Wer erkennt wen?

„Abbi“ lobt Gegner über den grünen Klee

Ein Senioren-Team des SC Rot-Weiß Remscheid mit Albrecht Gommann (der Kopf ist eingekreist), der in dieser Woche im Mittelpunkt unserer Serie steht. Archivfoto: Michael Sieber
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Ein Senioren-Team des SC Rot-Weiß Remscheid mit Albrecht Gommann (der Kopf ist eingekreist), der in dieser Woche im Mittelpunkt unserer Serie steht. (Archivfoto)
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Wer erkennt wen: In unserer Serie steht Tennisspieler Albrecht Gommann im Mittelpunkt

Wenn er in all den Jahrzehnten auf den Plätzen in der Region im Einsatz war, wurde er so gut wie nie bei seinem Vornamen Albrecht gerufen. „In Tenniskreisen wird er nur Abbi oder Appi genannt“, schrieb Reinhards Wirths in seiner E-Mail. Wirths muss es wissen. Kennt er Albrecht Gommann, der in dieser Woche im Mittelpunkt unserer beliebten sporthistorischen Serie „Wer erkennt wen“ steht, bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert. „Und Appi ist und war von seiner Einstellung und seinem sozialen Verhalten immer ein Vollblutsportler und ein echter Kumpel.“

Das Bild zeigt ein Seniorenteam des TC Rot-Weiß Remscheid. Neben Gommann sind außerdem Frank Piesker, Ralph Schöpp, Wolfgang Freres, Ernst Vöpel, Markus Zander und Dirk Petermann (v.l.) abgebildet. Wirths hat mit Gommann bei den Herren 50 gespielt. „Da sind wir gemeinsam von der Bezirksklasse bis in die Niederrheinliga aufgestiegen“, schrieb er, der außerdem das Geheimnis des Erfolges zu berichten wusste: „Appi hat als Sportpädagoge und Tennislehrer die Trainingspläne für uns ausgearbeitet und die entsprechenden Anweisungen gegeben. Im Winter haben wir uns zudem gewissenhaft im Kraftraum des Remscheider SV vorbereitet.“

Von der dortigen Anlage am Fürberg kennt ihn auch Peter Brinkmann. „Gommann hat dort auf unseren Plätzen Tennisstunden gegeben“, erzählte Brinkmann, der beim RSV für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und einem damaligen Schulkumpel vor Jahrzehnten sein Mofa geliehen hat, damit dieser in der Freistunden zum Tennisunterricht zum Fürberg düsen konnte.

Derweil freute sich Frank Hemmerling beim Anblick des Fotos über eine Zeitreise in die 90er-Jahre. Die erste Begegnung mit Gommann hatte Hemmerling, als er noch für Burscheid Medenspiele bestritt: „Es waren damals spannende und ausgeglichene Begegnungen, die unabhängig vom vorhandenen Ehrgeiz stets von großer Freundschaftlichkeit geprägt waren.“

Der Stratege konnte sich perfekt auf Gegner einstellen

Aus den gemeinsamen Begegnungen auf dem Platz wurde schließlich eine Freundschaft, die dazu führte, dass die beiden gemeinsam für Rot-Weiß aufschlugen. „Abbi ist für mich ein echter Tennis-Gentleman mit großer sportlicher Einstellung und Fairness. Rot-Weiß hat im viel zu verdanken.“ Außerdem sei er auf dem Platz ein echter Tennisstratege gewesen: „Er konnte ein Match analysieren und sich perfekt auf seinen Gegner einstellen.“ Legendär sei auch seine Angewohnheit gewesen, seine Gegner über den grünen Klee zu loben. Worte wie „toller Ball“, „super gespielt“ oder „großer Sport“ bekamen seine Gegenüber oft zu hören.

Vor drei Jahren musste Gomman aus gesundheitlichen Gründen dann allerdings den Wettkampfsport auf den Plätzen beenden. Hemmerling: „Bis heute unterstützt er aber unsere Herren 55-, 60- und 65-Teams und sitzt als Coach auf der Spielerbank.“

Auch Dr. Wolfgang Diederichs hat Gommann auf dem Bild erkannt. „Er ist ein ganz feiner Zeitgenosse“, betonte er am Telefon. Ab und zu begegnen sich die beiden auch im Medora-Fitness-Zentrum im Südbezirk.

Eine langjährige Freundschaft auch abseits der Tennisplätze verbindet das Ehepaar Jungk mit dem Ehepaar Gommann. „Ich freue mich jetzt schon auf die Zeiten, wenn die Pandemie vorbei ist, und wir wieder unsere gemeinsamen Unternehmungen starten können“, erklärte Rosemarie Jungk am Telefon. Ausflüge, gemeinsame Essen oder unbeschwerte Wanderungen würden dann wieder auf dem Programm stehen.

Als unbedingten Genießer beschrieb Bernd Peschel den diesmal Gesuchten: „Abbi ist immer optimistisch und lebenslustig. Eine besondere Freude ist es, mit ihm Essen zu gehen. Er zelebriert das förmlich.“ Beide kennen sich schon seit Schulzeiten an der EMA: „Ich war studentische Hilfskraft, und er machte sein Abitur. Später habe man zusammen Volleyball und Tennis gespielt.

Wer erkennt wen

In unserer Serie veröffentlichen wir Fotos, welche mindestens zehn Jahre alt sind und Teams aus unserem Verbreitungsgebiet zeigen. Mögen Sie uns eins aus Ihrem persönlichen Archiv zur Verfügung stellen? Dann schicken Sie doch gerne eine Mail mit einigen ergänzenden Infos an diese Adresse: lokalsport@rga.de

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