Türchen 3

Adventskalender: Aller zuverlässigen Dinge sind drei

Michelle Röhrig mit der Nummer 3 im Trikot der HSG Rade/Herbeck. Das Bild hat sie vor einiger Zeit selbst gemacht – vor einem Testspiel gegen die Bundesliga-Mannschaft von Bayer Leverkusen.
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Michelle Röhrig mit der Nummer 3 im Trikot der HSG Rade/Herbeck. Das Bild hat sie vor einiger Zeit selbst gemacht – vor einem Testspiel gegen die Bundesliga-Mannschaft von Bayer Leverkusen.
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Nächstes Türchen unseres Trikotnummer-Adventskalenders: mit Handballerin Michelle Röhrig.

Von Andreas Dach

Eigentlich dürfte sie gar nicht mehr Handball spielen. Zumindest dann nicht, wenn sie den Rat ihrer Ärztin befolgt hätte. Diese hatte gemeint, Michelle Röhrig solle sich doch etwas anderes suchen. Vor elf Jahren war das. Nach dem zweiten Kreuzbandriss innerhalb eines Jahres, den sich die Spielerin des Oberligisten HSG Radevormwald/Herbeck zugezogen hatte.

Damals – 2010/2011 – war sie im Dress des TB Wülfrath unterwegs gewesen. Die beiden schweren Knieverletzungen hatten ihr die Möglichkeit genommen, in der 3. Liga zu spielen. Das hat wehgetan. Aber der Steuerfachangestellten, die in einer größeren Kanzlei in Leverkusen tätig ist, nicht die Freude am Handballsport genommen.

Sie hat gekämpft. Gegen das Pech. Für ihre große Leidenschaft. Und hat sich selbst belohnt. Noch heute, gut zwei Wochen, bevor Michelle Röhrig ihren 31. Geburtstag feiert, spielt sie Handball. Und ist bei der im Abstiegskampf befindlichen HSG Radevormwald/Herbeck mit ihrer Erfahrung wichtiger denn je. „Wir haben einen guten Zusammenhalt und sind positiver Dinge“, sagt die in Lüttringhausen wohnende Röhrig. „Wir können es noch schaffen und glauben, dass es funktioniert.“

Dabei will die mit der Trikotnummer 3 auflaufende Spielerin mithelfen. Ihre Vielseitigkeit ist dabei Fluch und Segen zugleich. Am liebsten spielt sie auf Linksaußen. Eingesetzt wird sie dort eher selten. Beim neuen Trainer Michael Bartsch, den sie aus früheren HSG-Zeiten noch kennt und schätzt, ist „häufiger die Mitte“ für sie reserviert. Bei Marcello Halbach, mit dem es überhaupt erst in die Oberliga hochgegangen war, und auch bei den Bergischen Panthern, wo sie eine Zeit lang gespielt hat, sah man Michelle Röhrig am liebsten am Kreis.

Türchen 3

Wissend, dass sie überall ihren Job zuverlässig verrichtet. Sie sagt: „Der sportliche Ehrgeiz war und ist immer sehr groß.“ Schon im zarten Alter von fünf Jahren war sie dem Handball erstmals hinterhergejagt. Damals bei den Minis des TSV 1887 Wuppertal. „Wir wohnten zu der Zeit in Ronsdorf“, erinnert sie sich. „Da bot sich das an.“ Es folgten die Stationen in Rade, Wülfrath, wieder in der Bergstadt, bei den Bergischen Panthern und noch ein drittes Mal in Radevormwald. „Zur HSG zieht es mich immer wieder“, sagt sie lächelnd.

Und was hat es mit der Trikotnummer 3 auf sich? Ein Zufallsprodukt oder ihr unbedingter Wille? „Die 3 war immer meine liebste Nummer“, berichtet sie. „Das war schon in der Jugend so, wo sie mir zugeteilt wurde.“ Nach Vereinswechseln war diese aber oft schon besetzt. In Wülfrath hat Michelle Röhrig mit der 41 gespielt, bei den Panthern mit der 15 und früher bei der HSG Radevormwald/Herbeck mit der 13. Jetzt hat sie wieder die 3 und mag sie nicht mehr hergeben. Es ist ja auch das dritte Mal, dass sie in Rade spielt . . .

Röhrig hat neben dem Handball auch weitere Sportarten ausprobiert. Als Kleinkind Ballett, später Leichtathletik, Schwimmen und auch etwas Fußball. Letzteres hauptsächlich in der Schulmannschaft. Hängengeblieben ist sie in der Praxis beim Handball, in der Theorie beim Fußball. Als eingefleischte Anhängerin des FC Bayern München („Ich bin Vereinsmitglied“) versucht sie, so viele Spiele wie möglich live zu sehen: „Vor allem, wenn die Bayern im Westen antreten.“ Ihr Bruder Dennis hat sie quasi zum Bayern-Fan gemacht. Michelle Röhrig erklärt: „Er hat selbst Fußball gespielt, unter anderem in der A-Jugend-Bundesliga beim Wuppertaler SV.“ Damals gehörte ein gewisser Sebastian Deisler zu den Gegenspielern. Sie gibt zu: „Ich schwärme schon für Bayern, so lange ich denken kann.“

Nicht ihre einzige Schwärmerei. Michelle Röhrig begeistert sich auf für Elefanten, seitdem sie mal ein Stofftier geschenkt bekommen hat. Mittlerweile hat die Single-Frau schon eine kleine Elefanten-Sammlung in zweistelliger Größe. Allerdings aus Porzellan.

Serie

Bis Heiligabend stellen wir in unserem Adventskalender Sportlerinnen und Sportler vor, die die entsprechende Nummer auf dem Rücken tragen. Am Montag geht´s weiter. Dann mit einem Fußballer des Bezirksligisten SSV Bergisch Born.

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