Stadtentwicklung

Wie die Innenstadt für die Zukunft umgestaltet wird

Die Stadt Wermelskirchen will die Innenstadt weiter für die Bürgerinnen und Bürger verbessern.
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Die Stadt Wermelskirchen will die Innenstadt weiter für die Bürgerinnen und Bürger verbessern.
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Stadt erhält rund 470.000 Euro Fördergeld vom Bauinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Insgesamt 473 325 Euro Fördergeld wurde Wermelskirchen aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ vom Bauinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zugesprochen. Darüber ist die Freude in der Stadtverwaltung und besonders im Amt für Stadtentwicklung groß. Zusammen mit dem Planungsbüro ASS hatte Florian Leßke, Amtsleiter für Stadtentwicklung, den umfangreichen Antrag für das Projekt „Vitales Zentrum Wermelskirchen“ erarbeitet und eingereicht. „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, die Fördermittel zu bekommen, um unsere Innenstadt noch attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück.

Mit dem jetzt bewilligten Fördergeld soll die Innenstadt für Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und soziokulturelle Begegnung weiter aktiviert werden. Ausschlaggebend für die weiteren Planungen sind dabei die Ziele des „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Wermelskirchen Innenstadt 2030“ (IEHK), die konsequent weiterentwickelt werden.

Angedacht ist etwa für die Quartierentwicklung in den Bereichen „Innenstadt Nord“ sowie „Eich/Schwanenviertel“ kleinräumliche, ökologisch wertvolle Aufenthaltsbereiche zu schaffen. Darüber hinaus soll künftig ein Citymanager beziehungsweise Kümmerer dafür sorgen, dass Kooperationen der zentrumsrelevanten Akteure gefördert, sowie ein Verfügungsfonds für Aktionen, Events und Veranstaltungen zur Stärkung des Zusammenhalts und des Engagements eingerichtet wird.

Eines der großen Ziele des Projektes „Vitales Zentrum Wermelskirchen“ sei dabei sicherlich, an die Erfolge aus dem Leerstandsmanagement, das mit Mitteln des „Verfügungsfonds Anmietung“ finanziert wird, auch nach dessen Ende im Dezember 2023 anzuknüpfen. So soll erreicht werden, dass sich die Zahl der leerstehenden Ladenlokale in der Wermelskirchener Innenstadt dauerhaft in einem einstelligen Bereich bewegt.

Außerdem wird aus den bewilligten Mitteln der Städtebaufördermaßnahme „Wermelskirchen Innenstadt 2030“ eine Machbarkeitsstudie für die zentralen Bereiche „Innenstadt Nord“ und „Eich /Schwanenviertel“ erarbeitet. Daraus ergeben sich interaktive Planungsprozesse sowie Gespräche mit den Eigentümern und weiteren Betroffenen zur Entwicklung bestimmten Flächen. Denn nur zusammen mit den privaten Immobilienbesitzern können die Flächen aktiviert und Projekte umgesetzt werden. „Wichtig ist, dass die Beteiligten im Rahmen des mehrstufigen Prozesses zu einem gemeinsamen Planen und Handeln motiviert werden“, sagt Florian Leßke über den Prozess, der etwa 18 Monate dauern wird und voraussichtlich im Frühjahr 2023 gestartet werden kann.

Unter anderem können auf diese Weise Flächen ermittelt werden, die im jeweiligen Quartier als neu gestalteter öffentlicher Raum für mehr Aufenthaltsqualität und somit mehr Identifikation sorgen.

Aktuell wird nun ein Citymanager beziehungsweise Kümmerer gesucht, der ab Ende 2022 bis August 2025 als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Wunsch der Stadt ist es, die Aufgaben des Citymanagements in Kooperation mit dem Stadtmarketingverein „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) umzusetzen.

Zu den Aufgaben des City-Managements gehören neben den Gesprächen mit Eigentümern, Investoren und weiteren Akteuren auch die Erarbeitung von Grundlagen und Konzepten zu einzelnen Maßnahmen.

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