Handball 3. Liga

Bergische Panther: Ab sofort beginnt der Abstiegskampf

Rückraumspieler Felix Korbmacher (l.) am Boden, seine Teamkollege Moritz Görgen stolpert. Für die Panther brechen in der 3. Liga schwierige Zeiten an. Foto: Doro Siewert
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Rückraumspieler Felix Korbmacher (l.) am Boden, seine Teamkollege Moritz Görgen stolpert. Für die Panther brechen in der 3. Liga schwierige Zeiten an.
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Handball: Panther blamieren sich in der 3. Liga im Derby beim Leichlinger TV – In der Verbandsliga siegt die Zweite in Essen beim Kettwiger SV.

Von Andreas Dach

Burscheid. Drei Personen, ein identischer Satz. Gesprochen an unterschiedlichen Stellen rund um die Schulberghalle in Burscheid nach einer in der Form blamablen 23:30 (10:16)-Niederlage der Bergischen Panther im Lokalderby der 3. Liga beim Leichlinger TV. „Wir stecken mitten im Abstiegskampf!“ Marcel Mutz sagte das, der Trainer. Auch Hans-Jürgen Middendorf und Peter Schütte, Funktionäre der Panther, formulierten genau diesen Satz. Es muss also wohl etwas dran sein an der Erkenntnis, welche alle Alarmglocken angehen lassen sollten.

Zwei Wochen nach der Pleite in Opladen knüpften die Panther nahtlos an die Nicht-Leistung an, zeigten keinerlei Reaktion und ließen sich auseinandernehmen wie ein Kleiderschrank eines schwedischen Möbelherstellers mit vier Buchstaben. Im Vorbericht hatte das noch ganz anders ausgesehen.

Das Schlimme ist: Es hatte nicht den Anschein, dass die Panther nicht wollten. Sie konnten einfach nicht. Die Art und Weise, wie man das prestigeträchtige Duell mit dem LTV anging, offenbarte das aktuelle Dilemma. Kopfschütteln, Zaudern, Resignieren – das waren über die gesamte Wegstrecke offenkundige Begleiter des sportlichen Tuns. Und von dieser Beobachtung kann man keinen Spieler ausnehmen. Wirklich keinen einzigen.

Sicherlich machte sich das krankheitsbedingte Fehlen von Regisseur Justus Ueberholz bemerkbar. Auf der anderen Seite fehlten bei den von Chefcoach Lars Hepp taktisch prima eingestellten Leichlingern gleich drei Stammspieler (Linnemannstöns, Bahn, Zulauf). Den Eindruck machten sie zu keinem Zeitpunkt.

„Ich bin gespannt, ob der LTV das kräftemäßig durchhält“, überlegte der frühere Panther-Kreisläufer Bastien Arnaud, der in den nächsten Tagen in seine französische Heimat zurückkehrt, beim Seitenwechsel. Antwort: ja! Wobei die „Gäste“ in eigener Halle auch so ziemlich alles falsch machten, was man falsch machen konnte. Hinten packten sie nicht richtig zu, vorne kreierte man aus dem gebundenen Spiel nur wenig Erfolgversprechendes.

Die Gründe? „Ich muss mir da erst meine Gedanken zu machen“, bat Mutz um zeitlichen Aufschub für seine Analyse. Auf jeden Fall könnten in den nächsten Tagen einige ernste Worte bei den Panthern gesprochen werden. Unter anderem auch nach einem verbalen Beitrag von Manager Frank Lorenzet in Richtung von Jens Reinarz während der ersten Hälfte. Der Kapitän hatte sich auch nach dem Abpfiff noch nicht beruhigt, Lorenzet war da nicht mehr an seinem Platz.

Verbandsliga: Markus Schaefer bringt sich sehr positiv ein

Wenigstens hielt die Zweitvertretung die Panther-Fahne hoch, siegte in der Verbandsliga mit 28:26 (15:14) beim Kettwiger SV. Und das unter nicht einfachen Vorzeichen. Lorenzet (beim Spiel der Ersten) und Philip Baier (krank) waren in Essen nicht vor Ort – da wurde Spieler David Kreckler noch einmal für Coachingaufgaben reaktiviert und teilte sich das Amt mit Markus Schaefer (Panther IV). Die Panther II waren auch Thema im RGA-Lokalsport-Wochenkommentar.

Letzterer hat zwar eigentlich eine fußballerische Vergangenheit, brachte sich aber mit sehr positiven Tugenden ein. „Er hat uns immer wieder motiviert und uns Mut zugesprochen“, lobte Spielmacher Philipp Schmitz die Aushilfe auf der Bank. Zudem zeigte Robert Franz im Tor eine sehr gute Leistung.

Das waren die Panther-Torschützen

Panther: Schlösser (6/2), Reinarz, Görgen (je 4), Korbmacher, Weiß (je 3), Wolter (2), Heider (1).

Panther II: Kreckler (10/2), Schmitz, Radermacher (je 5), Funccius (3), Alof (2), Greffin, Schneider, Napiwotzki (je 1).

Anders als für die Panther lief es in der Handball-Regionalliga: HGR zeigt in Weiden unglaubliche Moral

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