Oldtimerfreunde

Autofreunde fachsimpeln beim Treffen auf dem Rhombus-Areal

Frederik von Ofen war mit seinem Porsche 944 aus Sonsbeck gekommen.
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Frederik von Ofen war mit seinem Porsche 944 aus Sonsbeck gekommen.

Die Oldtimer-Besitzer staunen über die verschiedenen alten Autos und kommen ins fachsimpeln.

Von Theresa Demski

Wemelskirchen. Mit Wucht setzt am Sonntagmorgen der Regen ein und sorgt schnell für tiefe Pfützen auf dem Rhombus-Areal. Die Besucher unter dem Zeltdach haben allerdings kaum einen Blick übrig für die dunklen Wolken – denn gerade fährt ein Pontiak durch den Torbogen am Eingang, geboren wohl irgendwann in den 1960er-Jahren in den USA. Und während die Oldtimerfreunde dem Auto noch hinterherschauen, das sich einen prominenten Platz zwischen den Mauern der alten Halle sucht, erreicht ein kleiner Corsa A das Gelände. Giuliano Fanelli beginnt zu grinsen. „Da beginnt mein Herz schneller zu schlagen“, sagt er und deutet auf das kleine, weiße Auto.

Innerhalb weniger Minuten zeigt sich auf dem Gelände bei der Einfahrt die gesamte Bandbreite der Oldtimer: Pontiac und Opel, ein Mercedes aus den 1940er-Jahren und ein Porsche, der 40 Jahre später gebaut wurde. „Heute sind eben auch Autos aus den 1990er-Jahren Oldtimer“, sagt Giuliano Fanelli, „und was für welche.“ Autos bis Baujahr 1996 sind an diesem Sonntag beim Oldtimertreffen in Wermelskirchen willkommen. „Das Gesicht dieser Veranstaltungen wandelt sich – ständig“, sagt Giuliano Fanelli, der die Oldtimerfreunde, mit denen er über die sozialen Medien vernetzt ist, nicht zum ersten Mal nach Wermelskirchen eingeladen hat.

Bis zu 200 Fahrzeuge kamen in der Vergangenheit zu einem Treffen, die Veranstaltung am Sonntag leidet unter dem Wetter. „Die hartgesottenen Oldtimerfans fahren aber auch bei Regen“, sagt Giuliano Fanelli. Dazu gehört auch Frederik von Ofen, der mit seinem Porsche, Baujahr 1986, aus Sonsbeck nach Wermelskirchen gekommen ist. „Das Schrauben und die Liebe zu den alten Autos ist bei uns Familiensache“, sagt er. Als sich vor zwei Jahren die Gelegenheit ergab, den Porsche zu kaufen, griff er zu. „Ich fahre ihn jeden Tag“, sagt von Ofen, „so ein Auto braucht viel Liebe“.

Da sind sich die Besucher am Sonntag auf dem Rhombus-Areal einig: Schnell sind sie in Gespräche vertieft, fachsimpeln über Motoren und Felgen. „Wo hast du den her? Und welche Geschichte steckt dahinter?“: Wer im strömenden Regen die Runde vorbei an den Fahrzeugen und ihren Besitzern dreht, hört immer die gleichen Fragen – und viele verschiedene Antworten.

Mehr als 50 Autos erwarte er aber nicht an diesem Regentag, sagt Giuliano Fanelli. Und dann sieht er zu, wie ein schöner VW-Bus vorfährt. „Ein T3“, sagt er und lächelt. Schon wieder so ein Auto, das von Freiheit erzählt.

Hintergrund

Der Eintritt beträgt fünf Euro pro Besucher, Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt. Auch jedes Auto, dass auf den Innenhof des Rhombusparks fährt, muss fünf Euro bezahlen, unabhängig davon, wie viele Insassen im Auto sitzen. Dass nun Eintritt genommen wird, hat einen Grund: Giuliano Fanelli muss Platzmiete an die Eigentümer zahlen und auch die mobile Sanitäranlage kostet. „Das sollten schon alle wissen. Ich will den Besuchern etwas Schönes bieten, aber nicht mit Verlust rausgehen“, so Giuliano Faneli.

Im Mai vorigen Jahres war es das erste Mal, dass Giuliano Fanelli so eine Veranstaltung mit organisierte. Weitere sollen folgen. Geworben wird immer über die sozialen Medien-Netze.

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