Fußball

Alle Neune! Born kegelt den VfB k.o.

Einen Schritt schneller: Borns Dustin Köhler (l.) gegen David Lopez Aragon. Foto: Andreas Bornewasser
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Einen Schritt schneller: Borns Dustin Köhler (l.) gegen David Lopez Aragon.
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Fußball-Bezirksliga: Niederlagen auch für DTV, SC 08 Rade und den SC Ayyildiz.

Von Fabian Herzog

SSV Bergisch Born – VfB Marathon 9:1 (3:1). Trotz des Klassenunterschieds und einer Borner Mannschaft, die sich phasenweise in einen Rausch spielte – der beste Mann auf dem Platz hatte ein VfB-Trikot an. Nico Tauschel präsentierte sich im Marathon-Tor in Galaform und ließ die SSV-Angreifer teilweise verzweifeln. „Ohne ihn hätten wir 15 oder 16 Gegentreffer bekommen“, stellte Gästetrainer Dominik Müller mit Erschrecken fest.

Überraschend kam das Debakel für ihn aber nicht. „Wenn man im letzten Training vor einem solchen Derby mit acht Mann beim Training steht, braucht man sich nicht wundern“, sagte der VfB-Coach, für dessen Team Ismet Agadakmaz zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzt hatte (23.). Müller: „Unsere Moral ist am Boden. Und es wird kein Zauberer kommen, um uns da unten rauszuholen.“

Die Borner waren in allen Belangen überlegen und machten mit ihren Gegenspielern zum Teil, was sie wollten. „Das war doch ein schönes Spielchen“, konstatierte Trainer Tim Janowski mit einem schelmischen Grinsen. Die Tore erzielten Leo Di Donato (9./22.), Nick Salpetro (28./65.), Jannic Kilter (58./80.), Dustin Köhler (50.), Martin Bormann (55.) und Hüseyin Kilic (90.).

SSV Dhünn – VfL Benrath 1:3 (0:1). Für den SSV war mehr möglich. Wenn zum Beispiel Christian Nippel und/oder Dennis Schmidt ihre Großchancen in Hälfte eins genutzt hätten. Stattdessen legte Benrath mit zwei Toren vor (25./51.), ehe Leo Funke mit seinem Anschlusstreffer noch einmal für Spannung sorgte (70.). „Dann haben wir alles rausgehauen“, lobte Trainer Kristian Fischer die Moral seiner Truppe, die statt auszugleichen den Knockout kassierte.

Dabringhauser TV – DV Solingen 0:8 (0:4). Zwölf Ausfälle im Vorfeld des Spiels plus Yusuf Kaya, der nach sechs Minuten ausgewechselt werden musste – das war für den DTV gegen den Aufstiegsaspiranten um die Ex-FCR-Spieler Tarkan Türkmen und Serkan Hacisalihoglu, die beide auch einmal trafen, nicht zu kompensieren. „Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen“, bilanzierte Trainer Patrick Grün, der den schon nach 30 Minuten führenden Gegner zwar als „derzeit stärkste Mannschaft der Liga“ bezeichnete, aber auch mit seinen Jungs hart ins Gericht ging: „Das war eine brachial schlechte Leistung.“

SSV Germania Wuppertal – SC 08 Radevormwald 4:1 (2:0). Die Sonne auf dem Freudenberg meinte es gut mit Zdenko Kosanovic. „Ich glaube, ich bin sogar ein bisschen braun geworden“, sagte der Trainer des SC 08, der damit aber auch schon das Positivste aus seiner Sicht erwähnt hatte. Spielerisch hatte der Auftritt der Gäste eher etwas von einem Graupelschauer. „Das Ergebnis war noch schmeichelhaft für uns“, meinte der Coach. Mit Joel Schneiders Eigentor (15.) nahm das Unheil seinen Lauf. Weitere Gegentreffer gab es in den Minuten 41, 57 und 86, zwischendurch erzielte Fynn Schneider den Ehrentreffer (75.). „Der Vorteil ist“, sagte Kosanovic noch, „nächste Woche kann es nur besser werden.“

SC Ayyildiz – SC Werden-Heidhausen 3:6 (3:1). Einmal mehr machte den Remscheidern die fehlende Fitness einen Strich durch die Rechnung. Eine halbe Stunde lang lief es gegen den Tabellenzweiten wie am Schnürchen. Hakan Türkmen (12., Foulelfmeter/34.) und Osman Öztürk (8.) ließen die Gastgeber jubeln. Doch je länger das Spiel dauerte und die Kräfte schwanden, zog sich Ayyildiz zurück und bekam dafür die Quittung. Innerhalb von 15 Minuten drehten die Essener die Partie nach der Pause und waren dann nicht mehr zu stoppen. „Warum die Zweiter sind, weiß ich nicht“, sagte SCA-Trainer Erdal Demir, „aber wir waren eben noch schlechter.“

Nachholspiel

Nach dem Derby ist für den SSV Bergisch Born vor dem Derby. Am Donnerstag steht das Nachholspiel beim SC 08 Radevormwald auf dem Programm. Anpfiff ist um 19.30 Uhr im Stadion am Kollenberg in Rade.

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