Dabringhausen

Adventsweg: Viel zu entdecken - und alle dürfen mitmachen

Frauen-Treff (v. l.): Gundula Schröder, Barbara Spiegel-Lein, Gerlind (Eule) Eickhoff und Heike Busch. Foto: Susanne Koch
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Frauen-Treff (v. l.): Gundula Schröder, Barbara Spiegel-Lein, Gerlind (Eule) Eickhoff und Heike Busch.
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Dieser Spaziergang lohnt sich: Auf dem Grundstück der evangelischen Kirche gibt es für Kinder und Erwachsene viel zu entdecken. Bis Januar können Menschen ihre Wünsche einflechten.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Ein kleiner Weihnachtsmann hängt an einem Ast neben dem Friedhofseingang in Dabringhausen. Er weist den Weg zum diesjährigen Adventsweg.

Immer links neben dem Friedhof entlang. Und schon trifft der Besucher auf das erste Ausstellungsstück. Ein Traumfänger, gestaltet von der Künstlerin Silke Busch. „Hier können die Menschen ihre Wünsche auf einen Zettel schreiben und diesen in das Netz einflechten“, sagt Gundula Schröder vom Frauen-Treff. „Im Januar – am Ende unserer Initiative – werden die Wünsche im Eifgenbach auf die Reise in die Welt geschickt.“

„Wir sind jetzt ganz gespannt, was in den nächsten Tagen und Wochen passiert.“

Heike Busch, Frauen-Treff

Überall am Wegesrand sitzen Engel, es hängen Kugeln in den Ästen, dort steht eine Krippe, da sind lebensgroße Weihnachtsmänner aus Holz platziert. „Und in diesem Jahr beteiligen sich auch zum ersten Mal Dabringhauser Künstler“, sagt Gerlind (Eule) Eickhoff. „Ulla Schrage hat dahinten das Kirchenfenster aus Plexiglas beigesteuert und Martin D. Georgi einen Holzengel aufgehängt.“
Lesen Sie dazu auch den Standpunkt von Susanne Koch.

Die Engelsflügel, die alle Besucherinnen und Besucher zum Fotografieren anregen sollen, hat Eule Eickhoff beigesteuert. „Wir sind jetzt ganz gespannt, was in den nächsten Tagen und Wochen passiert“, sagt Heike Busch. Und Barbara Spiegel-Lein ergänzt: „Alle, die etwas zu unserem Adventsweg beisteuern wollen, sind herzlich dazu eingeladen.“

Um das Wild nicht zu gefährden, dürfen aber keine Kerzen, nichts Brennbares und vor allem auch nichts Zerbrechliches aufgestellt werden.

Die Initiative Frauen-Treff hat sich im vergangenen Jahr zwei Monate vor dem ersten Lockdown zusammengefunden. „Wir beide sind in Rente gegangen“, sagt Gundula Schröder und deutet auf Barbara Spiegel-Lein. „Wir wollten uns Freizeitmöglichkeiten schaffen, in denen wir Kontakte knüpfen und gleichzeitig auch etwas lernen können.“

Das Gründungsteam des Frauen-Treffs besteht aus den vier Frauen, die auch auf dem Foto abgebildet sind. „Zu unseren offenen Treffs kommen inzwischen aber zehn bis 15 Frauen, sie wechseln. Wir heißen aber alle willkommen, die sich uns noch anschließen wollen“, sagt Heike Busch.

Die Idee zum Adventsweg sei ihnen im vergangenen Jahr gekommen, sagen die vier engagierten Frauen. „Und er wurde so gut angenommen – viele haben etwas beigesteuert –, so dass am Ende die Spaziergänger mit ihren Hunden, die dort immer ihre Runden drehen, oder die Mütter, die den Kinderwagen schieben, einen vergnüglichen Weg hatten, an dem es immer wieder etwas Neues zu entdecken gab“, sagt Gundula Schröder.

Besonders für Kinder ist dieses Waldstück nun ein reines Abenteuer. „Mit offenen Augen finden sie jeden Engel am Wegesrand, den kleinen Nikolaus dort, entdecken die leuchtenden Kugeln oder erfreuen sich am Stuhl und Tisch, der so aussieht, als ob der Nikolaus nur ein paar Minuten nicht an seinem Platz säße“, sagt Barbara Spiegel-Lein. „Wir selber sind sehr gespannt, was wir bald Weiteres finden können. Wir werden jeden Tag hier unsere Runde drehen“, sagt sie ganz sicher.

„Von der evangelischen Kirche haben wir die Erlaubnis für den Adventszauber bekommen.“

Heike Busch, Frauen-Treff

Das Grundstück hinter dem Friedhof gehört der evangelischen Kirche. „Und von ihr haben wir auch die Erlaubnis für den Adventszauber bekommen“, sagt Heike Busch. Bis zum 10. Januar wird der Weg zu sehen sein. „Dann bitten wir alle, die etwas zugefügt haben, es auch wieder wegzuräumen.“ | Standpunkt

Frauen-Treff

Gründung: Der Frauen-Treff hat sich 2020 gegründet, zwei Monate vor dem Lockdown.

Treffen: Das Frauen-Team lädt alle interessierten Frauen jeden vierten Dienstag im Monat ab 19 Uhr in die alte Gaststätte Markt 57 ein – Ende offen. Dort wird immer ein Programm geboten, beispielsweise hat Iris Selig-Beyer alle Frauen zum Malen mit Ölkreide und Pastellfarben animiert.

Nächster Treff: Am 25. Januar werden die Frauen über das Buch „Statt Einsam Gemeinsam – Wie wir im Alter leben wollen“ von Barbara Lueg und Christiane Hastrich sprechen.

Standpunkt von Susanne Koch

susanne.koch@rga.de

Die vier Frauen vom Frauen-Treff hatten im vergangenen Jahr eine richtig gute Idee. Und sie wiederholen sie zum Glück auch in diesem Jahr.

Beim Spazierengehen können die Dabringhausenerinnen und Dabringhausener und natürlich auch alle anderen Wermelskirchener nun ihre adventlichen Entdeckungen machen.

Und da sie alle aufgefordert sind, sich noch mit eigenem weihnachtlichen Schmuck zu beteiligen, hält die Aktion auch für die beteiligten Frauen wiederum Überraschungen bereit. Diese Idee ist während der Corona-Pandemie gerade zu richtigen Zeit gekommen: Im Freien können sich alle Menschen mit Abstand aufhalten, ohne Gefahr zu laufen, sich beim anderen anzustecken. Das ist besonders jetzt ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Und weil der Wald hinter dem Friedhof nun so viele Geheimnisse birgt, sind bestimmt viele Rundwege nötig, um diese alle zu entdecken. Das ist auch für Mütter und Väter mit ihren Kindern sicherlich sehr spannend. Der Adventsweg ist eine wärmende Idee, die zum Mitmachen ermuntert und die allen Beteiligten sicherlich noch langanhaltenden Gesprächsstoff bietet.

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