Fußball

Alle freuen sich auf ein Fußballfest

Da konnte sich der WSV noch so ins Zeug legen: Gegen Aachen gelang am Freitag kein Treffer.
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Da konnte sich der WSV noch so ins Zeug legen: Gegen Aachen gelang am Freitag kein Treffer.
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Analyse: So will der SV 09/35 Wermelskirchen den WSV im Niederrheinpokal ärgern.

Von Andreas Dach

Diesem Tag haben alle beim SV 09/35 Wermelskirchen entgegengefiebert. Jetzt ist er da: An diesem Dienstag um 20 Uhr empfängt der Fußball-Landesligist in der ersten Runde des Niederrheinpokals den Regionalligisten Wuppertaler SV im Dönges-Eifgen-Stadion. Vor der Partie zwischen David und Goliath fassen wir alle wichtigen Fakten zusammen.

Hat die Vorbereitung auf dieses besondere Fußballspiel alle beim SV 09/35 noch enger zusammengeschweißt?

Eindeutig ja! Es ist bemerkenswert, was auf den unterschiedlichsten Ebenen geleistet wurde, um diese Partie überhaupt im Eifgen austragen zu können. Alle, die ein großes Herz für den Verein haben, haben mit angepackt. „Die Jungs haben richtig Gas gegeben“, lobt der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Fleischer. „Ohne solche Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, eine solche Veranstaltung zu organisieren.“ Fleischer bedauert es sehr, ausgerechnet an dem Abend nicht vor Ort zu sein. Er macht noch bis Mittwoch Urlaub auf Kreta: „Das ließ sich nicht anders organisieren.“

Gibt es einzelne Personen oder Gruppierungen, die man explizit herausheben sollte?

Damit kann man eigentlich nur etwas falsch machen, weil man möglicherweise jemanden vergessen könnte. Und doch dürfen ein „Pille“ Frohn (verantwortlich für Ordnungsdienst und Polizei), ein Sascha van Aken (Umbauten im Stehplatzbereich), die 1. Mannschaft (Anstrich Kabinentrakt), ein Maikel de Almeida (Pressearbeit), ein Kai Socha und ein Fritz Schmitz keinesfalls unerwähnt bleiben. Aber wie gesagt: Damit sind längst nicht alle genannt, die im Vorfeld mit angepackt haben.

Wie viele Zuschauer werden erwartet?

Prognosen sind schwierig. Im Vorverkauf sind etwa 400 Karten über den Tisch gegangen. Angesichts der angenehmen Temperaturen, die angesagt sind, werden da sicherlich noch einige zukommen. Ob sich die Träume von Trainer Sebastian Pichura erfüllen („Ich hoffe auf eine vierstellige Zahl“) muss abgewartet werden. Auf alle Fälle sollen die Besucher „einen schönen Fußballabend erleben“, wie es Fleischer ausdrückt.

Wo können die Zuschauer parken, die nicht im direkten Umkreis des Stadions ein Plätzchen finden?

Es gibt einige Möglichkeiten, wenn man bereit ist, bis zu zwölf Minuten zu Fuß zu gehen: Quellenbad (Quellenweg 1), Gymnasium(Stockhauser Str. 13), Bürgerzentrum (Telegrafenstr. 29-33), Wanderparkplatz Eifgen. Auf alle Fälle muss darauf geachtet werden, dass die Versorgungswege frei bleiben.

Hat der SV 09/35 eine Chance, in die zweite Runde einzuziehen?

Die zwei von der Baustelle: Wermelskirchens Coach Sebastian Pichura (l.) und Sascha van Aken beim Einsatz im Eifgen.

Im Normalfall nicht. Aber was ist im Fußball schon normal? „Vielleicht sind ja aller guten Dinge drei“, sagt Sebastian Pichura. Gegen Rot-Weiss Essen und Teutonia St. Tönis war man in den vergangenen beiden Jahren jeweils ausgeschieden. Jetzt wird gegen den WSV ein dritter Anlauf unternommen, für eine Riesenüberraschung zu sorgen.

Wie ist die sportliche Situation beim SV 09/35?

Sie ist nicht so leicht einzuschätzen, weil viele neue Akteure dazugekommen sind. Die letzten beiden Testspiele waren schon mal ansprechend. „Wir sind gut vorbereitet“, verkündet Pichura. Er hat den WSV zweimal beobachtet – gegen Ahlen und Aachen – und seine Erkenntnisse daraus mitgenommen. „Ich habe ein gutes Bauchgefühl“, sagt er. Das hat er seinen Spielern auch beim Mannschaftsabend am Freitag in Köln mitgeteilt. Schade nur, dass mit Alex Kelm (Zerrung) ein Eckpfeiler der Defensive ausfällt. Pichura kündigt an: „Vielleicht gibt es ja die eine oder andere Überraschung in der Aufstellung.“

Und was ist vom WSV zu erwarten?

Die Wuppertaler gehören bislang in der Regionalliga zu den großen Enttäuschungen, kommen nicht so richtig aus dem Quark. Dabei gehört(e) man zu den Aufstiegsfavoriten. Jetzt hat man nach fünf Spielen gerade mal sechs Punkte und belegt Rang elf. Zuletzt, beim glücklichen 0:0 gegen Alemannia Aachen, gab es sogar erste Mehnert-raus-Rufe von den Rängen. Der Trainer sagte anschließend in der Pressekonferenz trotzig: „Wir werden uns das Selbstvertrauen am Dienstag in Wermelskirchen im Pokal holen.“

Was hätte ein Sensationssieg des SV 09/35 für Auswirkungen?

Es wäre eine Momentaufnahme – man dürfte sehr stolz sein. Mehr aber letztlich auch nicht. Man wird beim Landesligisten nicht müde zu betonen, dass die Meisterschaft in der Prioritätenliste die Nummer eins ist. „Wir werden alles dafür tun, dass wir die Klasse halten“, verdeutlicht Pichura. „Schließlich wissen wir, wo wir herkommen.“ Den WSV zu ärgern wäre aber trotzdem nicht so schlecht. Und das Bauchgefühl stimmt ja schon mal . . .

Sicherheit

Um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, setzt der SV 09/35 Wermelskirchen 16 Ordnungskräfte ein. Zudem werden sich uniformierte Polizisten, zivile Kräfte und ein Diensthundeführer um die Sicherheit der Besucher im Dönges-Eifgen-Stadion kümmern.

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