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Corona ist auch für Schüler eine große Belastung

Homeschooling kann für Eltern und Schüler gleichermaßen zur Belastung werden. Symbolfoto: Christian Beier
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Homeschooling kann für Eltern und Schüler gleichermaßen zur Belastung werden. Symbolfoto: Christian Beier

Jule Scherl und Laura Buchholtz schreiben über die psychischen Folgen der Pandemie

Von Jule Scherl und Laura Buchholtz, 8c, Leibniz-Gymnasium

Corona wütet jetzt schon seit fast zwei Jahren. Und wir Schüler sind mittendrin. Meistens steht das körperliche Wohlbefinden im Vordergrund, weil sich die Symptome zunächst nur auf dieses auswirken. Dabei rückt aber das mentale Wohlergehen ins Nebensächliche, da unserer Meinung nach keine Gleichberechtigung zwischen physischen und psychischen Krankheiten herrscht. Letzteren wird nicht die gleiche Ernsthaftigkeit zugewiesen. Wir haben als Gesellschaft schon einige Fortschritte hinter uns gebracht, aber der Prozess dauert noch an.

Seit Beginn der Pandemie nimmt die Anzahl an Depressiven und jenen, die an Panikattacken leiden, zu. In Statistiken ist ein Zuwachs von 26 Prozent zu erkennen. Dieser Wert beruht auf einem Bericht der Forscher der australischen Universität von Queensland und der Universität von Washington.

Die meisten Leibniz-Schüler wünschen sich Präsenzunterricht

Von allen Erkrankten sind demnach fast die Hälfte Frauen. Auch die Quote von häuslicher Gewalt gegen Frauen steigt stetig. Der Druck auf viele Frauen, die sich um den Haushalt, Kinder und Arbeit kümmern müssen, ist immens. Inzwischen melden sich auch vermehrt Psychiater und Psychologen zu Wort, weil es zu viele Patienten für zu wenige Therapieplätze gibt.

Unsere Umfrage am Remscheider Leibniz-Gymnasium hat ergeben, dass die 9- bis 16-Jährigen in der ersten Phase der Pandemie kaum bis gar keine Sozialkontakte hatten. Das hat sich auch bis heute nicht geändert, aufgrund der Ansteckungsgefahr und der Kontaktbeschränkungen. Auch viele Freizeitaktivitäten oder der Betrieb in Vereinen können oftmals gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden.

Ein weiterer Faktor, der dazu beiträgt, psychisch zu erkranken, ist das Homeschooling und der Stress, den diese Form des Lernens mit sich bringt. Eine weitere Umfrage am Leibniz-Gymnasium hat ergeben, dass die meisten Schülerinnen und Schüler für den Präsenzunterricht und gegen das Homeschooling sind, weil sie lieber mit einer Lehrkraft persönlich kommunizieren möchten, und ihnen das Lernen mit Mitschülern und einer Lehrperson deutlich leichter fällt. Außerdem sind viele Eltern gestresst vom Unterricht, der zu Hause und unter ihrer Aufsicht stattfinden muss.

Allgemein sind es also viele Faktoren, die zusammenspielen und unsere Gedanken sowie Gefühle einnehmen. Sie sind eine hohe Belastung für unser aller Alltag und unsere Psyche.

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