Wermelskirchener spenden mehr als 4000 Euro

Ein Sack Mehl und fünf Liter Öl bekommen die afghanischen Familien. Fotos: privat/Afghanistan
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Ein Sack Mehl und fünf Liter Öl bekommen die afghanischen Familien.

Ein Sack Mehl und fünf Liter Öl kosten in Afghanistan 45 Euro

Von Susanne Koch

Ein großer Sack Mehl und fünf Liter Öl ermöglichen Familien in Afghanistan für einen Monat das Überleben. Sie können ihr tägliches Fladenbrot davon backen. Die Kosten: umgerechnet 45 Euro. Die Familie von Mahdi N., einem Afghanen der in Wermelskirchen gelebt hatte, bedankt sich sehr bei den Wermelskirchenern, die das durch ihre Spenden möglich gemacht haben.

Die Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ hatte Heiligabend dazu aufgerufen, für Afghanistan zu spenden. Zusammengekommen sind mittlerweile mehr als 4000 Euro. „Manche der Menschen, die sich die Grundnahrungsmittel abgeholt haben, hatten schon zwei Tage nichts gegessen“, sagt Dorothea Hoffrogge von „Wir in Wermelskirchen“. „Wir führen die Aktion auf jeden Fall weiter. Denn den Menschen muss ja geholfen werden.“

Der junge Afghane Mahdi N. beschreibt die Reaktionen der Familien so, dass sie das Mehl und Öl wie ein Gottesgeschenk angenommen hätten. Einige Familien erhielten zudem Unterstützung, um dringend erforderliche ärztliche Behandlungen bezahlen zu können. Mahdi N., der jetzt als IT-Administrator in Dortmund arbeitet und lebt, kann seine Familie selber versorgen.

Den Menschen in Afghanistan fehlt es an einfachen Lebensmitteln

Er hatte vor Weihnachten Jochen Bilstein von der Initiative „Wir in Wermelskirchen“ um Unterstützung gefragt. Denn den Menschen in Afghanistan würde es an einfachen Lebensmitteln fehlen. „Meine Mutter beispielsweise“, erzählt Dorothea Hoffrogge, „hat, als sie davon gehört hat, mir jetzt noch einmal davon berichtet, wie es ist und was es wirklich heißt, zu hungern.“ Sie hat es selbst erlebt und am eigenen Körper erfahren. „Es ist schlimm, dass das im 21. Jahrhundert noch vielen Menschen so geht“, betont Dorothea Hoffrogge. Jochen Bilstein pflichtet ihr bei und sagt: „Deshalb ist es uns ja so wichtig, zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten.“

Mahdi N. und seine Familie stammen aus der Region Mazar-e Sharif. „Dorthin werden auch unsere Spenden geschickt“, sagt Jochen Bilstein. „Unsere Kontaktpartner in Afghanistan kaufen das Mehl und Öl ein und sorgen dann dafür, dass es die Menschen bekommen.“ Inzwischen seien schon wieder neue Spendengelder eingegangen. „Wir sammeln weiter.“

Etwa 56 Kilometer nördlich von Mazar-e Sharif befindet sich die Staatsgrenze zu Tadschikistan. Die afghanische Hauptstadt Kabul liegt etwa 300 Kilometer südöstlich.

www.willkommen-in-wermelskirchen.de

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