Röntgenlauf

Nun hat er Appetit auf Burger

Sprung ins Ziel: Jan Kaschura kennt sich mit Siegen in Remscheid schon bestens aus. Fotos: Holger Battefeld
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Sprung ins Ziel: Jan Kaschura kennt sich mit Siegen in Remscheid schon bestens aus.
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Marathon: Jan Kaschura und Inge Raabe gewinnen über 42,195 km.

Von Andreas Dach

Jan Kaschura über alles: Der dreimalige Gewinner des Röntgenlauf-Ultras dominierte diesmal auch die Marathon-Distanz, gewann in der herausragenden Zeit von 2:43:10 Stunden. Was war das wieder für eine Gala des Spitzenläufers, der einen engen Bezug zum Bergischen Land hat. Seine Ehefrau Stella, die frierend im Zielbereich auf ihren Liebsten wartete („Bei nur drei Grad habe ich mich nicht für die richtige Jacke entschieden“), stammt aus Solingen.

Lange musste sie nicht ausharren. Kaschura blieb deutlich unter den von ihm angepeilten 2:50 Stunden. Fast entspannt wirkte es, wie er im Zielbereich Rede und Antwort stand, als er von den Moderatoren Andreas Menz und Bernd Hamer zu seinen weiteren Plänen befragt wurde. „Jetzt werde ich erst einmal einen Monat komplett regenerieren“, erklärte der Gewinner. Im nächsten Jahr könnte es wieder der Ultra beim Röntgenlauf sein („Dann in einer Zeit unter 4:20 Stunden“), 2020 reizt ihn der 100-Kilometer-Lauf. Zunächst aber dachte er an das Naheliegende. Traditionell fährt Ehepaar Kaschura auf dem Heimweg eine Autobahnraststätte an. Der sympathische Athlet: „Dort gibt es leckere Burger.“ Auch Klassesportler dürfen sündigen. . .

Arnd Bader hat sogar noch einen Blick für die Natur

Mit Silber beendete Arnd Bader (RSV, 3:11:56 Std.) den Lauf. „Es war ein super Rennen“, sagte der Lokalmatador. „Diesmal bin ich nicht eingegangen.“ Diesbezüglich hat er in der Vergangenheit schon andere Erfahrungen gemacht. Erst bei Kilometer 37 hatte er sich auf den zweiten Rang vorgeschoben und sogar noch die Zeit gehabt, sich die Natur anzuschauen: „In der Wuppertalsperre ist ja kaum noch Wasser.“ Dritter wurde Torsten Schneider (Bonn, 3:13:39), der die Strecke lobte: „Für einen Landschaftslauf sind da enorm viele Verpflegungsstationen.“

Kommt eine Raabe geflogen: Inge Raabe (TuRa Süd) holte sich beim Marathon den Heimsieg.

Bei den Frauen krönte Inge Raabe (TuRa Süd, 3:46:45) ihre großartige Laufkarriere zum x-ten Mal mit einem Sieg. Sie wollte eigentlich den Ultra angehen, hatte sich dann wegen langwieriger Rückenprobleme in den vergangenen zwei Jahren aber für die „kürzere“ Distanz entschieden. Das zahlte sich aus. Möglich, dass sie in zwei Jahren den Hunderter in Angriff nimmt.

Platz zwei ging an Andrea Höffken (4:04:14). Die dreifache Mutter und Krankenschwester aus Wipperfürth: „Der letzte Teil des Marathons hat es in sich.“ Die drittplatzierte Kasia Lange aus Radevormwald (4:09:48) dankte ihrem Tempomacher Gordon Uebing aus Frankfurt: „In meinem ersten Marathon überhaupt gleich Dritte – das ist ein Traum.“

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