Zenshäuschen: Stadt setzt auf Sicherheitsdienst

Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann versichert, dass seine Mitarbeiter präsent sind. Archivfoto: Anja Carolina Siebel
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Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann versichert, dass seine Mitarbeiter präsent sind. Archivfoto: Anja Carolina Siebel

Anwohnerwunsch eines runden Tischs wird erst mal nicht erfüllt

Von Anja Carolina Siebel

Der Ärger um die Situation im Jugendfeizeitpark reißt nicht ab. Nachdem sich Anwohner in Zenshäuschen massiv über Lärm – vor allem abends und in den Nachtstunden – beschwert und einen runden Tisch gewünscht, und auch die Ortspolitiker mehr Konsequenz gefordert hatten, äußern sich der städtische Erste Beigeordnete Stefan Görnert und Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann noch einmal zum Thema.

Stefan Görnert will vor allem klarstellen, dass er grundsätzlich den Betrieb auf der Anlage nicht toleriere, denn die sei ja noch gar nicht eröffnet. „Dass ich das tagsüber in Ordnung finde, dass dort Betrieb ist, das gilt natürlich für die Zeit nach der Eröffnung“, unterstreicht der Erste Beigeordnete. „Zurzeit halten sich die Jugendlichen und zum Teil Erwachsenen dort nicht legal dort auf.“

Vor allem bei gutem Wetter tummeln sich auf der Baustelle bereits Skater und Biker – und zwar nicht nur aus Wermelskirchen. „Da sind auch Leute aus Solingen und Remscheid dabei. Die haben gehört, da gibt es eine tolle Anlage und machen sich auf den Weg“, sagt Arne Feldmann, der mit den Mitarbeitern vom Ordnungsamt regelmäßig vor Ort ist. Aber warum sind die Ordnungshüter scheinbar so machtlos und können es nicht gänzlich unterbinden, dass sich auf dem noch nicht eröffneten und vom TÜV abgenommenen Gelände schon Menschen tummeln? „Mehr als wir getan haben und regelmäßig tun, ist nicht möglich“, versichert Arne Feldmann. Bauzäune seien von den Nutzern abgerissen und zerstört, Absperrungen ignoriert worden.

Zum Ärger der Ordnungshüter, vor allem aber der Anwohner, sind es aber nicht nur Jugendliche und Erwachsene, die die Anlage für sportliche Zwecke nutzen, sondern auch jene, die sich in den Abendstunden dort treffen, gemeinsam Alkohol trinken, laut Musik hören und lärmen.

Anwohner rufen ständig die Polizei an

Bei einer von Zukunft Wermelskirchen einberufenen Bürgerversammlung hatten einige Anwohner ihrem Ärger Luft gemacht. Seit Ende Mai rufe sie jede Nacht die Polizei, manchmal auch mehrfach, berichtete beispielsweise eine Anwohnerin. Ein anderer berichtete, er schreibe jeden Abend Protokoll. Das Ordnungsamt allerdings sei abends und am Wochenende gar nicht erreichbar. Das entspreche nicht der Wahrheit, unterstreicht Stefan Görnert. „Wir sind in enger Abstimmung mit der Polizei und informieren uns immer gegenseitig“, sagt der Dezernent. „Und wir haben natürlich auch für die Bedenken und Sorgen der Anwohner ein offenes Ohr.“ Einen runden Tisch wolle man erst einmal nicht einberufen. Görnert: „Wir schauen uns jetzt erst mal vier Wochen an, was der beauftragte Sicherheitsdienst bewirkt.“

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