Handball

Am Ende fehlt einfach der nötige Biss

David Bleckmann erzielte sechs Treffer für die Panther – zum Sieg reichte es nicht.
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David Bleckmann erzielte sechs Treffer für die Panther – zum Sieg reichte es nicht.
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In der 3. Liga und der Verbandsliga unterliegen die Bergischen Panther zum Start.

Von Peter Kuhlendahl

3. Liga: Bergische Panther – TuS Opladen 25:29 (11:13). Ein Sieg zum Saisonstart. Und dann auch noch im Derby. Die Opladener konnten mit ihren rund 150 Fans unter den insgesamt 450 Zuschauern in der Max-Siebold-Halle in Hilgen am frühen Sonntagabend so richtig abfeiern. Derweil mussten die unterlegenen Panther erst einmal durchschnaufen. „Es war eine Reihe von Kleinigkeiten, die die Partie entschieden hat“, erklärte Trainer Marcel Mutz.

Das Hauptproblem war allerdings die personelle Situation. Und als dann auch noch Simon Schlösser in der 54. Minute nach einer Abwehraktion die rote Karte sah, war die Messe gelesen. Eine Minute zuvor hatte David Bleckmann zum 23:24 verkürzt. Die Halle tobte. Doch in der Aktion, die zum 25:23 für Opladen führte, leistete sich Schlösser das Foul. Zu seiner Ehrenrettung sei allerdings gesagt, dass er in der 44. Minute übel von Maurice Meuer von den Beinen geholt wurde, der dafür auch auf die Tribüne musste.

Bis fünf Minuten vor dem Ende war die Partie aber völlig offen. Nach einer zum Teil eher durchwachsenen Vorstellung vor der Pause retteten sich die Panther mit einem relativ knappen Rückstand in die Halbzeit. 13:9 führten die Gäste nach 28 Minuten. Doch dann meisterte Panther-Keeper Robin Eigenbrod einen Siebenmeter, und Bjarne Steinhaus sowie Justus Ueberholz kamen zu Treffern. „Wir haben aber insgesamt zu viele Chancen vergeben“, kritisierte Mutz.

Besser lief es dann zunächst nach dem Seitenwechsel. Bleckmann glich nach 37 Minuten aus, Timo Blum sorgte drei Minuten später gar für die 17:16-Führung. In der Folge ging es hin und her. „Aber wir hatten das Momentum dann einfach nicht auf unserer Seite“, meinte Eigenbrod. Und Opladens Coach Fabrice Voigt ergänzte: „Als wir plötzlich in Rückstand lagen, hätte das Spiel komplett kippen können. Aber dann haben meine Jungs das prima gemacht.“

Dazu schwanden bei den Gastgebern, die kaum Wechselmöglichkeiten hatten, mehr und mehr die Kräfte. Wie bei Simon Wolter, der erst vor zwei Wochen ins Training eingestiegen ist und ab der 15. Minute fast durchspielen musste. „Das habe ich schon gemerkt“, sagte der Halbrechte. Eine Kleinigkeit mehr, die am Ende dafür sorgte, dass die Gäste aus Opladen ausgelassen feiern konnten.

Verbandsliga: Bergische Panther II – interaktiv.Handball II 34:35 (15:19). Sie ackerten und kämpften. Nur die Belohnung blieb am Ende aus. „Was soll man sagen, wenn man mit einem Tor verliert?“, lautete der erste Kommentar von Panther-II-Coach Erwin Reinacher. Allerdings ging er dann doch schnell in die Analyse: „Wir haben uns immer dann, wenn wir dran waren, viele einfache Fehler geleistet.“

Diese nutzten die Gäste, in deren Reihen starke Nachwuchskräfte standen, oft aus. Als die Ratinger sich nach 38 Minuten deutlich auf 25:18 abgesetzt hatten, schien die Partie gelaufen. „Bei einem solchen Zwischenstand kannst du leicht die Ohren richtig abgeschossen bekommen“, stellte der Coach heraus, der dann beeindruckt war, dass seine Schützlinge nicht aufsteckten. Als Enrico Kress in der 55. Minute zum 30:32 traf, ging es in die spannende Schlussphase. „Unter dem Strich waren wir aber nicht clever genug“, kritisierte Reinacher, der gleich aber auch noch lobende Worte fand: „Aus kämpferischer Sicht war es die bisher beste Leistung des Teams unter meiner Regie.“

Tore

Panther I: Ueberholz (7), Bleckmann (6), T. Blum (3), Schlösser (3/1), Wolter (2), Görgen (2/2), Steinhaus, Padeken (je 1).

Panther II: Funccius (8/6), Kress (7), Rademacher (6), Baier (4), Alof (3), Schmitz, Schneider (je 2), Kotthaus, Merten (je 1).

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