Sicherheit für Grundschüler

Wie sicher sind die Wege ins Brunsbachtal?

Wenn Mädchen und Jungen zu Fuß in die Schule gehen, sollte der Weg dorthin auch sicher sein.
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Wenn Mädchen und Jungen zu Fuß in die Schule gehen, sollte der Weg dorthin auch sicher sein.

Diskussion um die Erreichbarkeit der neuen Löwen-Grundschule.

Von Joachim Rüttgen

Hückeswagen. Deutliche Kritik an der Schulwegeplanung für die neue Löwen-Grundschule im Brunsbachtal äußert Horst Pfitzer. Er stand deshalb auch in einem E-Mail-Kontakt mit Bürgermeister Dietmar Persian, der den Hückeswagener sogleich in den Schulausschuss einlud, weil dort die entsprechenden Pläne vorgestellt wurden. Den Vortrag fanden beide Herren sehr interessant, allerdings fiel das Fazit gänzlich unterschiedlich aus.

Pfitzer fand die Ausführungen „hochinteressant“, aber zugleich die ungeklärten Punkte „mehr als beschämend. Ich hatte erwartet, dass man sich schon in der Planungsphase des Schulneubaus mit der Problematik der Schulwege befasst und nicht erst kurz vor dem Umzug der Schule“, moniert er. Es müsste doch schon längst ein fertiger Schulwegeplan vorliegen. Die Erkenntnisse, Eindrücke und Schlussfolgerungen des Büros hätte man auch durch eine Begehung rechtzeitig gewinnen können. „Der Bürgerentscheid war im April 2018“, meint Pfitzer.

Pfitzer hat konkrete Vorstellungen davon, wie der Schulweg für die Löwengrundschüler aussehen müsste. Aus seiner Sicht müsste die Fuß- und Radwegverbindung durch den Stadtpark zur Schule umgehend vor Schulbeginn verwirklicht werden. Dasselbe gelte für sichere Wege an und über die Hauptstraßen. Das erfordere Fußgängerampeln an den Übergängen. „Nachdem es bei Baustellen kurzfristig möglich ist, den Verkehr durch Lichtsignalanlagen auch auf Bundes-, Land- und Kreis-Straßen entsprechend sicher für Fußgänger und Radfahrer zu lenken, dürfte dies auch zur Sicherheit der Schüler kein Problem darstellen“, findet er. Diese Zustimmung der Straßenlastträger sei im Interesse eines sicheren Schulweges bis zu einer endgültigen Lösung sicher kurzfristig zu bekommen „und es können die Erfahrungen in die endgültige Planung und Verwirklichung eingebracht werden“, sagt Pfitzer.

Dass er im Ratsinformationssystem der Stadt die Pläne über die Schulwegeplanung für die neue Löwen-Grundschule nicht gefunden habe, sei enttäuschend, ebenso die aktuellen Schulwegepläne der Schulen. Bürgermeister Dietmar Persian verweist darauf, dass der Vortrag im Schulausschuss keineswegs der Beginn der Schulwegeplanung sei, sondern man ziemlich am Ende des Prozesses stehe. „Es hat 2021 Elternbefragungen, Abstimmungen mit Schulleitung und Straßenbauverwaltungen gegeben. Wenn ich mich recht erinnere, hat der Referent festgestellt, dass wir im Vergleich zu anderen Städten relativ weit sind. Darum teile ich Ihre grundsätzliche Einschätzung ausdrücklich nicht“, schreibt der Bürgermeister.

Bürgermeister verweist auf klamme Stadtkasse

Die Dinge, die sich aus dem Konzept des Planungsbüros ergeben, seien vielfältig und würden Jahre brauchen. Vielfach sei die Stadt auch nicht selbst zuständig. „Andere Dinge, wie der Umbau des Stadtparkes, sind auch nicht mal eben zu machen. Hier ist die Stadt auf Fördermittel angewiesen“, argumentiert Persian.

Pfitzer ist enttäuscht über diese Antwort: „Leider ist Ihre Antwort wie vermutet oder befürchtet ausgefallen. Es ist traurig, dass die Sorgen und Ängste der Eltern und Angehörigen der künftigen Schüler der neuen Löwen-Grundschule von der Stadtverwaltung nicht ernstgenommen werden“, schreibt er. Wünschenswert wäre, dass sich die Stadtverwaltung an den vorbildlichen Städten und Gemeinden bezüglich der Schulwegplanung orientiert und nicht an den Negativbeispielen. Offensichtlich werde die sichere Überquerung von verkehrsreichen Straßen nicht als dringendes Problem angesehen, da man davon ausgeht, dass fast alle Schüler mit dem Elterntaxi gebracht und abgeholt werden. „Verkehrstechnisch und ökologisch total aus der Zeit gefallen“, kritisiert Pfitzer. Hoffentlich komme da niemand zu Schaden.

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