Schwimmen

Ivan Abreu soll Projekt Impulse verleihen

Beste Laune vor seiner Wirkungsstätte: Ivan Abreu freut sich auf seine Aufgabe bei der SG Bergisch Land, wo er auf viele Remscheider Schwimmer trifft. Foto: Christian Beier
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Beste Laune vor seiner Wirkungsstätte: Ivan Abreu freut sich auf seine Aufgabe bei der SG Bergisch Land, wo er auf viele Remscheider Schwimmer trifft.

Die SG Bergisch Land will mit ihren neuen Trainer aus einer sportlichen Talsohle heraus. Der Portugiese hat viel vor.

Von Timo Lemmer

Vor knapp zweieinhalb Jahren erklärten die Schwimmer des TSV Aufderhöhe und der SG Remscheid, fortan als SG Bergisch Land gemeinsam ins Becken zu gehen. Die Stammvereine blieben bestehen, die Synergien gemeinsamer Trainingsarbeit sollten aber dennoch genutzt werden. Gut fanden das Projekt damals nicht alle. Zum Beispiel einige Remscheider Schwimmer, die den Verein verließen. Manche Solinger Vereine wollten nicht beitreten. Und Spitzenpositionen in Serie gibt es seitdem auch noch nicht wie erhofft.

Doch es gibt positive Signale. Aus Wuppertal kehren einige „Abtrünnige“ zurück, mit den anderen Vereinen, die im Klingenbad trainieren, sei man zudem „im permanenten Kontakt, und wir sind immer offen“, wie der 1. Vorsitzende Harald Gehring betont.

Der neue Trainer sieht ein riesiges Potenzial

Mit Ivan Abreu hat ein fest angestellter Trainer die Schlüsselposition in der Entwicklung von Talenten und Zeiten inne. „Ich sehe ein sehr gutes Projekt“, sagt der Portugiese, der seit zwei Jahren in Deutschland ist und von der SG Neuss kommt. „Die Stadt hat mit dieser Schwimmhalle und den vielen Kindern und jungen Schwimmern großes Potenzial.“

INFO

PLAN Bevor die Sommerferien anstehen, trainieren die etwa 120 Aktiven der SG Bergisch Land erst einmal weiter. Abreu wird die Gruppe dabei schon kennenlernen. Nach seiner Übernahme erfolgt dann im Oktober mit den Kurzbahn-Meisterschaften des Verbandes der erste größere Auftritt. Vorher geht es für den 41-jährigen Abreu, der in Neuss wohnt, mit seinem Tross bereits zum Wettkampf nach Aue.

Diese Voraussetzungen wolle man nutzen, um wieder auf ein höheres Niveau zu kommen. In Breite und Spitze wolle man gleichermaßen zulegen, wie der 2. Vorsitzende Stefan Kronenberg sagt. Er und Gehring sowie die beteiligten Vereine und deren Chefs haben das Projekt trotz einiger Rückschläge nicht aufgegeben. Trotz eines qualitativen wie quantitativen Lochs: „Wir denken positiv. Wir sind fest überzeugt, dass im Schwimmen noch sehr viel mehr machbar ist. Leider geschieht das nicht gebündelt. Schwimmen sollte mit diesem tollen Bad aber als Sport attraktiver gemacht werden, indem wir Synergieeffekte nutzen.“

Der Traum einer noch größeren Schwimmgemeinschaft lebt – durchaus auch bei den anderen Vereinen. Nur in der Ausgestaltung scheiden sich noch die Geister. Aber immerhin: Die Kommunikation ist wieder deutlich produktiver als vor einiger Zeit.

Die Entwicklung derer, die da sind, will die SG Bergisch Land nun also mit dem ehemaligen portugiesischen Meister über 50 Meter Schmetterling vorantreiben. Der besitzt mit B-Lizenz die zweithöchste Qualifizierung. Gehring: „Er hat einen unglaublichen Background und wird hier sehr gut ankommen.“ Das war schon beim ersten Treffen mit Eltern und Sportlern zu spüren.

Von Haffke habe man sich in gutem Einvernehmen getrennt

Mitte August steigt Abreu, in Portugal lange in Funchal auf Madeira und zuletzt eben in Neuss aktiv, dann voll ein. Spitze und Breite verbessere man eben am besten durch noch besseres Training – Abreu soll diesen Schritt leisten. Er übernimmt die Aufgaben von Felix Haffke, mit dem man im Einvernehmen auseinandergegangen sei.

Überzeugt habe der Portugiese bei den gemeinsamen Treffen schnell. „Und Schwimmtrainer“, so Gehring auf die Frage, wie man auf Abreu aufmerksam geworden sei, „wachsen nicht auf den Bäumen. „Zumindest gute.“ Bei der SG Bergisch Land ist man sich sicher, nun den Richtigen gefunden zu haben.

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