Testspiel

So hat sich die HG Remscheid gegen Zweitligist VfL Gummersbach geschlagen

HGR-Rückraumspieler Michael Heimansfeld fand ein ums andere Mal die richtige Lücke in der Deckung des Zweitligisten. Foto: Michael Sieber
+
HGR-Rückraumspieler Michael Heimansfeld fand ein ums andere Mal die richtige Lücke in der Deckung des Zweitligisten.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
    schließen

Handball: Ein Spiel mit Zerreißprobe - Regionalligist HG Remscheid nimmt aus dem Spiel gegen die Gummersbacher viele wichtige Erkenntnisse mit.

Von Peter Kuhlendahl

Einzig die Trikots der HG Remscheid bestanden den Vergleich mit dem VfL Gummersbach nicht. Denn trotz der am Ende deutlichen 22:36 (12:19)-Niederlage des Regionalligisten gegen den Zweitligisten waren alle Beteiligten zufrieden. „Die Anfangsphasen in beiden Halbzeiten waren richtig klasse. Genau so stelle ich mir das vor“, meinte HGR-Trainer Alexander Zapf.

Derweil betrachtete sein Gegenüber Gudjon Valur Sigurdsson eher die gesamten 60 Minuten. „Damit war ich zufrieden. Wir konnten viel testen, und alle kamen zum Einsatz. Es war eine runde Sache hier in Remscheid. Und wir bedanken uns bei der HGR, dass wir hier spielen konnten.“

Doch zurück zu den Trikots. Bereits nach sechs Minuten hatte HGR-Kreisläufer Dominic Luciano nur noch Fetzen um den Hals hängen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich bereits zwei Mal am Kreis durchgesetzt und so seinen Anteil daran, dass die HGR nach vier Minuten mit 3:2 führte. „Vielleicht haben sie mir auch deshalb das Trikot zerrissen“, sagte er mit einem Lachen. Luciano verschwand in der Kabine, holte sich ein neues Shirt, was aber bereits im Verlauf der ersten Hälfte ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wie auch das des weiteren Remscheider Kreisläufers Sebastian Schön.

HGR-Kreisläufer Dominic Luciano und sein Trikot mussten während des Spiels die eine oder andere Zerreißprobe bestehen.

Überhaupt nicht in den Griff bekamen die Gummersbacher allerdings auch HGR-Rückraumspieler Michael Heimansfeld, der mit seinen Treffern dafür sorgte, dass die Remscheider nach 16 Minuten mit 9:8 in Führung lagen. „Dann haben sie sich aber darauf eingestellt“, betonte Heimansfeld selbstkritisch.

Auf lange Angriffe braucht sich Mathes nicht einzustellen

Der Zweitligist nutzte nun jeden Fehler der Gastgeber gnadenlos aus und kam über Tempogegenstöße immer wieder zu sehenswerten Treffern. Allen voran durch den isländischen Linksaußen Hakon Dadi Styrmisson, der mit Abstand zum besten Torschützen des Zweitligisten wurde.

Allerdings auch einige Male, unter anderem von der Siebenmeterlinie, an HGR-Torhüter Linus Mathes scheiterte, der 60 Minuten zwischen den Pfosten stand. „Das war aber überhaupt kein Problem. Zumal es ja kaum lange Angriffe der Gummersbacher gab, bei denen man sich sonst sehr konzentrieren muss“, erklärte Mathes.

Ähnlich wie der erste Abschnitt verlief dann auch der zweite. Die Remscheider fanden wieder besser ins Spiel, hatten einen 4:0-Lauf, und Schön brachte die HGR nach 37 Minuten auf 16:19 heran. Doch dann nahm der Zweitligist das Heft endgültig eindeutig in die Hand und landete am Ende einen deutlichen Sieg. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und viele Möglichkeiten aus der Hand gegeben, mit einem besseren Ergebnis aus der Halle zu gehen“, betonte Alexander Zapf.

Allerdings war dies der einzige Schönheitsfehler eines gelungenen Handball-Abends in der Halle Neuenkamp, die mit 240 Zuschauern coronabedingt auch „ausverkauft“ war. „Das hat einfach Spaß gemacht, wieder vor Fans zu spielen, die für eine richtige Atmosphäre gesorgt haben“, meinten Luciano und Heimansfeld unisono. Und auch HGR-Geschäftsführer Tiberius Jeck war sehr zufrieden: „Genau so sollte es sein.“

Nach dem Spiel konnten dann auch noch die Fans ein wenig auf Tuchfühlung mit den Zweitligaspielern gehen. Die ließen sich Currywurst und Pommes am Cateringstand schmecken, den Mitglieder des Remscheider TV betrieben. Der RTV wie auch der Lüttringhauser TV arbeiten im Nachwuchsbereich mit der HGR zusammen. „Diese Zusammenarbeit trägt nun auch in anderen Bereichen Früchte“, sagte der HGR-Vorsitzende Bernd Pflüger erfreut. „Natürlich waren wir sofort bereit mitzuhelfen“, erklärte Vorstandsmitglied Daniela Gradante. Im Gegenzug wird die HGR demnächst den RTV unterstützen, wenn der die Aufstiegsrunde in die Oberliga-B-Jugend in Neuenkamp ausrichten wird.

Statistik

HGR-Tore: Heimansfeld (9/3), Schön (3), Pütz, Hertz, Luciano (je 2), P. Hinkelmann, F. Hinkelmann, Hermann, Jungjohann (je 1).

VfL-Tore: Styrmisson (11/2), Blohme (4), Köster, Pregler, Stüber (je 3), Bozovic (3/1) Dzialakiewicz, Fanger, Schneider (je 2), Schroven, Vidarsson, Zeman (je 1).

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Karriere startete er auf den Rollen
Karriere startete er auf den Rollen
Karriere startete er auf den Rollen
Panther IV entführen Punkt aus Ohligs
Panther IV entführen Punkt aus Ohligs
HC BSdL II unterliegt im Spitzenspiel
HC BSdL II unterliegt im Spitzenspiel
17. Röntgenlauf begeistert die Massen
17. Röntgenlauf begeistert die Massen
17. Röntgenlauf begeistert die Massen

Kommentare