Analyse

50 Jahre LG Remscheid: 2024 wird sportlich gefeiert

Eins, zwei, drei, ganz viele: Am Ende des Ehrungsmarathons mit den unterschiedlichen Altersgruppen stellten sich alle Aktiven auf die Bühne, die durch ihr sportliches Engagement für eine gutes LG-Jahr gesorgt haben.
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Eins, zwei, drei, ganz viele: Am Ende des Ehrungsmarathons mit den unterschiedlichen Altersgruppen stellten sich alle Aktiven auf die Bühne, die durch ihr sportliches Engagement für eine gutes LG-Jahr gesorgt haben.
  • Andreas Dach
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Die LG Remscheid trotzt allen Krisen und beugt sich auch nicht Hallen- und Coronaproblematik.

Von Andreas Dach

Es fast schon so etwas wie Kult bei der LG Remscheid: Wenn sich das Jahr dem Ende entgegen neigt, lädt der Verein die Aktiven, deren Eltern und Verwandte, Mitglieder des Fördervereins, Vertreter der Trägervereine und Leichtathletikfreunde zu einem geselligen Abschluss des Wettkampfjahres ein. Wir waren beim Blick zurück und nach vorne im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Hasten dabei, ordnen die aktuelle Situation bei der LG ein.

Wie gut war die Veranstaltung besucht? Haben sich die Mühen gelohnt?

Ein paar Plätze sind frei geblieben, und nicht wirklich alle Athleten konnten der Einladung der Leichtathletik-Gemeinschaft folgen. Trotzdem gab es nur fröhliche Gesichter. Der offizielle Teil wurde kurz, knackig, informativ und sympathisch von Trainer Jörn Abrahams und zum Teil auch Philip Thiel als neuem Chef des Fördervereins abgewickelt. So blieb im Anschluss viel Zeit für persönliche Gespräche.

Gab es irgendwelche Überraschungen, die verkündet wurden?

Der Terminkalender für das kommende Jahr ist praller gefüllt als in der Vergangenheit. Bereits am 29. April oder 1. Mai 2023 will man die Bergische Meisterschaft der U12 ausrichten und dem talentierten eigenen Nachwuchs die Möglichkeit geben, sich in vertrauter Umgebung wettkampfmäßig zu präsentieren. Fest eingeplant sind zudem der U14-Nachwuchs-Cup (8. Juni), der Schulwettkampf IV (Juni 2023), Kinder-Leichtathletik und Stabhochsprung (16. September), das Schülersportfest (17. September), das Catering beim Röntgenlauf (29. Oktober) und die nächste Jahresabschlussfeier (18. November).

Wie ist die LG Remscheid im Funktionärs- und Trainerbereich aufgestellt?

Gut. Was aber nicht heißt, dass nicht auf allen Ebenen auch immer Verstärkungen gefragt sind. Jeder, der sich für die LG einbringen mag, ist jederzeit herzlich willkommen. Ob nun im Förderverein, als Helfer bei den Wettkämpfen oder, bei entsprechender Qualifikation, im Trainerteam.

Was kann man zu der sportlichen Entwicklung bei der Leichtathletik-Gemeinschaft sagen?

Corona hat die Abläufe in den vergangenen Jahren erheblich beeinträchtigt. Viele Wettkämpfe konnten nicht stattfinden. Manch einer oder eine hat sich deshalb aus der Leichtathletik zurückgezogen. Für die, die geblieben oder neu hinzugekommen sind, gilt es nun, auf Wettkampfmodus zu schalten. Wieder diesbezüglich in eine Regelmäßigkeit zu kommen, in eine Normalität. Dafür setzen die Verantwortlichen alle Hebel in Bewegung. Unter anderem – siehe oben – mit vermehrten eigenen Wettkampfangeboten im kommenden Jahr.

Kann man das in Zahlen ausdrücken?

Momentan hat die LG etwa 80 bis 85 Mitglieder, vor Corona waren es zwischen 100 und 110. In besten Zeiten lag man bei 130 bis 140.

Worin besteht aktuell die größte Schwierigkeit?

Gerade die Nicht-Nutzung der Halle West ist ein erheblicher Schlag ins Kontor. Erst war dort das Impfzentrum, dann begannen die Sanierungsmaßnahmen. Auch die Hölterfelder Halle kann nicht eingeplant werden, weil sie für die Unterbringung von Flüchtlingen ein wichtiger Faktor ist. So bleiben Neuenkamp und zum Teil die Hallen der AvH und der Artistic Jumpers in Goldenberg als Übungsstätten im Winter. Was gerade für die Trainerinnen und Trainer ein Leben aus dem Kofferraum bedeutet, weil sie Übungsmaterial von A nach B befördern müssen. Erst nach Ostern kehrt man nach draußen zurück.

Im Jahr 2024 wird die LG Remscheid 50 Jahre alt. Plant der Vorstand um Stefan Garweg, Frank Zickler und Georgia Raeder besondere Feierlichkeiten?

Ja, und zwar sportlicher Art. „Wir würden dann gerne eine gute Veranstaltung nach Remscheid holen“, sagt der Vorsitzende Stefan Garweg. Damit meint er eine Regions-, lieber sogar noch eine LVN-Meisterschaft. Dann wären alle Augen auf die LG gerichtet.

Als die LG vor bald 50 Jahren entstand, gab es zehn Trägervereine. Aktuell sind es mit dem LTV, dem RTB und der LTG nur noch drei. Warum ist das so?

Man schätzt sich glücklich, dass es die LG überhaupt noch gibt. Mit einem kleinen und engagierten Kreis. Garweg: „Es gibt wenige LGs, die 50 Jahre schaffen.“

Waren mal Bestrebungen einer „Bergischen LG“ da?

Vor drei Jahren hat es mal Gespräche mit Solinger und Wuppertal Vereinen gegeben. Über eine Sondierung ist man nicht hinausgekommen.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, die unbeantwortet sind? Dinge, die dringend eingeordnet werden sollten? Dem gehen wir nach. In der aktuellen Analyse geht es um die aktuelle Situation bei der LG Remscheid, die in zwei Jahren bereits den 50. Geburtstag feiert.

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