Fußball

Landesliga: So spielten SV 09/35 Wermelskirchen und FC Remscheid

Toooor! Aleksandar Stanojevic traf gegen Mülheim zum 2:1 und flog anschließend – höchst umstritten – vom Platz. Foto: Michael Sieber
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Toooor! Aleksandar Stanojevic traf gegen Mülheim zum 2:1 und flog anschließend – höchst umstritten – vom Platz.

SV 09/35 Wermelskirchen hatte den Mülheimer FC zu Gast, der FC Remscheid musste bei DJK Arminia Klosterhardt am Ende schlucken.

Von Marc Jörgens und Fabian Herzog

SV 09/35 Wermelskirchen – Mülheimer FC 2:1 (0:0). Stark, SV 09/35 Wermelskirchen! Nach einem großen Kampf und über 25 Minuten Unterzahl – Aleksandar Stanojevic hatte eine umstrittene rote Karte nach seinem 2:1 bekommen – wurde der Tabellenführer niedergerungen. „Es war ein Sieg des Charakters“, strahlte der emsige Mittelfeldspieler Nico Legat. Und auch Trainer Sebastian Pichura, der bei der strittigen Situation mit „Stano“ die gelb-rote Karte sah, war stolz: „Einfach unglaublich, was diese Mannschaft immer aus sich heraus holt.“

Die Reihe nach: Zunächst entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Gäste die etwas besseren Chancen hatten. Aber mit ein wenig Glück brachten die Hausherren das torlose Remis in die Halbzeitpause. Und dann ging richtig die Post ab. Umut Demir brachte die Gastgeber nach einem feinen Spielzug in Front (51.). „Endlich ist der Knoten geplatzt“, freute sich der Techniker. Aber die Gäste ließen nicht locker. Anil Yilderim glich aus (60.) – 09/35-Torwart Sebastian Weber sah sicherlich bei dieser Aktion eher unglücklich aus.

Und dann kam die 62. Minute: Nach einem tollen Antritt von Demir war Stanojevic in der Mitte frei und traf zum umjubelten 2:1. Allerdings soll er bei seinem Torjubel einen Gegenspieler getroffen haben und sah wegen Tätlichkeit die rote Karte. Hart und umstritten. „Ich hatte gar keine Chance und bin in ihn reingerannt“, war der Matchwinner unglücklich.

„Wer Stano kennt, weiß, dass er so etwas niemals mit Absicht machen würde“, stellte auch der Trainer klar. Doch egal: Der SV 09/35 mischt weiter in der Liga ganz oben mit. „Aber das Wort Aufstieg nimmt keiner in den Mund“, stellte „Arbeitsbiene“ Yannik Wylezol klar.

DJK Arminia Klosterhardt - FC Remscheid 1:1 (0:1). Das Positive: Der FCR blieb auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Das Negative: Wie schon beim vorherigen Auswärtsspiel in Rellinghausen kassierte die Mannschaft von Marcel Heinemann einen späten Ausgleich. Diesmal in der dritten Minute der Nachspielzeit, als Joel Zwikirsch am langen Pfosten entwischte und nicht am Kopfball gehindert werden konnte. „Das ist echt ärgerlich“, sagte der Trainer der Remscheider, gab aber auch zu: „Das Unentschieden ist leistungsgerecht.“

Positiv oder negativ – darum ging es auch diesmal bei der Zusammenstellung des Katers. Drei namentlich nicht genannte Spieler, die noch keinen vollständigen Impfschutz haben, mussten sich PCR-mäßig für die Begegnung freitesten. „Das haben sie aber aus eigener Tasche bezahlt“, sagte Heinemann. „Das zeigt, wie heiß sie waren.“

Davon war in der Anfangsphase allerdings nicht so viel zu spüren. Der FCR wirkte schläfrig, zurückhaltend und wäre beinahe früh in Rückstand geraten. Doch Keeper Maurice Horn parierte einen von Toni Angelov verursachten Foulelfmeter glänzend (7.). „Er ist eben ein Elferkiller“, sagte Vater Stefan Horn am Spielfeldrand stolz.

Als Haci Köseoglu in Durchgang eins verletzt liegenblieb, war die Sorge beim FCR groß. Doch der junge Sechser konnte weitermachen.

Sein Sohn gab damit das Signal und rüttelte seine Mannschaft wach. Die biss sich ins Spiel, hatte in Serhat Kacmaz und vor allem Haci Köseoglu zwei kampfstarke Sechser und ging in fast bewährter Art in Führung. Tristan Maresch brach über die linke Seite durch, passte flach in die Mitte, wo Felix Hohmann den Ball ins eigene Netz beförderte (18.).

Je länger das Spiel aber dauerte, desto mehr verließ sich der FCR auf seine Defensive, die tatsächlich bombensicher stand. Als die Arminia jedoch in der Schlussphase die Brechstange auspackte und ein langer Ball nach dem anderen in den Strafraum der Remscheider segelte, musste es irgendwann passieren.

„Die zweite Halbzeit hat mich enttäuscht. Da haben wir aus unerklärlichen Gründen nachgelassen und dem Gegner komplett das Spiel überlassen“, sagte Heinemann, der in seine Analyse aber auch die DJK mit einschloss: „Klosterhardt ist eine heimstarke Mannschaft und bestimmt kein blinder Gegner,“

Aufstellungen

SV 09/35: Weber, Kelm, Kücüktireli, N. Postic, Soares, Streit, Legat (85. Eryürük), Wylezol, Stanojevic, Demir (76. Lilliu), Türksoy (73. Sari)

FCR: Horn, Blume, Babic, Angelov, Sato, Kacmaz, Buscemi (68. Lüttenberg), Köseoglu, Ichimura (86. Noguchi), Al Khalil (90.+1 Bisignano), Maresch (74. Posavec).

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