Vereinsarbeit

WiW sorgt sich um Mitgliederschwund

Auf ein gemeinsames Grillfest hoffen Mitglieder und Vorstand dieses Jahr wieder. Archivfoto: Heike Hütten
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Auf ein gemeinsames Grillfest hoffen Mitglieder und Vorstand dieses Jahr wieder. Archivfoto: Heike Hütten
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Der Vorstand blickt dennoch positiv in die Zukunft – und plant viel Neues

Wermelskirchen. Zu Hoch-Zeiten hatte der Stadtmarketing-Verein WiW 300 Mitglieder. Damals nahm der Vorstand jährlich 55 000 Euro allein an Mitgliedsbeiträgen ein. Dieses Jahr sind es nur noch 266 zahlende Mitglieder, die rund 45 000 an Beiträgen beisteuern. „Bisher hat das unserer Liquidität nicht geschadet“, unterstrich der bisherige Schatzmeister Christian Potthoff. „Allerdings wird das nicht mehr gelten, wenn sich der Trend weiter fortsetzt.“

Der WiW-Vorsitzende André Frowein kündigte an, dass der Verein künftig aktiv um neue Mitglieder werben wolle. „Wir freuen uns über Händler, Unternehmer, aber auch Bürger, denen die Entwicklung der Stadt Wermelskirchen am Herzen liegt.“ Denn als aktives Mitglied von WiW würde man in die Stadt investieren, unterstreicht Frowein. „Und schließlich auch sich selbst etwas Gutes tun, denn wenn man bedenkt, dass die Händler für 200 Euro brutto Mitgliedsbeitrag allein bei vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr mitwirken können, ist das schon eine gute Sache.“

Mitglieder von WiW lassen sich auch von Corona nicht unterkriegen

In „normalen“ Jahren, sprich ohne eine Corona-Pandemie, erwirtschafte der Verein rund 200 000 Euro. Mit 60 000 Euro wird der Verein jährlich von der Stadt bezuschusst.

Dieses Jahr und voriges Jahr war allerdings alles ein wenig anders als sonst. Es gab weder 2020 noch 2021 ein Fest mit Frühjahrskirmes, kein klassisches Rock am Markt und keine Herbstkirmes. A la carte hatte der Verein wie berichtet zwar im Herbst 2020 auf dem Rhombus-Gelände geplant, musste aber kurzfristig absagen, weil die Zahlen plötzlich Ende Oktober in die Höhe geschnellt waren und die Bundesregierung den „Lockdown light“ ausgerufen hatte.

Dennoch ließen sich Vorstand und Mitglieder nicht unterkriegen – und entwickelten mit den begrenzten Möglichkeiten der Pandemie neue Ideen. Die Entwicklung der Dellmark beispielsweise, mit der man in den Läden und der Gastronomie in Wermelskirchen bezahlen kann. Hinzu kam zu Weihnachten die Geschenkbox, in der Gastro-Produkte und Produkte der Händler zu finden waren. 46 000 Euro spülte das in der Weihnachtszeit letztlich in die Kasse des Marketingvereins. Mit coronakonform verteilten Weckmännern und Nikolausstiefeln im November und Dezember sowie beleuchteten und geschmückten Schaufenstern versüßte WiW den Wermelskirchenern und ihren Kindern zudem den tristen November und die Advents- und Weihnachtszeit.

Wir freuen uns jetzt besonders auf den Feierabendmarkt.

André Frowein, Vereinsvorsitzender

Nun soll es auf zu neuen Ufern gehen. „Es gibt viele neue Projekte, die wir ansteuern“, kündigt Vorsitzender André Frowein an. Und ein neues Team, das gibt es auch. Seit Oktober verstärkt Inga Manderla den Vorstand. Zur Mitgliederversammlung verabschiedete sich dann Christian Potthoff aus dem Vorstand, der neun Jahre aktiv dabei war. Für ihn wird nun Jörg Hausmann als Schatzmeister antreten. Der 43-Jährige ist Wermelskirchener und arbeitet hauptberuflich bei der Remscheider Sparkasse.

„Besonders freuen wir uns jetzt natürlich auf den Feierabendmarkt“, berichtet André Frowein. Wie berichtet, wird dieser Naschmarkt außer in Wermelskirchen noch in Burscheid, Hückeswagen und Wipperfürth stattfinden und wöchentlich rotieren.

Feierabendmarkt beginnt bald

Er beginnt am 10. Juni in Hückeswagen, am 17. Juni wird er dann in Wermelskirchen Station machen. „Es gibt Händler, die sind in allen Städten dabei, einige bleiben aber auch in einer“, verrät André Frowein. So wird beispielsweise der Weltladen nur in Wermelskirchen einen Stand aufbauen.

Aufgrund der derzeit niedrigen Corona-Inzidenzzahlen wird es wahrscheinlich möglich sein, Außengastronomie anzubieten. Frowein: „Wir stellen uns Stehtische und Sitzplätze vor.“ Zudem soll es möglicherweise Livemusik an der Telegrafenstraße geben.


Feierabendmarkt

Den ersten Feierabendmarkt wird es am 10. Juni in Hückeswagen geben. Am 17. soll er dann in Wermelskirchen stattfinden. Neben vielen Händlern, die Leckeres anbieten, soll es Außengastronomie und wenn möglich auch Livemusik an der Telegrafenstraße geben, kündigt André Frowein an. Eine Woche später zieht der Markt dann nach Burscheid, später nach Wipperfürth.

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