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Fernbeziehungen: Jugendliche erzählen ihre Geschichten

Viele Jugendlichen lernen ihren Partner in Online-Portalen kennen.

Fernbeziehungen gibt es überall und in jedem Alter. In unserer Welt, in der Social Media ganz groß geschrieben ist, ist es nicht schwierig, jemanden kennen zu lernen – sozusagen die Liebe per Mausklick.

Von Ramona Reisdorf

Doch wie denkt die Jugend darüber im Jahre 2018 darüber? Wie gehen sie mit den Chancen und den Problemen solch einer Beziehung um? Und lohnt sich die Distanz-Beziehung? 

Lara, 18 Jahre alt: ,,Ich hatte mit 14 meine erste Fernbeziehung und fand diese einfach schrecklich. Es waren zwar nur 30 km Entfernung, jedoch hat man sehr darunter gelitten, dass man nach einem Streit nicht direkt beieinander sein konnte. Es war auch teuer, denn man musste ständig Fahrkarten kaufen, um sich nah sein zu können." 

Enrico: „Ich hatte eine Fernbeziehung mit einem Mädchen in der Schweiz. Etwa 800 Kilometer trennten uns. Ich habe sie damals über das Portal ask.fm kennengelernt. Wir haben viel geschrieben und sie war unglücklich in ihrer damaligen Beziehung. Ich tat ihr gut und war für sie da: Daraus entwickelte sich unsere Liebe. In den Herbstferien flog sie dann das erste Mal zu mir. Der Abschied und die Sehnsucht waren unerträglich, aber das Wiedersehen dafür immer schöner.“ 

Carla, 21 Jahre alt: „Ich hatte bis jetzt in meinem Leben drei Fernbeziehungen. In der ersten haben wir uns nur am Wochenende gesehen, da Fahrkarten für mich früher enorme Kosten bedeuteten. In diesem jungen Alter waren wir noch nicht reif genug, um damit klar zu kommen, dass man getrennt ist und das dauerhaft. In der zweiten Beziehung hat sich die Entfernung ebenfalls zwischen uns gedrängt. Das lag zum einen auch an meinem Partner, der wenig Zeit hatte. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir nur der Kontakt per Telefon nicht mehr reicht und habe diese Beziehung beendet.“ 

Lisa (18) und Timo (19) führen eine Fernbeziehung: „Bis jetzt hat es trotz der Entfernung sehr gut geklappt. Trotzdem finde ich es sehr schwer, wenn man sich drei Wochen hintereinander nicht sehen kann. Ich hoffe jedoch, dass sie schnell zu mir ziehen kann“, so Timo. Lisa: „Es ist ohne Frage anstrengend, wenn man sich nicht sehen kann, wann man möchte. Ich finde aber, dass man es schaffen kann, wenn man sich wirklich liebt. Trotz dieser negativen Punkte freut man sich mehr aufeinander und genießt die gemeinsame Zeit.“ 

Thilo, 18 Jahre: „In Fernbeziehungen ist es wichtig, dass man sich wirklich liebt. Man muss vertrauen können, denn die Eifersucht kann einen kaputt machen und man sollte diese einfach unterdrücken können. Man hat auch Fernweh, denn da wo dein geliebte Mensch wohnt, ist auch dein Zuhause und du sehnst dich immer nach Zuhause, oder?!“

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