„Wildbau“ soll verhindert werden

Flächen für Windkraftanlagen

-sng- Zuletzt haben sich rund um Windkraft die Rechtsprechung und auch die Technik rasant entwickelt. Deshalb wird die Stadtverwaltung prüfen, ob und in welchem Umfang Standorte für Windkraftanlagen auf Wermelskirchener Stadtgebiet unter den aktuellen Rahmenbedingungen in Frage kommen.

Diesen Prüfauftrag erteilte der Ausschuss für Umwelt und Bau einstimmig und folgte damit einem entsprechenden Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.

„Das ist ein Prüfauftrag – wir wollen nicht Wermelskirchen umbauen“, unterstrich Dr. Jürgen Scherkenbeck (SPD) für die Antragsteller: „Die Zeit ist überfällig, sich mit Windenergie in Wermelskirchen zu befassen.“ Für die CDU verwies Friedel Burghoff auf eine bereits vor zehn Jahren erstellte Potenzialanalyse und fragte: „Macht das zur Zeit wirklich Sinn?“ Daraufhin antwortete der Technische Beigeordnete Thomas Marner: „Ja, das macht Sinn.“ Zur Begründung führte Marner die Rechtslage aus: „Wenn ich als Stadt keine Potenzialflächen ausweise, muss ich an anderer Stelle zwingend Baugenehmigungen für Windkraftanlagen erteilen, wenn die Rahmenbedingungen es erlauben – auch wenn ich das vielleicht gar nicht will.“ Und Florian Leßke, Amtsleiter für Stadtentwicklung, ergänzte: „Es macht Sinn, wenn man steuern möchte. Die rechtlichen Gegebenheiten haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach geändert – unter diesem Aspekt ist eine Prüfung sinnvoll.“

Mindestens 1000 Meter Abstand zu Wohnbebauung

Zu den derzeit geltenden Voraussetzungen des NRW-Rechts gehört beispielsweise, dass eine Windkraftanlage mindestens 1000 Meter Abstand zu Wohnbebauung haben muss.

Es müsse zudem auch klar sein, dass etwaige Flächen nicht zwingend im Besitz der Stadt wären, erklärte Marner. | Standpunkt

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