Handball

Arbeitssiege können auch schön sein

HGR-Rückkehrer Sebastian Schön zeigte am Samstag eine starke Leistung.
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HGR-Rückkehrer Sebastian Schön zeigte am Samstag eine starke Leistung.
  • Peter Kuhlendahl
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Handball: Regionalligist HGR bezwingt Langenfeld – Panther II siegen in der Verbandsliga in Wülfrath.

Arbeitssiegen haftet normalerweise ein Makel an. Wenn sich aber ein Team am drittletzten Spieltag in einer Partie, in der es für sie um gar nichts mehr geht, so ins Zeug legt, wie die HG Remscheid, dann ist das aller Ehren wert. „Vor zwei Wochen hätten wir das Ding verloren“, betonte Tobias Geske, der Sportliche Leiter der HGR, nach dem 28:26 (14:16)-Erfolg über die SG Langenfeld am frühen Samstagabend. „Ich bin sehr zufrieden, wie sich das Team präsentiert hat“, erklärte Trainer Alexander Zapf.

Es war wie so oft in dieser Saison eine sportliche Berg- und Talfahrt der Remscheider. Nach einem guten Start und einer zwischenzeitlichen 5:3-Führung (10.) kam ab der 20. Minute reichlich Sand ins Angriffsgetriebe der HGR, und die Gäste gingen mit einer verdienten 16:14-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel glich die HGR zwar einige Male aus. Aber erst nach 46 Minuten gelang Phillip Rath zum ersten Mal wieder eine Führung (23:22). Was folgte, war die beste kämpferische Phase, in der auch Keeper Linus Mathes, der zwei Siebenmeter meisterte, überzeugte. Der Garant in der Deckung war derweil Sebastian Schön, der nach seinen schweren Knieverletzungen wieder zum Einsatz kam: „Es ist einfach geil, wieder auf der Platte zu stehen.“ Und er fügte mit einem breiten Grinsen hinzu: „Bei jedem Spiel, in dem ich dabei war, haben wir gewonnen.“

Im Angriff lieferte neben Felix Handschke auch Michael Heimansfeld ab, dessen sportliche Karriere sich dem Ende entgegen neigt. Allerdings bleibt der 32-Jährige den Remscheidern auf einer anderen Ebene erhalten. Er kümmert sich gemeinsam mit Geschäftsführer Tiberius Jeck um den Sponsorenbereich. „Aus beruflichen Gründen kann ich den sportlichen Aufwand einfach nicht mehr betreiben“, sagte Heimansfeld, der nach 57 Minuten auf 26:24 erhöhte. Und als Handschke eine Minute später zum 27:24 traf, war die Partie entschieden. Tore: Handschke (7), Heimansfeld (5), Jansen (4/3), P. Hinkelmann, Schön, Hermann (je 3), Rath (2), F. Hinkelmann (1).

Verbandsliga: Das Hintertürchen bleibt einen Spalt geöffnet

Für die 2. Mannschaft der Bergischen Panther ist das Hintertürchen zum Aufstieg hingegen weiter einen Spalt offen. In der Verbandsliga landete sie am Samstagabend einen 32:27 (18:13)-Sieg beim TB Wülfrath und hat weiter die theoretische Chance auf den ersten oder den zweiten Platz. Ob es nun ein Pflichtsieg war oder nicht, war Panther-II-Trainer Erwin Reinacher egal. „Wichtig war, dass wir gewonnen haben. Auch wenn wir uns in der zweiten Halbzeit das Leben wieder selbst unnötig schwer gemacht haben.“ Der Auswärtssieg geriet aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Für Verwunderung sorgte indes die Nachricht, dass Spitzenreiter TuS Lintorf am Samstag zum zweiten Mal in dieser Spielzeit kampflos zum Sieg kam. Die 2. Mannschaft der SG Langenfeld trat nicht an. „Zu den Umständen kann ich mich natürlich nicht äußern. Aber schön ist das nicht“, erklärte Erwin Reinacher. Tore: Napiwotzki, Schlösser (je 7), Funccius (7/2), Alof (4), Radermacher (3), Baier (3/1), Schneider (1).

Nachholspiel

Auch für das noch ausstehende Nachholspiel in der Regionalliga gibt es nun einen Termin. Die HGR trifft am nächsten Montag (19.45 Uhr) auf Rheinhausen.

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