Judo

Am Ende des Tages soll der Aufstieg stehen

Obenauf, wie in diesem Fall Christos Pintsis, möchte das Judoteam des Remscheider TV auch nach dem letzten Kampftag am Samstag sein. Foto: Jürgen Steinfeld
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Obenauf, wie in diesem Fall Christos Pintsis, möchte das Judoteam des Remscheider TV auch nach dem letzten Kampftag am Samstag sein.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Analyse: Das müssen Sie zum letzten Kampftag des RTV-Judoteams in der 2. Bundesliga am Samstag wissen.

Der große Tag naht. Am kommenden Samstag kann das Judoteam des RTV in Remscheid Sportgeschichte schreiben. Oder besser: will Sportgeschichte schreiben. Ab 16 Uhr fällt in der Sporthalle Neuenkamp die Entscheidung über den Aufstieg in die Bundesliga. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Welche Teams treffen überhaupt aufeinander?

Mit dem RTV-Judoteam, dem TSV Bayer 04 Leverkusen und dem JC Koriouchi Gelsenkirchen kommt das Spitzentrio der Liga zusammen. Pikanter könnte die Ausgangsposition nicht sein. Wer sich durchsetzt, feiert sowohl die Meisterschaft wie auch den Aufstieg in die Bundesliga.

Wem werden die besten Chancen zugerechnet?

Der RTV darf sich wegen des Heimvorteils glücklich schätzen und könnte von Hunderten von Zuschauern, die erwartet werden, durch den Kampftag „getragen“ werden. Zudem ist man als Spitzenreiter noch frei von Verlustpunkten. Letzteres gilt allerdings auch für das Team vom Rhein, das mit absoluten deutschen Spitzenkämpfern nach Neuenkamp kommt. Wie Anthony Zingg und Vincent Wieneke, dem Sohn des 84er-Olympiasiegers Frank Wieneke. Das wird schon eine ganz hohe Hürde für den Gastgeber. Wobei auch der Gegner aus dem Ruhrpott eine große Qualität hat und den Aufstieg bei bislang drei Siegen und einer Niederlage noch selbst in der Hand hat. In Presseberichten in Gelsenkirchen ist vom „lebenden Erstligatraum die Rede, den man sich erfüllen möchte“.

Wie ist die Stimmungslage beim Remscheider TV?

Gut. Ach was: sehr gut. Man weiß um die eigenen Qualitäten, weshalb forsche und selbstbewusste Töne aus dem Mund von Manager Cedric Pick nicht übertrieben klingen: „Wir wollen ein Feuerwerk abbrennen.“ Man wisse um die Stärken des Teams, habe bislang eine überragende Saison gekämpft und extrem viel Qualität in einem breit aufgestellten Kader. Unter anderem wird sich Johannes Frey, Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Tokio, erstmals dem eigenen Publikum auf der Matte präsentieren.

Welchen Rahmen will man den Judosportfreunden bieten, die zum Anfeuern in die Halle kommen?

Einen sehr angemessenen. Reportlegende Alexander von der Groeben, selbst früher ein Weltklassejudoka mit späterer Schauspielkarriere, wird das Spektakel moderieren und auch für mögliche Laien verständlich kommentieren. Zudem hat Edelfan Thorsten Legat sein Erscheinen angekündigt. Der ehemalige Dschungelcamper, Profi-Fußballer und FCR-Trainer („Reeemscheid“) war schon häufiger bei Auftritten des RTV-Judoteams zum Daumendrücken in der Halle.

Warum nehmen viele beim Blick aufs RTV-Judoteam den Begriff märchenhaft in den Mund?

Nun, das Team ist erst im Jahr 2012 gegründet worden. Würde am Samstag der Sprung nach oben gelingen, wäre das gleichbedeutend mit dem siebten Aufstieg. Märchenhaft? Märchenhaft! Zudem gäbe es nach über 30 Jahren zum ersten Mal wieder einen bergischen Judo-Erstligisten.

Was muss man tun, um bei dem Spektakel dabei sein zu können?

Am besten sichert man sich Tickets im Vorverkauf. Das ist ab sofort in der Geschäftsstelle des Remscheider TV in der Theodor-Körner-Straße 6 möglich. Auch die Tageskasse in der Sporthalle Neuenkamp wird am Samstag geöffnet sein. Ganz wichtig: Es gilt die 3G-Regel. Darauf wird man beim Einlass akribisch genau achten.

Gut zu wissen

Der Judosport hat in Remscheid viel Tradition. Unvergessen die Zeiten der Temmings und Mählers, mit denen es vor drei Jahrzehnten als BSC bis hoch in die Bundesliga ging. Damals war die Halle Neuenkamp bei den Heimkämpfen rappelvoll. Daran will man nun beim RTV anknüpfen.

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