Türchen 3

Adventskalender: Antonio Angelov glaubt an sich

So kennt man ihn: Gut gelaunt ist Antonio Angelov meistens. Außer er verliert mit dem FCR. Foto: Michael Sieber
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So kennt man ihn: Gut gelaunt ist Antonio Angelov meistens. Außer er verliert mit dem FCR.
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Türchen Nummer drei im Adventskalender des RGA-Sports mit dem Verteidiger des Fußball-Landesligisten

Von Fabian Herzog

Wer ihn spielen sieht, bei dem machen sich automatisch Zweifel breit. Nicht etwa an der fußballerischen Qualität von Antonio Angelov, sondern viel mehr an der Richtigkeit seines Alters. Der Innenverteidiger des FC Remscheid ist aber tatsächlich erst 21, verrichtet seine Aufgabe in der Defensive des Fußball-Landesligisten aber höchst abgezockt und routiniert.

Türchen 3

Und das nicht etwa erst seit dieser Spielzeit, sondern bereits in seiner dritten Saison beim FCR. Womit wir auch bei seiner Rückennummer sind. „Die 3 bedeutet mir viel“, sagt der gebürtige Bulgare, der erst vor vier Jahren nach Deutschland gekommen ist. „Ich bin ein gläubiger Mensch“, erzählt der im März geborene Angelov in perfektem Deutsch und begründet die Nummern-Wahl darüber hinaus mit einem Lächeln: „Aller guten Dinge sind doch drei.“

Mit Blick auf seine Leistungen könnte es auch heißen: Die Nummer drei des FC Remscheid ist gut. Sehr gut sogar. Von Tag eins an erwies sich Angelov als zuverlässige Größe des Landesligisten, benötigte gar keine Anlaufzeit und stellte seine gute fußballerische Ausbildung unter Beweis. Aufgewachsen in Assenowgrad, einer 60 000-Einwohnerstadt südlich von Plowdiw, kam er über Lokomotive und Botew Plowdiw zu Ludogorez Rasgrad. Beim führenden Club Bulgariens, der die vergangenen zehn Meisterschaften gewinnen und sich mehrfach für die Champions-League-Gruppenphase qualifizieren konnte, entwickelte er sich so gut, dass er U17-Nationalspieler wurde. Angelov durfte sich in mehreren Länderspielen beweisen, sogar in der EM-Quali und sammelte unvergessliche Erfahrungen.

In Deutschland landete der Abwehrmann zunächst beim VfL Bochum. Genauer gesagt in der damals von Dimitrios Grammozis, heutiger Coach des Zweitligisten Schalke 04, trainierten U17. „Aber es gab Probleme mit meiner Spielberechtigung und den Unterlagen aus Bulgarien“, erzählt Angelov. So blieb er dort ohne Einsatz und wechselte für sein letztes A-Jugend-Jahr in seine neue Heimatstadt, wo er mit Vater und Mutter in Barmen lebt, zum Wuppertaler SV. Unter Trainer Pascal Bieler stieg er in die Jugend-Bundesliga auf und konnte sich vor Anfragen aus der Oberliga kaum retten. Dass er sich dennoch für den FCR entschied, hatte einen Grund: „Das Interesse der Verantwortlichen und die Gespräche haben mich überzeugt.“

Ambitionen des Chelsea-Fans gehen weit über die Landesliga hinaus

Bereut hat er diese Entscheidung in keinem Moment. Obwohl die Ambitionen des Chelsea-Fans, der sich von Thiago Silva oder auch Antonio Rüdiger gerne etwas abschaut, weit über die Landesliga hinausgehen. „Letztes Jahr hatten wir eine gute Chance aufzusteigen“, blickt er auf die abgebrochene Spielzeit zurück. Und in dieser? Angelov gibt sich diplomatisch: „Wir wollen uns als Mannschaft entwickeln und von Spiel zu Spiel schauen.“

Für den 21-Jährigen gilt es dabei, eine schlauchende Doppelbelastung zu meistern. Denn aktuell arbeitet er bei UPS in Wuppertal und hat täglich von 4 bis 8.30 Uhr Dienst. Jede Woche. „Das ist schon sehr hart“, gibt Angelov zu. „Ich muss um 3 Uhr aufstehen.“ Womit wir wieder bei der Rückennummer wären. . .

Serie

In unserem Rückennummer-Adventskalender stellen wir bis zum 24. Dezember jeden Tag eine Sportlerin oder einen Sportler vor, die/der die entsprechende Zahl auf dem Trikot trägt. Die Nummer 1 war Sebastian Weber von Fußball-Landesligist SV 09/35, die 2 Yusuf Kaya von Fußball-Bezirksligist Dabringhauser TV – und heute geht´s mit Antonio Angelov weiter.

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