Die Woche im Sport

Anspruch und Wirklichkeit passen nicht zusammen

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Sowohl Marco Menge vom Dabringhauser TV als auch Sascha Odina vom SSV Bergisch Born traten von ihren Posten als Fußball-Trainer zurück. RGA-Sportredakteur Peter Kuhlendahl ist sich sicher, da kommt noch mehr.

Remscheid. Etwas flapsig ausgedrückt fallen im Herbst nicht nur die Blätter von den Bäumen, sondern fliegen auch die Fußball-Trainer von ihren Stühlen. Ein Drittel der Spielzeit ist zu diesem Zeitpunkt in der Regel absolviert, und das eine oder andere Saisonziel hat sich oft schon in Schall und Rauch aufgelöst. Mit Veränderungen hoffen die Clubs dann, zu retten, was zu retten ist.

Aus diesen Gründen geht die Initiative meist von den Vereinen aus, die sich dann im besten Einvernehmen von ihren Übungsleitern trennen. In der aktuellen Meisterschaftsrunde in der Bezirksliga haben allerdings in den vergangenen Tagen zwei Trainer das Handtuch geworfen: Marco Menge beim Dabringhauser TV und Sascha Odina beim SSV Bergisch Born.

Bei beiden war es keine Kurzschlussreaktion, sondern kam nach einer reiflichen Überlegung. Da sowohl Menge als auch gerade Odina ihren nun Ex-Vereinen sehr eng verbunden waren, fiel ihnen die Entscheidung sehr schwer. Aber von der zum Teil mangelnden Einstellung ihrer Schützlinge hatten sie einfach die Nase voll. Ein Eindruck, den man auch bei anderen Trainern oft gewinnen kann. Zu oft stoßen eben völlig unterschiedliche Sichtweisen aufeinander. Anspruch und Wirklichkeit passen bei einigen Kickern da oft nur bedingt zusammen.

Und die Vereine? Die Verantwortlichen schließen scheinbar gerne die Augen und wissen, dass sie eben nicht große Teile eines Teams vor die Türe setzen können. Und fallen dann aus allen Wolken, wenn – wie in Bergisch Born – am Sonntagnachmittag beim Telefonat mit der RGA-Sportredaktion ihr oberster Übungsleiter das Handtuch wirft. Zudem mussten sie sich erst einmal sammeln, um dann zwei Tage später über die sozialen Medien zu reagieren. Mit den üblichen Floskeln. Mit Dank an den scheidenden Coach und der Einschätzung, dass die Nachfolger genau ins Konzept passen. Na dann. In den nächsten Wochen stehen mit Sicherheit weitere Herbststürme ins Haus.

TOP Mit der richtigen Einstellung lässt sich gerade im Sport unglaublich viel bewegen. Die HGR zeigte das eindrucksvoll in der Handball-Regionalliga.

FLOP Handballer und Fußballer in Hückeswagen. Sowohl die Akteure des ATV als auch die des RSV warten in der Landesliga beziehungsweise in der Kreisliga B auf die ersten Siege.

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