Pandemie

Zwei weitere Teststellen sind eröffnet

Das Schnelltestzentrum in Dhünn wurde gestern eröffnet. Getestet werden die Interessierten von Stefan Janosi. Foto: Doro Siewert
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Das Schnelltestzentrum in Dhünn wurde am Freitag eröffnet. Getestet werden die Interessierten von Stefan Janosi.

In Dhünn dient die Mehrzweckhalle als Testzentrum. Ein anderes wurde neben dem Krankenhaus eingerichtet.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Eine Mutter öffnet mit ihren beiden Söhnen die Tür zum Foyer der Mehrzweckhalle in Dhünn. Sie wollen sich testen lassen. Und gerade erst hat ein Ehepaar das Zentrum verlassen. „Es läuft gut“, sagt Stefan Janosi, der die Aufnahme macht. Neben ihm sitzt Marina Schulz, die ihn ablösen wird.

Corona-Tests werden jetzt von vielen Menschen fast täglich verlangt. Diejenigen, die ungeimpft sind, und arbeiten, müssen sich zum Beispiel täglich testen lassen. Aber selbst Geimpfte und Genesene müssen einen Test vorweisen, wenn beim Eintritt die 2G-plus-Regel gilt: geimpft, genesen plus getestet. „Besonders die neue Corona-Variante Omikron verlangt, dass wir möglichst früh Infizierte ausschließen können“, sagt Stefan Janosi, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. „Und deshalb finden wir das Testen auch so wichtig.“

Dem schließt sich Florian Muth, Inhaber der Firma Muth-Medica GmbH, an: „Wir wurden gefragt, ob wir das Testzentrum am Krankenhaus übernehmen können. Und da haben wir gerne zugesagt.“ Das Testzentrum am Krankenhaus ist seit Mittwoch geöffnet. Am Freitag hat in der Mehrzweckhalle in Dhünn wieder ein Testzentrum aufgemacht. „Wir hatten festgestellt, dass Dhünn bezüglich Teststellen unterversorgt ist“, sagt Ulrich Nicolai, Organisator des Testzentrums. „Besonders für viele ältere Menschen ist es unpraktisch für einen Test nach Wermelskirchen mit dem Bus reinzufahren. Deshalb testen wir jetzt hier vor Ort.“

Ich habe hier zu Hause gesessen und 40 Seiten ausgefüllt.

Stefan Janosi, Heilpraktiker

Stefan Janosi hat als Heilpraktiker die nötige Erfahrung, um sich mit der medizinischen Bürokratie auseinanderzusetzen. „Ich habe hier zu Hause gesessen und bestimmt 40 Seiten ausgefüllt“, sagt er. „Das musste alles sein, bis wir die Genehmigung vom Gesundheitsamt bekommen haben. Wir musten an die Corona-Warn-App angeschlossen werden und vieles mehr. “

Das Testzentrum hat seit Freitag um 16 Uhr geöffnet. „Wir hoffen, dass es gut angenommen wird“, sagt Ulrich Nicolai. Er wünscht sich, dass die Dhünner das schnell spitz kriegen und dann in die Mehrzweckhalle kommen. „Um Schlangen zu vermeiden, sollten sich die Bürgerinnen und Bürger am besten anmelden“, sagt Ulrich Nicolai. „Wer aber noch nicht ans digitale Netz angeschlossen ist und das noch nicht so gut kann, der kann auch ohne Anmeldung vorbeikommen. Es kann aber dann eine Weile dauern.“ Die Mitarbeiter hat Ulrich Nicolai aus dem geschlossenen Testzentrum in Dhünn wieder rekrutieren können. „Das hat zum Glück geklappt.“ Er selbst sei bereits im Februar geschult worden, um Testungen durchzuführen.

Und dabei habe ich mir ein gutes Netzwerk aufbauen können.

Ulrich Nicolai, Organisator

„Ich habe mir neben meinem Beruf als Reiseverkehrskaufmann ein weiteres Standbein aufbauen müssen“, sagt er. „Und dabei habe ich mir ein sehr gutes Netzwerk aufbauen können, für Desinfektionsmittel, FFP-2-Masken und Schnelltests.“ Schnelltests habe er genug in petto und könnte jederzeit auch noch weitere bekommen. „Wir haben auch Lollis, um Kinder testen zu können, wenn es erforderlich ist“, sagt Ulrich Nicolai.

Theoretisch ist das Schnelltestzentrum in Dhünn auch in der Lage, PCR-Tests anzubieten. „Ich muss deswegen noch einmal mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen“, sagt Stefan Janosi. „Ein Labor, das das jetzt auch leisten kann, haben wir schon gefunden.“

Das Testzentrum in Dhünn, Am Scheffenteich 3, hat dienstags, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr geöffnet und samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. „Heiligabend und am 31. Dezember werden wir von 10 bis 12 Uhr öffnen“, sagt Stefan Janosi.

Testzentrum

Krankenhaus: Bereits seit dem 15. Dezember hat ein Testzentrum neben dem Krankenhaus gegenüber dem Gesundheitsamt in Wermelskirchen eröffnet. Die Firma Muth-Medica GmbH, die in Wuppertal und anderen Kommunen bereits seit März testet, hat dies übernommen. Die Öffnungszeiten sind: montags bis freitags, 7 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags (auch Weihnachten) von 10 bis 16 Uhr. Das Unternehmen startet mit vier Mitarbeitern.

Standpunkt: Das Testen erleichtern

Ein Kommentar von Susanne Koch

susanne.koch@rga.de

Es ist gut, dass jetzt in Wermelskirchen zwei weitere Testzentren eröffnet haben. Das erleichtert allen Wermelskirchenern den Schritt ins Testzentrum. Und gerade jetzt, wo Omikron immer mehr die Delta-Variante ablösen wird, bleibt neben dem geimpft oder schon geboostert sein, das Testen ein ganz wichtiger Faktor, um die Pandemie genau zu beobachten und Infizierte möglichst schnell aus dem Verkehr zu ziehen. Das ist wichtig, um ansteckende Personen möglichst schnell zu identifizieren. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass uns Corona so schnell noch nicht verlässt. Da bleibt nur, dass unsere Gesellschaft sich weiterhin so verhält, dass das Virus sich nicht so schnell ausbreiten kann. Wichtig bleiben also: Hände waschen und desinfizieren, Abstand halten, sobald es eng wird, die Schutzmaske tragen, sich impfen lassen, nach fünf Monaten boostern lassen und eben immer wieder testen. Gerade jetzt, wo es auf Weihnachten zugeht, hilft das Testen weiter. Wer Besuche in Seniorenheimen macht oder einen Menschen im Krankenhaus besuchen will, der muss so oder so einen negativen Test beibringen.

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