur Fußball im Kopf hatten. „So mussten wir den einen oder anderen auch schon mal in den frühen Morgenstunden in den damaligen Discos einsammeln“, erzählte Franciosi.

Dies tat allerdings der sportlichen tollen Leistung des Teams keinen Abbruch. „Bei dem Nachwuchsturnier, das in Barcelona stattfand, hatten wir im Spiel um den dritten Platz ein belgisches Team aus Veldewezeit mit 2:1 bezwungen“, schrieb Michael Büddicker per E-Mail. Auch er gehörte damals zum Trainerstab und ist auf dem Bild.

Von der damaligen Mannschaft schwärmte er in den höchsten Tönen. „Das war eine wirklich tolle Truppe. Der Kern des Teams hat seit den C-Junioren zusammengespielt.“ Und bevor es damals zum Turnier nach Barcelona ging, hatte die SGH zuvor im Kreis Remscheid das Double geholt, sprich die Kreismeisterschaft und den Kreispokal.

In den jüngeren Jahrgängen überzeugte das Team auch außerhalb des Kreises. „Der absolute Höhepunkt war die Vizemeisterschaft mit den C-Junioren in der Niederrheinliga“, meinte der damalige Trainer Holger Braukmann, der Circir ansonsten in bester Erinnerung hat: „Er ist ein klasse Fußballer, ein feiner Junge, der uns viel Freude bereitet hatte.“

Da diese Truppe viele gemeinsame Fahrten zur Turnieren unternommen hat und sich dabei auch mit sehr namhafte Teams wie Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf oder Borussia Mönchengladbach messen konnte, war der Zusammenhalt groß. „Auch deshalb steht noch eine Idee im Raum: wir wollen die Truppe mal für das Pfingstturnier in Hackenberg zusammen bekommen“, meinte Büddicker, der dabei im Hinterkopf hat, dass im Rahmen des Turniers auch ein Jux- beziehungsweise Alt-Herren-Turnier stattfindet.

Im Niederrheinpokal ärgerte die SGH die Gladbacher

An ein ganz besonderes Spiel erinnerte sich zudem noch Franciosi: „Im Niederrheinpokal sind wir damals auf den Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach getroffen. Vor über 300 Zuschauern mussten wir uns mit 0:2 geschlagen geben.“ In den Reihen des Fohlen-Nachwuchses stand dabei übrigens ein gewisser Patrick Herrmann, der mittlerweile fast 300 Bundesligaspiele für die Borussia bestritten hat.

Bundesligaluft im Nachwuchsbereich hat auch Emre Circir mal geschnuppert. Zumindest ein Jahr. In der B-Jugend war er da bei Fortuna Düsseldorf. „Da fehlte ihm aber einfach die nötige Disziplin“, blickte Franciosi zurück, der dann seinen Ziehsohn bei der SGH nach dem Gastspiel in der Landeshauptstadt wieder aufnahm.

Auf dem historischen Foto sind dieses Akteure dabei: Trainer Holger Braukmann, Robin Gödde, Manuel Krauß, Ali Adanur, Emre Circir, Phillip Goldmeier, Daniel Uthmann, Duran Ilbasmis, Kevin Simon, Trainer Gerardo Franciosi und Trainer Michael Becker (h., v., l.); Trainer Michael Büddicker, Thomas Rösler, Daniel Steinweger, Niko Aust, Nico Tauschel, Felix Schulze und Tunahan Kazanci (v., v., l.).

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