Konzeption

Wie sollen die Friedhöfe künftig aussehen?

Die klassischen Gräber auf Friedhöfen – wie hier auf dem Stadtfriedhof in Wermelskirchen – werden immer weniger.
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Die klassischen Gräber auf Friedhöfen – wie hier auf dem Stadtfriedhof in Wermelskirchen – werden immer weniger.

Freie Wähler stellen Anfrage zur Konzeption.

Wermelskirchen. Die Freien Wähler Wermelskirchen haben sich mit einer Anfrage an die Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Bau, Heike Krause, gewandt, um zu erfahren, wie die zukünftige Friedhofskonzeption beziehungsweise Friedhofssatzung der Stadt aussehen soll. Der Grund dafür ist, dass sich das Bestattungsverhalten in Deutschland verändert. So steht es in dem Schreiben, dass unserer Redaktion vorliegt und vom Fraktionsvorsitzenden Henning Rehse unterschrieben ist. Dort heißt es weiter: „Es vollzieht sich eine Änderung der Kultur in der Grabpflege. Sargbestattungen nehmen ab, Urnenbestattungen werden zunehmend gewünscht, und es gibt eine Nachfrage nach neuen Beerdigungsformen.“ Das liegt auch daran, dass viele Angehörige die Grabpflege kaum noch leisten können, oder es besteht nicht mehr das Bedürfnis, die Grabstätte zu erhalten. Ebenso gibt es den Wunsch von älteren Menschen, ihre Verwandten nicht mit einer Grabpflege belasten zu wollen.

Auch andere Formen der Bestattung sollen geprüft werden

Die Freien Wähler Wermelskirchen merken daher weiter an, dass auf diese sich verändernde Bestattungskultur reagiert und neue Konzepte für das Friedhofswesen erstellt werden müssen, um den Wünschen der Menschen im Stadtgebiet gerecht zu werden. Die Fraktion sieht die Verwaltung in der Pflicht, zu prüfen, welche Bestattungsformen auf welchem Friedhof möglich sind und ob die Friedhofssatzung dafür überarbeitet werden muss: Es sollten folgende Möglichkeiten in Betracht gezogen werden: Memoriagärten (schön gestaltete Gartenflächen die Teil des Friedhofs sind, Hochbeetanlagen (Gemeinschaftsgrabanlage als Hochbeet mit fester Umrandung), Reerdigung (sargähnlicher Kokon, in dem der Körper durch Mikroorganismen in 40 Tagen zu Muttererde transformiert wird), Urnenkammern in unterschiedlicher Bauart oder auch Parkwahlgräber (naturnah gestaltete Fläche mit Stauden, Gräsern).

Zudem möchten die Freien Wähler auch wissen: Gibt es die Möglichkeit, Patenschaften für alte denkmalgeschützte Grabstätten zu übernehmen? Zur Begründung heißt es in dem Schreiben: „Friedhöfe haben für die Menschen eine besondere und vielfältige Bedeutung. Sie sind Orte der Erinnerung und der Trauer. Gleichzeitig können sie auch der Erholung und der Ruhe dienen. Darüber hinaus besitzen sie einen herausragenden historischen und kulturellen Wert. Dieses gilt es zu erhalten.“ So glauben die Freien Wähler, dass die Stadt mit verbesserten Grabangeboten ein wichtiges Zeichen zum Erhalt ihrer Friedhöfe setzen kann. fbu

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