Fußball

SV 09/35 verteilt zwei Gastgeschenke

Die Wermelskirchener – hier Ben Kaul (vorne) und Nico Postic – kämpften um jeden Ball und jeden Meter Raum. Fotos: Leon Krasniqi
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Die Wermelskirchener – hier Ben Kaul (vorne) und Nico Postic – kämpften um jeden Ball und jeden Meter Raum.
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Starker Auftritt des Landesligisten gegen Regionalligisten aus Wuppertal.

Von Peter Kuhlendahl

Als guter Gastgeber weiß man, was sich gehört. Nachdem WSV-Nachwuchsspieler Stanley Antwi-Adjei, Bruder des Paderborner Profis Christopher, mit dem Schlusspfiff den zweiten Treffer für die Wuppertaler erzielte, war Wermelskirchens Trainer Sebastian Pichura zunächst stinksauer: „Wir verteilen zwei Geschenke. Das gibt es doch gar nicht.“ Doch wenig später war der Ärger auch schon wieder verflogen: „Ich bin einfach nur stolz auf die Jungs. Das war richtig klasse. Das war ein sehr engagierter Auftritt von allen. Schade nur, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben.“

Landes- gegen Regionalliga. Aber während des gesamten Testspiels war am Samstag ein Zwei-Klassen-Unterschied zu keinem Zeitpunkt auszumachen. Bis auf eben die beiden Gegentore. Nach zwölf Minuten war die komplette Abwehr des SV 09/35 überhaupt nicht bei der Sache. Der Ball landete vor den Füßen des WSV-Stürmers Gianluca Marzullo, der die Kugel durch Freund und Feind hindurch ins Tor schob. Sekunden vor dem Ende leistete sich die Hintermannschaft und Keeper Justin Landwehr einen Aussetzer, und die 0:2 (0:1)-Niederlage war besiegelt.

„Der Gegner war richtig stark. Sehr unangenehm zu spielen.“

WSV-Trainer Alexander Voigt

„Der Gegner war richtig stark. Sehr unangenehm zu spielen“, lobte WSV-Trainer Alexander Voigt, der mit dem Auftritt seiner Schützlinge insbesondere vor der Pause alles andere als zufrieden sein durfte. Da stand eine Elf auf dem Platz, die so auch in der vergangenen Regionalligasaison aufgelaufen war. In der Pause wurde durchgewechselt, so dass Nachwuchs- und Gastspieler ihre Chance bekamen.

Stephan Küsters ist nach vielen Jahren zurück im Bergischen Land. Der ehemalige FCR-Spieler ist neuer Sportlicher Leiter beim WSV.

Die besten Möglichkeiten erspielten sich in beiden Halbzeiten die Gastgeber. Vor der Pause hatte Nick Salpetro die größten Chancen. Nach einer Flanke von Yannik Wylezol verzog er zunächst knapp (22.). Nach 28 Minuten traf er von der linken Seite nur den Außenposten.

15 Minuten vor dem Abpfiff hatte dann Umut Demir seinen großen Auftritt. Im Alleingang umkurvte er die WSV-Abwehrspieler wie Slalomstangen, scheiterte aber am Wuppertaler Torhüter Luis Klante, der in der vergangenen Saison beim SC Verl war und als Gastspieler agierte. „So ein Mist. Den hätte ich machen müssen“, sagte Demir, der ansonsten aber wie alle Wermelskirchener sehr zufrieden war. „Es hat unglaublich Spaß gemacht, wieder vor so einer Kulisse spielen zu können“, ergänzte Aleksandar Stanojevic.

300 Fans durften dann kurzfristig doch ins Dönges-Eifgen-Stadion, das damit unter den Pandemie-Vorschriften „ausverkauft“ war. „Wir hätten im Vorfeld bereits 500 bis 600 Tickets verkaufen können“, erklärte Wermelskirchens Abteilungsleiter Karl-Heinz Fleischer, dem man nach dem Schlusspfiff anmerkte, dass die Anspannung wich. „Es hat alles bestens funktioniert. Und auch einen großen Dank an die WSV-Fans. Alle haben sich diszipliniert verhalten.“

Nach mehr als 20 Jahren zurück im Bergischen Land ist derweil Stephan Küsters, der von 1996 bis 1998 für den FC Remscheid in der Regionalliga gespielt hat und in der vergangenen Woche als neuer Sportlicher Leiter des WSV vorgestellt wurde. „So schließt sich der Fußballkreis“, meinte der 47-Jährige an seinem zweiten Arbeitstag für den WSV. „Der Club hat großes Potenzial. Es wartet aber viel Arbeit“, betonte Küsters, der zuvor viele Jahre in ähnlicher Position bei Preußen Münster und Viktoria Köln war. In all den Jahren hat er auch immer wieder einen Blick auf den FC Remscheid geworfen: „Aber da gab es ja in der ganzen Zeit so gut wie keine guten Nachrichten.“

So geht es weiter

Wermelskirchens Coach Sebastian Pichura gönnte seinen Schützlingen nach dem WSV-Spiel einen freien Sonntag. Am Montag geht das Training weiter. Der nächste Test steht dann bereits am kommenden Mittwoch auf dem Programm. Um 20 Uhr ist Bezirksligist VfB Marathon Remscheid im Dönges-Eifgen-Stadion in Wermelskirchen zu Gast.

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