Rollhockey

Acht Länder gehen auf Konfrontationskurs

Auch der Remscheider Thomas Ullrich blitzte bei seinen WSE-Kollegen ab. Foto: Georg Feldhoff
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Auch der Remscheider Thomas Ullrich blitzte bei seinen WSE-Kollegen ab.
  • Peter Kuhlendahl
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Rollhockey: Ärger in Europa.

Die Einbehaltung der Startgebühren für den Europapokal hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Die nationalen Verbände der europäischen Amateurvereine gehen auf direkten Konfrontationskurs mit dem World Skate Europe (WSE).

Unter der organisatorischen Führung des schweizer Verbandes fordern nun die nationalen Verbände aus Deutschland, England, Belgien, Andorra, Österreich, Israel und den Niederlanden vehement ihr Recht auf Mitbestimmung in der strategischen Ausrichtung des kontinentalen Verbandes und bei entscheidenden Fragen zum europäischen Rollhockey ein.

Keine Chance, in einen Dialog zu treten

Das WSE-Komitee wird zahlenmäßig von den südeuropäischen Profi-Nationen dominiert. In den vergangenen Wochen hatten die Vertreter der Amateur-Verbände immer wieder den Dialog mit dem Komitee gesucht. Ohne Erfolg. Wie auch der Remscheider Thomas Ullrich, der deutsche Vertreter im WSE-Komitee am eigenen Leib erfahren hat. Auch er kritisierte die Nichterstattung der Startgebühren für den Europapokal. „Aber selbst mein Vorschlag, die Gebühren auf eine Teilnahme in der nächsten Saison anzurechnen, fand keine Zustimmung“, betont ein enttäuschter Ullrich, der zudem außerdem im direkten Gespräch mit WSE-Präsidenten Fernando Claro auf taube Ohren stieß.

Aus diesem Grund haben die acht Verbände nun ein Konzept erarbeitet, das dem WSE in den vergangenen Tagen schriftlich vorgelegt worden ist. Eingefordert werden demokratische Strukturen und vor allem ein Recht auf Mitsprache bei den wichtigen Fragen zum Rollhockey in Europa. Da die acht unterzeichnenden Verbände rund zwei Drittel der Rollhockey-Nationen des Kontinents stellen, hoffen sie, dass ihr Anliegen auch beim Weltverband World Skate aufgegriffen wird.

Das Ziel der Verbände ist, ein strategisches Komitee oberhalb des technischen Rollhockey-Komitees aufzustellen. Hier sollen alle Nationen in Europa, in denen die Sportart organisiert betrieben wird, eine gleichberechtigte Stimme haben. „Wir würden in der Zukunft deutlich enger zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass der WSE diesen Weg gemeinsam mit uns geht“, betont Ullrich.

Offen lassen indes die acht Verbände, was passiert, wenn der World Skate Europe weiter auf stur schaltet. In der vergangenen Woche war aus deutscher Sicht ein Boykott der Europapokalrunde in der Saison 2021/22 angedeutet worden. Zudem ist auch eine Teilnahme an den verschiedenen Europameisterschaften – allerdings auch aus Gründen der Pandemie – in diesem Sommer noch völlig offen.

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