Rollhockey

Egoismen gewinnen beim IGR die Oberhand

Torschützen: Daniel Strieder und Alex Ober (v.l.).
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Torschützen: Daniel Strieder und Alex Ober (v.l.).
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Rollhockey-Bundesligist IGR verliert nach Verlängerung gegen den RSC Darmstadt.

Von Andreas Dach

Man kann verlieren. Auch gegen einen vormals punktlosen Tabellenletzten. Solche Tage und solche Spiele gibt es. Aber – und das am besten mit einem langgezogenen AAAAA: Es kommt immer auf das Wie an. Was die IGR Remscheid beim 4:5 (4:4, 3:2) nach Verlängerung gegen den RSC Darmstadt seinen wenigen Zuschauern in der Rollhockey-Bundesliga anbot, hatte beinahe schon etwas mit Arbeitsverweigerung zu tun.

Wo Herz, Leidenschaft und Wille gefragt gewesen wären, präsentierte sich die Mannschaft eher wie bei einem lockeren Testspiel. Das Schlimmste: Es stand keine Einheit auf dem Spielfeld. Dass sich einzelne Akteure anraunzten, war bis in den hintersten Winkel der Sporthalle Hackenberg vernehmbar. Und damit sind nicht etwa die ganz jungen Spieler gemeint, die einem förmlich leidtun konnten. Nein, es waren die Gestandenen, die Etablierten. Wo einst Harmonie und Gemeinschaftssinn an der Tagesordnung waren, ist Platz gemacht worden für Egoismen und Überheblichkeit.

„Ich bin sehr enttäuscht“, ließen sich die Worte von Trainer Marcell Wienberg bestens nachvollziehen. Eigentlich sollte nun die intensive Vorbereitung auf das Europacupspiel in Italien am kommenden Wochenende auf der Tagesordnung stehen, stattdessen müssen viele Gespräche geführt werden. So jedenfalls geht es nicht weiter, IGR!

Schon relativ früh in der Saison ist man dabei, seine selbst gesteckten Ziele zu verspielen. Wegen Disharmonien innerhalb der Mannschaft, welche sich schon länger andeuteten und spätestens am tristen Samstagnachmittag in Hackenberg unüberseh-, vor allem aber unüberhörbar waren.

Dabei hatte alles so gut begonnen. Mit einem Doppelschlag brachte Alexander Ober seine Mannschaft früh in Führung (2.), legte auch später noch einmal zum 3:2 (19.) nach. In der zweiten Hälfte schien sich der Gastgeber dann irgendwie über die Runden zu retten, als Daniel Strieder (37.) auf 4:3 erhöhte. Doch kurz vor der Schlusssirene glich Ex-Nationalspieler Maximilian Hack aus. Es ging in die Verlängerung, in welcher die Hessen den Sieg mehr wollten. Und ihn schließlich auch bekamen. Oh weh, IGR!

Bundesliga

RESG Walsum - SK Germania Herringen 6:3
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 5:4
IGR Remscheid - RSC Darmstadt 4:5

1. SK Germania Herringen 7 47:21 15

2. RSC Cronenberg 7 40:27 14

3. RESG Walsum 7 34:24 13

4. TuS Düsseldorf-Nord 7 27:32  9

5. IGR Remscheid 7 24:34  9

6. RSC Darmstadt 7 16:50  3

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