Fußball

09/35 kann in Essen eine Antwort geben

Im Duell mit dem ESC Rellinghausen möchte der SV 09/35 Wermelskirchen nur äußerst ungern auf Umut Demir verzichten.
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Im Duell mit dem ESC Rellinghausen möchte der SV 09/35 Wermelskirchen nur äußerst ungern auf Umut Demir verzichten.
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Fußball: Landesligisten im Ruhrpott gefordert – Derby in der Bezirksliga zwischen Ayyildiz und DTV

Landesliga: ESC Rellinghausen – SV 09/35 Wermelskirchen (So., 13.30 Uhr). Die unglückliche Niederlage vom letzten Sonntag, die in der Nachspielzeit durch einen Eckball des Gegners besiegelt wurde, wurmt die Verantwortlichen des SV 09/35 weiter. Aber nicht, weil dem Eckball eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns vorausgegangenen war. Co-Trainer „Pille“ Frohn hatte mit dem Team intensiv die Standards besprochen. „Und dann kassieren wir so ein Ding“, sagt Wermelskirchens Coach Sebastian Pichura, der nach der Videoanalyse auch eine weitere große Schwachstelle in der Offensive ausgemacht hatte.

Dies alles sollten sich seine Schützlinge am Sonntagmittag zu Herzen nehmen, um im Essener Stadtteil zu bestehen. „Es wäre wichtig, jetzt genau die richtige Antwort zu geben“, betont Pichura, der aber weiß, dass auf sein Team eine schwierige Aufgabe wartet. Zumal der Gegner, der im Vorfeld der Saison als ein Titelkandidat gehandelt wurde, nach nur einem Sieg aus fünf Spielen unter Druck steht. Bis auf Urlauber Tom Paß ist der Kader vollzählig. Allerdings sind Umut Demir (Knöchel), Alexander Kelm (Knie) und Emre Circir (leichte Gehirnerschütterung) angeschlagen.

Landesliga: TuSEM Essen – FC Remscheid (So., 15.30 Uhr). Wer am vergangenen Wochenende die Tabellenführung mit einem 4:1-Sieg gegen Vohwinkel verteidigt hat, fährt mit einem klaren Ziel ins Ruhrgebiet zum Aufsteiger. „Natürlich wollen wir auch da gewinnen“, kündigt FCR-Trainer Marcel Heinemann an und redet damit erst gar nicht um den heißen Brei herum.

Das aktuelle Selbstvertrauen wurde auch durch die Art und Weise des jüngsten Ligaerfolges gestärkt. Da war längst nicht alles Gold, was glänzte. „Aber die Mannschaft hat sich eben weiterentwickelt. In der vergangenen Saison hätten wir ein solches Spiel auch schon mal aus der Hand gegeben“, sagt Heinemann, der zudem einen weiteren Trumpf beziehungsweise weitere Trümpfe im Ärmel hatte. Der Kader ist nicht nur breit aufgestellt, sondern hat auch eine große Qualität. So können die Verantwortlichen entsprechend nachlegen.

Das wird im Fall der Fälle auch am Sonntag so sein. Außer Marcelo Costa Rebelo, den eine Grippe in dieser Woche außer Gefecht gesetzt hat, und Marius Suchanoff, der noch Trainingsrückstand hat, ist alles an Bord.

Bezirksliga: SC Ayyildiz Remscheid – Dabringhauser TV (So., 15 Uhr, Honsberg). Das Derby hätte alleine schon aus tabellarischer Sicht genug Brisanz. Als Elfter mit sieben Punkten steht der SCA knapp über dem Strich, der DTV belegt als 13. mit fünf Zählern den ersten Abstiegsplatz. „Das Spiel wird wahrscheinlich für beide Mannschaften Einfluss auf den weiteren Saisonverlauf nehmen“, glaubt Ayyildiz-Coach André Springob, der wohl erstmals nach seiner Gürtelrose-Erkrankung wieder an der Seitenlinie wird stehen können. Auch sein Gegenüber weiß um die Bedeutung der Partie. „Wer gewinnt, bekommt Anschluss ans Tabellenmittelfeld“, sagt Patrick Grün. Damit ist auch klar: Wer verliert, muss sich erst einmal auf Abstiegskampf einstellen.

Die Remscheider haben es zuletzt verpasst, sich Luft zu verschaffen. Die 1:3-Niederlage bei den zuvor sieglosen Berghausenern war unnötig. „Diese Punkte müssen wir uns wiederholen“, fordert Springob, der dabei auch ein anderes Ziel verfolgt: „Unser Heimplatz soll wieder zu einer Festung werden.“ Sein wichtigster Mann fehlt aber bei diesem Unterfangen: Recep Kalkavan ist gelb-rot-gesperrt. Dafür sind Muhammed Akbulut, Osman Öztürk und Nevzat Aktas wieder am Start, bei Ömer Akyüz besteht Hoffnung.

Grün hat den SCA am Mittwoch bei der 0:4-Kreispokalniederlage gegen Landesligist FCR beobachtet und seine Schlüsse gezogen. Er findet: „Eigentlich sollte da was für uns drin sein. Jedenfalls werden wir unsere Chancen kriegen.“ Patrick Sadowski (siehe Extrainfo) fehlt weiter gesperrt, zudem stehen neben den Langzeitverletzten auch Fadel Allouch (Urlaub) und Finn Pannack (beruflich verhindert) nicht zur Verfügung.

Bezirksliga: TSV Solingen – BV Burscheid (So., 15.30 Uhr). So begeistert Yakup Karakus am Donnerstag „ohne jegliche Verspätung“ mit der Bahn von einem beruflichen Ausflug nach Augsburg zurückkehrte, so sehr wartet der Coach des BVB darauf, dass seine Mannschaft in dieser Saison richtig Fahrt aufnimmt. „Es funktioniert momentan einfach nichts“, kommentiert er das peinliche Pokal-Aus am Mittwoch beim A-Kreisligisten Hastener TV (wie aktuell berichtet mit 3:4). Mit relativ unverändertem Kader geht es nun zum TSV nach Aufderhöhe, der die letzten fünf Ligaspiele für sich entschieden hat. Karakus: „Oh je!“

Bezirksliga: HSV Langenfeld – SC 08 Radevormwald (So., 15.30 Uhr). Durch zwei große Siege hat sich der SC 08 auf Platz acht vorgearbeitet. Dass den Radern aber weiterhin alles zuzutrauen ist, haben sie im Pokal unter Beweis gestellt: Im Elfmeterschießen strichen sie bei TuRa Süd, frisch in die Kreisliga A aufgestiegen, die Segel. Obwohl sie in der Verlängerung 2:1 und 3:2 führten. „Wir sind aber verdient ausgeschieden“, konstatiert Yannik Korselt. Nun geht´s für Nullacht zum Tabellenneunten. „Da ist auch wieder alles möglich“, meint der Co-Trainer. „Wir wollen drei Punkte holen.“ Und das wohl mit demselben Personal wie zuletzt.

Das Duell Ayyildiz gegen DTV – hier Remscheids Luca Lenz (l.) gegen Cedric Haldenwang – gab es zuletzt am 1. Dezember 2019. Damals siegte der SCA zu Hause mit 3:1.

DTV

Patrick Sadowski war für seine rote Karte im Spiel bei Wald 03 (0:1), als er den Schiri kritisierte („Was pfeifst du für eine Sch. . . ?“) und dafür Rot sah, für vier Spiele gesperrt worden. Zu viel, wie die Verantwortlichen des Dabringhauser TV fanden und deshalb Einspruch einlegten. Diesem wurde nun stattgegeben. Die Sperre wurde auf zwei Partien reduziert.

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