Kultur

Zwölf Stunden Musik in der Kirche

Renaissance Style: Beim Zwölf-Stunden-Konzert trat der Kammerchor in historischen Gewändern auf.
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Renaissance Style: Beim Zwölf-Stunden-Konzert trat der Kammerchor in historischen Gewändern auf.

Mit Konzerten und Mittelaltermarkt feierte die Stadtkirchen-Gemeinde ihren Geburtstag.

Von Theresa Demski

Aus der Kirche klingen Melodien, Malte lädt zum Drehen am Glücksrad ein und ein paar Meter weiter gehen kulinarische Köstlichkeiten über die Theke: Rund um die Stadtkirche herrscht Feststimmung. „Wir haben ja auch allen Grund dazu“, sagt Jutta Benedix von der Evangelischen Kirchengemeinde in Wermelskirchen, „schließlich feiern wir den Geburtstag unserer Kirche. Und wir freuen uns, dass die ganze Stadt mitfeiert.“ Sie lacht gut gelaunt. Fest steht: Ohne die Kirchweih gebe es die Kirmes nicht. „Als die Kirche damals geweiht wurde, feierte die ganze Stadt. Die Kirmes war geboren“, erinnert Jutta Benedix.

Also feiert die Kirchengemeinde auf Einladung der Kirchenmusik nun jedes Jahr am Rande der großen Herbstkirmes ein musikalisches Geburtstagsfest. Dazu gehören zwölf Stunden lang Musik und ein mittelalterliches Markttreiben rund um die Kirche, an dem sich verschiedene Aussteller beteiligen. Der Wollkreis ist mit seinen Werken für den guten Zweck dabei, der Kunstverein lädt die Kinder zum Malen ein. Die einen sind in historische Gewänder geschlüpft, die anderen haben ihre Spinnräder mitgebracht.

Und auch das musikalische Programm spiegelt gelegentlich den Blick in die Kirchengeschichte wider. Morgens um 11 Uhr haben die Kantorei und Jubilate Deo den Tag mit einer Morgenandacht mit Pfarrerin Antje Hedke eröffnet. Bis zum Abendsegen um 23 Uhr geben sich die Musiker und Ensembles nun die Klinke der alten Kirchentür in die Hand.

Orgelmusik und Chorklänge, versierte Musiker und Nachwuchstalente, Gruppen aus den eigenen Reihen und Gäste aus der religiösen und weltlichen Nachbarschaft: Viele machen mit. „Allerdings merken wir auch, dass Corona vielen Chören und Gruppen schwer zugesetzt hat“, sagt Jutta Benedix, „als Kirchenmusik stemmen wir einen großen Teil des Programms dieses Jahr selbst.“
Dafür sind viele heimische Musiker, Chöre und Kantor Andreas Pumpa im Einsatz. Aber auch der Junge Chor „MiCaDo“ aus St. Michael und St. Apollinaris steuert Melodien bei – moderne Lobpreislieder zum Einstimmen. Dann erklingen Gemshörner. Den ganzen Tag über ist die Kirche ganz gut gefüllt. Das Publikum wechselt. „Aber es gibt auch Menschen, die sich nicht so richtig von uns trennen können“, erzählt Jutta Benedix und lacht. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, freut sich über die bunte Vielfalt der Melodien, die beim Zwölf-Stunden-Konzert in der Stadtkirche serviert werden.

Als abends dann die Marktstände abgebaut werden, spielt in der Kirche die Jazz-Combo „B-Flat“ auf – mit Swing, Latin und Jazz. Dann werden die Kerzen entzündet und die Stephanus Combo aus Neuenhaus macht als letzte Gruppe des Tages Station in der Kirche. „Wir freuen uns, dass uns die Musiker aus der Nachbarschaft unterstützen“, sagt Jutta Benedix. Schließlich kommt der Erlös des Tages der Sanierung und Erweiterung der Kirchenorgel zugute.

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