Zehn Viertklässler sind jetzt Umweltagenten

Im Stadtpark trafen sich die Kinder zur großen Schatzsuche. Vorher hatten sie ordentlich Müll gesammelt. Foto: Anja Carolina Siebel
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Im Stadtpark trafen sich die Kinder zur großen Schatzsuche. Vorher hatten sie ordentlich Müll gesammelt.

Die Offenen Ganztagsschüler der OGS St. Michael sammelten drei große Tüten voll Müll

Von Anja Carolina Siebel

Ihr Ziel war der Stadtpark. Da hatten die zehn Viertklässler des Offenen Ganztags der Grundschule St. Michael aber auch schon einen ganz schönen Marsch hinter sich. Bis zum Fast-Food-Restaurant an der Burger Straße waren sie mit ihren fünf OGS-Betreuern gelaufen, ausgestattet mit Müllsäcken und Zangen, die Bernd Weiß vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) gestiftet hatte.

So viel Unrat wie möglich wollten sie in drei Kleingruppen aufsammeln. Und dabei mussten sie auch noch eine ganze Menge Fragen beantworten. „Wir haben Kleidungsstücke gefunden und ganz viele Masken“, erzählt Lucia.

Helfer waren Handschuhe und Zangen

Die haben sie natürlich nicht mit bloßen Händen aufgehoben, sondern mit dicken Handschuhen oder einer Zange. Hinzu kamen die Fragen. „Was steht auf dem Mülleimer?“ oder „Wie viele Mülltonnen könnt ihr hier sehen?“ lauteten die zum Beispiel. Auf den Müll am Wegesrand zu achten und gleichzeitig Fragen zu beantworten, das war gar nicht so einfach.

Am Schluss der Wanderung durften sich alle zehn im Stadtpark nochmal so richtig austoben. Bei der Schatzsuche mussten sie zwar auch wieder Müll finden, zur Belohnung gab es aber etwas Süßes und einen Anstecker mit der Auszeichnung „Umweltagent“.

OGS-Betreuerin Antje Mannheim hatte die Idee für die Rallye mit anschließender Schatzsuche. Ihre kleinen Umweltagenten beschäftigen sich aber nicht erst seit gestern mit dem Thema Nachhaltigkeit.

„Die Idee war, dass wir den Kindern, als die Schule nach dem Lockdown wieder losging, etwas anderes bieten wollten als das übliche draußen Spielen. Sie erledigen zurzeit bei uns auch nicht ihre Hausaufgaben, also haben wir uns gedacht, wir bringen ihnen Umweltthemen näher. Unter dem Motto ,SOS aus den Tiefen des Meeres‘ lernten sie zum Beispiel mehr über Plastikmüll, der die Weltmeere belastet.“

Gleichwohl die meisten das Thema spannend gefunden hätten, sei es nicht immer einfach gewesen, die Kinder zu motivieren. „Sie waren nach dem vielen Homeschooling einfach nicht mehr so bereit, sich mit einem Thema intensiv zu befassen. Lieber wollten sie sich austauschen“, beobachtete Antje Mannheim.

Irgendwie hat sie das Umweltthema aber dann doch gepackt. Und gestern war gut zu sehen, wie begeistert sie waren. „Ich habe einen Ballon gefunden“, krähte Cristiano. Zusammen mit einer Burger-Verpackung und anderen Müll-Kleinteilen ergab das auch schon den ganzen „Schatz“. Und schon durfte sich Cristiano mit seiner Gruppe den wirklichen Preis abholen: Süßigkeiten. Und Umweltagent darf er sich auch nennen. „Uns hat das wirklich Spaß gemacht“, waren sich die Kinder einig.

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