Fußball

Alle sollen sich im Eifgen wohlfühlen

Der Wuppertaler SV hat eine sehr treue Fangemeinde, die den Verein auch bei Auswärtsspielen gerne unterstützt.
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Der Wuppertaler SV hat eine sehr treue Fangemeinde, die den Verein auch bei Auswärtsspielen gerne unterstützt.
  • Andreas Dach
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Analyse: So bereitet der SV 09/35 Wermelskirchen das Niederrheinpokalspiel gegen den WSV vor.

Von Andreas Dach

Ein attraktiveres Los war nicht im Topf gewesen. Mit dem Wuppertaler SV als Gegner in der ersten Runde des Fußball-Niederrheinpokals haben sich die Träume des SV 09/35 Wermelskirchen erfüllt. Der Regionalligist macht seine Aufwartung im Dönges-Eifgen-Stadion. Dass in der Heimstätte des Landesligisten gespielt werden kann, ist nicht selbstverständlich. Wir sagen, wie viel Arbeit der SV 09/35 in die Vorbereitung steckt.

Wann findet die Begegnung statt, welche die bergische Fußball-Region elektrisiert?

Die beiden Vereine haben sich auf Dienstag, 23. August, geeinigt. Anpfiff soll dann um 20 Uhr sein.

Warum hat es überhaupt in Frage gestanden, dass die Begegnung im Eifgen stattfinden wird?

Die Sicherheitsmaßnahmen, die es zu erfüllen gilt, sind immens. Keinesfalls zufällig hat der Wuppertaler SV in den vergangenen Spielzeiten mehr als einmal Niederrheinpokalspiele gegen kleinere Gegner im Zoo-Stadion ausgetragen. In diesem Fall aber wird der SV 09/35 alles dafür tun, dass die Zuschauer ein Fußballfest in Wermelskirchen erleben können. Der 1. Vorsitzende Karl-Heinz-Fleischer sagt: „Wir wollen zeigen, dass wir in der Lage sind, ein solches Spiel auszutragen.“

Vor zwei Jahren hatte der SV 09/35 schon einmal Losglück. Damals war Rot-Weiss Essen im Niederrheinpokal zu Gast. Vom gewaltigen Fanaufkommen her vergleichbar mit dem WSV. Warum stand die Austragung damals nicht in Frage?

Man muss in diesem Falle ausnahmsweise mal sagen: Corona sei Dank. Durch die Pandemie durften seinerzeit nur 300 Zuschauer die Eingangstore des Dönges-Eifgen-Stadions passieren. Das ließ sich locker und leicht händeln. Diesmal gibt es keine Grenze nach oben.

Von wie vielen Zuschauern kann man am 23. August ausgehen?

Die Frage lässt sich schwierig seriös beantworten. Fakt ist, dass die Ferien vorbei sind. Auch wenn der Saisonauftakt des WSV in der Regionalliga mit der Heimniederlage gegen Ahlen nicht den Wünschen entsprach, hat er eine sehr treue Fangemeinde, die sich gerade zu Auswärtsspielen gerne auf den Weg macht. Und wenn es dann noch so angenehm nah ist wie nach Wermelskirchen . . . Ein Faktor dürfte sicherlich auch noch das Wetter sein. 600 bis 700 Zuschauer sollten es werden können, im Idealfall könnte vielleicht sogar an der Vierstelligkeit gekratzt werden.

Seit wann ist definitiv klar, dass die Partie in Wermelskirchen stattfinden kann und nicht getauscht wird?

Letztlich seit dem Samstag. Erst hatte der Verein Mitte der Woche bei einer Besprechung mit der Polizei nach der Präsentation seiner Vorhaben Einigung erzielt und das Okay bekommen. Dann schließlich hockten sich die Verantwortlichen des SV 09/35 am Wochenende zusammen, um maßgebliche Dinge einzutüten.

Was ist im Hinblick auf die Partie wichtig zu wissen?

Der sogenannte „Käfig“, der vor knapp 25 Jahren für riesige Kontroversen gesorgt hat, wird nicht reaktiviert. Damals ging es darum, für eine Partie gegen den MSV Duisburg in der Oberliga zu planen. Dessen gefürchtete Fans sollten hinter dem Tor in der Nordkurve in einem sogenannten Käfig untergebracht werden. Das sorgte für riesige Diskussionen, an welcher sich Verein, Stadt und Verbände beteiligten. Manch einer sprach sogar von einem „Affenkäfig“. Die jetzigen Verantwortlichen fanden nach langen Diskussionen eine Einigung, diesen Bereich des Stadions nicht mit Leben zu erfüllen.

Wie will man die möglicherweise vielen Zuschauer stattdessen unterbringen? Beziehungsweise: Wo?

Man wird die ungenutzte Fläche zwischen Eingangsbereich und Tribüne instand setzen, indem Gestrüpp, Blüten und Erde entfernt werden. Darunter befinden sich Betonsteine aus früheren Zeiten. „Wir müssen schauen, in welchem Zustand sie sind“, sagt Karl-Heinz Fleischer. Gegebenenfalls wird man Plan B aus der Schublade ziehen und die Ebenen mit Schotter versehen. Mitte der Woche weiß man mehr.

Um es einmal so zu sagen: Es gibt eine Menge zu tun.

Das weiß man beim SV 09/35. Aber die Arbeiten, die anstehen, haben nicht nur etwas mit dem WSV-Spiel zu tun. Man denkt vorausschauend, will das Stadion auch für zukünftige Ereignisse attraktiver machen. Dazu gehören die neuen (alten) Stehränge. Viele Vereinsmitglieder beteiligen sich daran, alles in Schuss zu bringen. Schon am Wochenende haben Spieler der 1. und 2. Mannschaft Hand angelegt und die Kabinen 3 und 4 gestrichen. Auch die Außenfassade soll noch mit einem Anstrich versehen werden. „Unsere Gäste sollen sich wohlfühlen“, stellt Fleischer heraus. Am 23. August. Und darüber hinaus. Es handelt sich um eine Imagegeschichte für die ganze Stadt.

Ist auch eine Fantrennung gewährleistet?

Ja. Unabhängig davon setzt man bei den Wermelskirchenern sowieso darauf, einen friedlichen, stimmungsvollen und sportlich attraktiven Fußballabend zu erleben, zu welchem auch ein Aufgebot von Polizei und Ordnungsdienst beitragen werden.

Wie sieht es mit den Parkplätzen aus?

Sicherlich ein Problem rund ums Eifgen, wo die Möglichkeiten, das Fahrzeug abzustellen, begrenzt sind. Man wird noch mit dem Ordnungsamt in Kontakt treten, um weitere Optionen auszuloten. Dazu gehören auch die Parkgelegenheiten am Hallenbad.

Kann man Karten für die Partie im Vorverkauf erwerben?

So ist der Plan. Die Tickets sollen in dieser Woche gedruckt sein. Wie auch die Plakate für die Begegnung. Wo man Karten im Vorfeld erwerben kann, wird der Verein zeitnah bekanntgeben.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, die unbeantwortet geblieben sind? Oder Dinge, die eingeordnet werden müssen? In der aktuellen Analyse in dieser Woche befassen wir uns mit den Vorbereitungen des SV 09/35 auf den Pokalknüller gegen den Wuppertaler SV.

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