Wir müssen da alle gemeinsam durch

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Mein Blick auf die Woche

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Wer hätte das zu Beginn des Jahres 2021 gedacht: dass die Welt am Ende, zu Silvester, die Corona-Pandemie immer noch mindestens gleichermaßen in Atem hält und in Unruhe versetzt wie seinerzeit. Große Hoffnung hatten Politik und Wissenschaft in die neuen Impfstoffe gesetzt. Dass immer wieder nachgebessert und geboostert werden muss, war indes zumindest den Fachleuten von Beginn an klar. Aber vor allem galt die Hoffnung dem Impfwillen der Bevölkerung. Der ist in Deutschland lange nicht so hoch wie erwartet. Im Rheinisch-Bergischen Kreis liegt die Impfquote mit Stand vom 30. Dezember bei 77,8 Prozent. Woran auch immer es liegen mag, dass die Pandemie nach wie vor dynamisch ist: Der Unmut der Bevölkerung wächst. Die Geimpften sehen es zunehmend nicht ein, trotz ihrer Immunisierung weiter eingeschränkt zu sein, jetzt beispielsweise sogar beim Sport in Innenräumen einen Testnachweis erbringen zu müssen. Und die Gegner der Corona-Maßnahmen formieren sich in dubiosen sozialen Netzwerken, verbreiten dort teils krude apokalyptische Szenarien und verabreden sich zu Protestaktionen auf der Straße. Die Bevölkerung ist vielleicht nicht gespalten, wie es so häufig in der öffentlichen Debatte heißt. Denn die Mehrheit der Menschen trägt die derzeit geltenden Regeln immer noch mit und steht der Impfung positiv gegenüber. Aber der Ton wird zunehmend rauer, Hass uns Hetze nehmen zu und die Gewaltbereitschaft wächst.

Zum Ende des Jahres sollten sich alle deshalb noch mal darüber bewusst werden, dass die Pandemie ein Gemeinschaftsding ist. Alle sind gleichermaßen betroffen, müssen irgendwie durch diese unsichere Zeit kommen und sitzen quasi im selben Boot. Es gibt kein boshaftes Komplott zwischen Regierung und Medien oder anderen Institutionen, die die Menschheit „ausrotten“ möchten, wie es von den Impfgegnern immer wieder öffentlich kolportiert wird. Wir sind viel mehr alle zum ersten Mal in dieser vertrackten Situation und müssen nun Lösungen finden. Dass das nicht auf Anhieb klappen würde, sollte denkenden Menschen eigentlich klar sein, denn es gibt für eine weltweite Pandemie dieser Art noch keine Blaupause. Am Konstruktivsten ist es also, davon auszugehen, dass auch Politiker und Wissenschaftler das Beste im Sinn haben: nämlich, so schnell wie möglich aus dieser angespannten Lage herauszukommen. Mit blindem Aktionismus und Hass wird das niemandem gelingen. Es geht um den Zusammenhalt. Und den wünsche ich Ihnen und uns für das Jahr 2022 wieder ein bisschen mehr.

Schlaganfallbüro eröffnet im Februar.

Impf- pass-Fäl- schungen nehmen zu.

anja.siebel @rga.de

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